Marie-Louise Etta feierte mit Union Berlin ihren ersten Sieg. Foto: IMAGO/HMB-Media International
Protest gegen Tennisbälle verursacht XXL-Unterbrechung – Etta schreibt Geschichte
Historisches Premierenamt: Marie-Louise Etta feierte mit Union Berlin ihren ersten Sieg als Bundesliga-Trainerin. Die erste Cheftrainerin in Deutschlands höchster Spielklasse gewann mit den Iron Men das Gastspiel beim FSV Mainz 05 mit 3:1 (1:0) und sicherte sich im vierten Anlauf die ersten drei Punkte. Beide Mannschaften hatten sich in der Vorwoche bereits den Klassenerhalt gesichert, im Endspurt geht es nur noch um Mittelfeldkosmetik.
Andrej Ilic (38.) und ein später Doppelpack von Oliver Burke (88.) und Josip Juranovic (90.+1) brachten die Berliner bis auf einen Punkt an die Reinhessen heran, für die Sheraldo Becker (48.) zwischenzeitlich den Ausgleich erzielte. Damit kämpfen beide Vereine im letzten Spiel noch um den zehnten Platz mit dem Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach. Für die Mainzer Union ist es ein starker Gegner; In den zehn Duellen seit dem 6. Februar 2021 gab es keinen einzigen Sieg.
Für Etta war das Spiel ein Treffen mit ihrem alten Begleiter; Während der Fischer-Ära spielte sie einst für die Profimannschaft von Union Berlin. „Deshalb freue ich mich darauf, ihn am Wochenende wiederzusehen“, sagte sie zuvor. Bei aller Kameradschaft und klaren Tabellenpositionen geht es immer noch um den Sport – und zum ersten Mal setzt man auf eine Vierer-Verteidigung statt auf eine Dreier-Verteidigung.
Fans protestieren gegen die Anstoßzeit
Doch dies war zunächst kaum erforderlich, vielmehr schien die Union in der Offensive zu sein. Robin Zentner, nach einem Monat verletzungsbedingter Pause wieder im Tor der Mainzer, parierte Ilics Kopfball mit einem herausragenden Reflex (9.). Dadurch blieben die Köpenicker in einem unruhigen Spiel leicht die bessere Mannschaft, konnten im letzten Drittel aber nur selten überzeugen. Ilic brauchte eine kurze Ecke, um in Führung zu gehen, und nickte nach einer Flanke von Alyosha Kemlein ein. Unterdessen sorgten die Fans für eine einminütige Unterbrechung, die in der ersten Halbzeit zu neun Minuten Nachspielzeit führte. Um 19:30 Uhr warfen sie verschiedene Bälle auf das Spielfeld, um ihrer Wut Ausdruck zu verleihen. Beginn am Sonntagabend.
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Danach wurde wieder Fußball gespielt. Die einzige Mainzer Chance in der ersten Halbzeit hatte Kaishu Sano mit einer Einzelaktion kurz vor dem Pausenpfiff (45.+10). Es war das Signal für deutlich mehr Angriffsgeist in der zweiten Halbzeit, als Ex-Union-Becker eine Flanke von Paul Nebel mit links aus der Luft lenkte. Auch danach blieb Fischers Team am Drücker und erspielte sich mehrere gute Chancen. Bei einem der wenigen Konter scheiterte Ilić an der Latte (84.). Kurz darauf unterschrieben Burke und Juranovich. (Seite)
