Das Spiel zwischen Freiburg mit Philippe Treu und dem HSV mit Nicolas Capaldo ist der Fan-Union „Our Curve“ ein Dorn im Auge. Foto: IMAGO/Eibner
Als Beispiel wird der HSV genannt: Das Fanbündnis erneuert seine Forderung
Die Fanorganisation „Our Curve“ setzt sich erneut für einen parallelen Start aller Spiele im vorletzten Spiel der ersten drei Fußball-Ligen ein. Begründet wird die Forderung neben dem Argument der Fankultur insbesondere mit der Chancengleichheit aller Mannschaften. Es gebe immer wieder Konstellationen, in denen die Kenntnis früherer Wettkampfergebnisse Auswirkungen auf die eigenen geforderten Ergebnisse habe, hieß es in einer Stellungnahme. „Jeder, der im Voraus weiß, dass ein bestimmtes Ergebnis erforderlich ist, um die eigenen Ziele zu erreichen, hat einen Wissensvorsprung“, schreibt Our Curve.
„Wir kehren zur gleichzeitigen Ansetzung der vorletzten Spiele in den drei Profiligen zurück“, sagte Vereinsvorsitzender Jost Peter. Da einige Entscheidungen bereits gefallen sind, befürchtet die Fanorganisation, dass nur noch um die Goldene Ananas gespielt werden kann. Von Freitag bis Sonntag findet das vorletzte Spiel der Bundesliga, der 2. Bundesliga und der 3. Liga statt. Am letzten Spieltag beginnen alle Spiele gleichzeitig.
„Unsere Kurve“: Pikante Konstellationen in allen drei Top-Ligen
Um ihre bereits in den letzten drei Jahren aufgestellten Behauptungen zu untermauern, listete Our Curve Beispiele für mögliche frühe Entscheidungen am vorletzten Spieltag auf. Eintracht Frankfurt, Tabellenachter der Bundesliga, spielt an diesem Freitag (20.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Dortmund um den Einzug in den Europapokal. Der Tabellensiebte SC Freiburg wisse im Falle einer Niederlage in Frankfurt, dass der eigene Sieg am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) beim Hamburger SV seinen internationalen Startplatz sichern würde, hieß es.
Der SV Elversberg befindet sich nach Angaben der Fangemeinde im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga „in der komfortabelsten Situation“, da die zweite Mannschaft erst am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen Fortuna Düsseldorf spielt und bereits die Ergebnisse der Rivalen SC Paderborn (Freitag gegen Karlsruher SC) und Hannover 96 (Samstag beim VfL Bochum) kennt. „Sollten beide Rivalen nicht gewinnen, gibt es am Sonntag in Düsseldorf aufgrund der deutlich besseren Tordifferenz tatsächlich Hinspiel-Direktaufstiegspunkte“, heißt es bei Our Curve.
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Ähnlich verhält es sich in der 3. Liga, wo der Drittplatzierte MSV Duisburg bereits am Freitag gegen den FC Erzgebirge Aue spielt. Die Konkurrenten Energie Cottbus, SC Wehrle, Hansa Rostock und Roth-Weiss Essen müssen erst am Samstag spielen. „Auch hier gibt es in allen drei Ligen pikante Konstellationen, bei denen die Kenntnis früherer Wettbewerbsergebnisse einen Vorteil oder Gewissheit bringt. Echte Wettbewerbsgerechtigkeit besteht nur dann, wenn die vorletzten Spiele gleichzeitig angesetzt sind“, betonte die Fanvereinigung. (dpa)
