St. Pauli-Sportdirektor Andreas Bornemann freut sich über den Transfer von Sam Klein (links). Foto: FC St. Pauli
“Schweigen”? Der Neuzugang des Vereins aus St. Pauli gibt Details zum Transfer bekannt
Die sportliche Lage ist angespannt und eine Entspannung ist aufgrund der prekären Tabellenlage mit noch drei ausstehenden Spielen nicht möglich. Doch mit dem Transfer des Australiers Sam Klein (22), der im zentralen Mittelfeld spielen wird, hat der FC St. Pauli nun zumindest einen kleinen Grund, sich auf die neue Saison zu freuen – egal ob in der Bundesliga oder der 2. Liga. Das einzig Merkwürdige ist, dass Clynes entfremdeter Verein, Brisbane Roar, trotz der vereinbarten Stillschweigepflicht über die Vertragsbedingungen in Gesprächslaune zu sein scheint.
Es ist bekannt, dass wir in der Nachbarschaft eine gute Erfolgsbilanz australischer Mittelfeldspieler haben. Sowohl Kapitän Jackson Irvine als auch Conor Metcalfe haben bereits viel für den Verein geleistet, wobei letzterer derzeit außer Form ist und zuletzt im Dezember in der Startelf stand. Danach wurde Metcalf durch Knieprobleme gebremst und blieb am Ende immer ein Joker.
Sam Klein kommt nach St. Pauli: Bornemann und Blessin freuen sich
Neuzugang Clyne hat noch nie für die australische A-Nationalmannschaft gespielt (zwei Einsätze für die U20-Nationalmannschaft), ist aber mit 22 Jahren noch sehr jung. In der australischen A-League-Saison 2024/25 bestritt er 19 Spiele für den Verein und erzielte dabei fünf Tore. In dieser Saison wurde er Stammspieler und erzielte in 25 Einsätzen vier Tore. St. Pauli kann sich auf einen jungen Spieler freuen, der „am Ball und in der Abwehr den Ton angeben kann“, wie Sportdirektor Andreas Bornemann sagte.
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Diese Freude über den Neuzugang teilt auch Trainer Alexander Blessin und hebt seine Vielseitigkeit hervor: „Sam verfügt über spannende Fähigkeiten, die es ihm ermöglichen, unterschiedliche Rollen im zentralen Mittelfeld zu spielen. Er verbindet eine gute Vororientierung mit Weitsicht und sauberem Passspiel und sucht auch selbst nach dem Abschluss. In der Abwehr agiert er aggressiv und mutig, um den Ball zu erobern. Außerdem ist er dank seiner Körpergröße auch ein Faktor im Kopfballspiel.“ Klein ist 1,92 Meter groß.
BRisbane Brüllen schreibt, um am Weiterverkauf teilzunehmen
Dass St. Pauli sich zu Ablösesummen grundsätzlich nicht öffentlich äußert, ist bekannt. Auch über den Transfer des jungen Australiers sei Stillschweigen vereinbart worden, heißt es auf der Website des Nachbarschaftsvereins. Aber Brisbane Roar hat das vielleicht etwas anders aufgefasst und in seiner eigenen Pressemitteilung überraschend viel verraten. Der Verein schrieb auf seiner internen Seite von einer „erheblichen Ablösesumme“, die aus Hamburg überwiesen werde. Auch von einem Weiterverkaufsanteil ist die Rede.
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Auch Klein selbst freut sich auf die Herausforderung in einem anderen Land, auswärts, in einer anderen Liga und mit neuen Teamkollegen: „Der Verein hat es in den letzten Jahren mehrfach geschafft, internationale Spieler, insbesondere aus Australien, erfolgreich zu integrieren und weiterzuentwickeln“, sagt er über St. Pauli und fügt hinzu: „Die Manager haben mir eine interessante Perspektive aufgezeigt, weshalb ich überzeugt bin, dass dies der richtige Weg für mich ist.“ Richtig los geht es im Sommer.
