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„Nächste Woche wird es Krieg geben“: St. Pauli geht mit Kampfgeist ins Finale gegen Wolfsburg

    „Nächste Woche wird es Krieg geben“: St. Pauli geht mit Kampfgeist ins Finale gegen Wolfsburg

    Die Profis aus St. Pauli bedanken sich bei den Fans in Leipzig. Nächste Woche geht es darum. Foto: WITTERS

    „Nächste Woche wird es Krieg geben“: St. Pauli geht mit Kampfgeist ins Finale gegen Wolfsburg

    Es war eine dieser Niederlagen, die gleichzeitig bittersüß und hoffnungsvoll ist. Im bloßen Klassenkampf hat es nicht gepunktet, aber es hat ein Lebenszeichen gesetzt, das Zuversicht geben sollte. Auf St. Pauli brennen weiterhin die Lichter, denn beim FC-Team brennt es wieder. Beim 1:2 (0:1)-Unentschieden der dramatisch geschwächten Kiezkicker gegen Spitzenteam RB Leipzig zeigte die Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung und konnte sich locker ein Unentschieden erkämpfen. Der Tabellenvorletzte geht mit neuem Selbstvertrauen und größerer Brust in das Relegationsfinale gegen Wolfsburg in einer Woche am Millerntor. Selbst in der Stunde der Niederlage war der Blick nach vorne gerichtet, gefolgt von kämpfenden Worten. Doch die Krankheitswelle ist alarmierend.

    Zweifellos waren alle enttäuscht. Niemand aus den Reihen der Gäste wollte sagen, dass es ein Erfolg war oder sich freuen. Gegen den klaren Favoriten, der sich mit seinem Sieg die Champions-League-Qualifikation sicherte, war zu viel drin. Ein Punktgewinn würde an der aktuellen Situation einiges ändern. Zugrundeliegend. das ist es nicht.

    St. Pauli geht souverän ins Finale gegen Wolfsburg

    „Wir haben alles reingesteckt, aber wir können nichts kaufen, aber wir können das gute Gefühl wegnehmen“, brachte Trainer Alexander Blessin die Situation ziemlich gut auf den Punkt. Nach den letzten beiden „Misserfolgen“ gegen Mainz und Heidenheim, wie er die Niederlagen nannte, habe seine Mannschaft dieses Mal „nie aufgegeben und alles versucht.


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    Die Wahrheit ist auch: Mit einer ähnlichen Leistung, zumindest in den starken ersten 45 Minuten, hätten die Kiezkickers in Heidenheim wohl nicht verloren und hätten gegen Mainz bessere Chancen auf Punkte gehabt. „Es ist einfach schade“, sagte Torwart Nikola Vasil.

    Irvine ärgert sich über die kassierten Standardtore

    Kapitän Jackson Irvine ärgerte sich über die beiden Gegentore nach Standardsituationen. Schließlich ließ seine Mannschaft im Spiel gegen die Leipziger Offensivmannschaft nicht viel zu, arbeitete defensiv gut und stand solide. Doch das Positive an der Pflichtrunde der Mannschaft hob der Australier nach dem Spiel auf dem Platz hervor, wie er anschließend im Interviewbereich bekannt gab. „Ich habe im Kreis gesagt: Nehmt die guten Dinge mit, baut euch gegenseitig auf, haltet den Kopf hoch. Wir müssen daran glauben, dass wir das Heimspiel gewinnen können.“

    Enttäuschung bei den St. Pauli-Profis Andreas Huntonji, Jackson Irvine, Martin Kaars und Eric Smith (von links) nach der 1:2-Niederlage in Leipzig.

    Der wegen der vielen Ausfälle in die Startelf gerückte Außenverteidiger Louis Opie wählte vor dem Saisonfinale gegen Wolfsburg am kommenden Samstag drastische Worte, die so kurz nach dem Spiel nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten: „Das Spiel nächste Woche wird ein Krieg, eine Schlacht. Und so muss man es angehen.“

    Das Spiel in der Red Bull Arena war ein Kampf – ein Kampf war auch das Personalspiel und die Auswahl der Startelf. Auch Krämpfe. Das Team hat einen Magen-Darm-Infekt. Es ist noch nicht klar, ob weitere Spieler betroffen sein werden und wie schnell sich die Betroffenen erholen werden.

    St. Pauli muss seine Startelf kurzfristig komplett umbauen

    Blessin musste seine erste Formation kurzfristig umstellen. Abwehrchef Hauke ​​Wahl saß zunächst geschwächt auf der Bank, sein vorgesehener Ersatz David Nemeth musste am Spieltag absagen, auch der dritte Innenverteidiger, Adam Dzigala, stand nicht zum Einsatz und reiste gar nicht erst nach Sachsen.

    Ein weiterer Linkshänder startete auf der linken Seite des Dreierkreises, nachdem Carroll Mets verletzungsbedingt ausfiel: Lars Ritska. Eric Smith wechselte auf Walls Position vom defensiven Mittelfeldspieler zum defensiven Zentrum. Joel Chima Fujita spielte im defensiven Mittelfeld, Conor Metcalf startete erstmals in diesem Jahr anstelle von Danel Sinani und Louis Opie bekam nach langer Zeit auch einen Start auf der linken Seite. Im Angriff vertraute man Martin Kaars und Andreas Huntonji als Doppelspitze und wurde dieser auch gerecht.

    Das Team mag zerstört sein, aber es lebt. Die erste Halbzeit war eines der besten Dinge, die St. Pauli in den letzten Wochen gemacht hat. Die Kiezkickers hatten zwar Glück, dass sie im dritten Spiel in Folge nicht vorzeitig in Rückstand gerieten, da Keeper Nikola Vasil gegen Baumgartner im Einsatz war (8.), doch die Gäste waren damit gleichauf mit dem Champions-League-Anwärter.

    St. Pauli-Stürmer Kaars feuerte einen Schuss nur an die Latte

    Diszipliniert in der Verteidigung, lauffreudig und zweikampfstark, energisch nach vorne und im Laufe der ersten Halbzeit immer mutiger und damit gefährlicher. Es war bittersüß, geradezu fatal, dass St. Pauli eine Riesenchance zur Führung nicht nutzte. In einem sehr gut ausgeführten Konter passte Huntonji auf Höhe des Strafraums auf den laufenden Kaars, der die Pille jedoch mit dem linken Fuß aus 14 Metern nicht ins Tor, sondern in die Latte feuerte (34.).

    Wer im Klassenkampf mit dem Rücken zur Wand steht, auf Punkte angewiesen ist und gegen ein Spitzenteam wie Leipzig eine Überraschung schaffen will, darf sich solche Gelegenheiten einfach nicht entgehen lassen. Der Vorsprung wäre alles andere als unverdient. Dass die zunächst euphorische Menge in der mit 48.000 Zuschauern ausverkauften Arena von Minute zu Minute ruhiger und sichtlich ungeduldiger wurde, sprach Bände.

    Die mitgereisten St. Pauli-Fans waren zeitweise lauter als das heimische Publikum, sie unterstützten ihre Mannschaft bedingungslos von Anfang bis Ende und auch nach Spielende, denn diesmal hatte die Mannschaft alles gegeben, aber natürlich haben sie nicht alles richtig und leider auch einiges falsch gemacht.

    Beide Gegentore in Leipzig hätten „gerettet“ werden müssen

    Auch die Gegentore waren bitter. Beide nach einer Ecke, wieder. Das 0:1 kam zu einem völlig ungünstigen Zeitpunkt, kurz vor der Halbzeit, und war obendrein unglücklich. Baumgartner köpfte einen Schuss zu seinem Mitspieler Schlager, dem der Ball vor die Füße fiel und den Ball unaufhaltsam in den Torraum schlug. Zehn Minuten nach der Pause köpfte der zu frei stehende Orban eine Ecke des ersten Pfostens (55.), da die Kiezkickers nach vorne nicht energisch genug verteidigten, wie Blessin monierte, in diesem Fall machte Huntonji dem Torschützen zu wenig zu schaffen.

    Nikola Vasil kann nur zuschauen: Der Ball landet hinter ihm im Netz und sorgt für das 0:1.

    „Beide Gegentore hätten verteidigt werden können“, monierte Blessin, obwohl auch beide Torschüsse der Leipziger sehr gut und gut platziert waren. „Es schmerzt noch mehr, dass wir verloren haben.“

    Der letzte Angriff der Braun-Weißen zeigte den Charakter der Mannschaft, doch der 1:2-Anschlusstreffer des eingewechselten Abdouli Cizei nach Irvines Kopfball kam zu spät (86.) und war das einzige Tor für die Gäste, die mit Irvines Distanzschuss in der Nachspielzeit die letzte Chance des Spiels hatten.

    So gingen die Kiezkickers am Ende erneut leer aus. Dritte Niederlage in Folge. Neuntes Spiel in Folge ohne Sieg. Dennoch, Fortschritt. Nicht mehr und nicht weniger.

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    „Ich kann nur sagen, dass wir die guten Sachen für nächste Woche mitnehmen müssen“, betonte Kapitän Irvine. Gegen Wolfsburg brauche es „eine komplette Leistung. Nicht so wie heute, wo wir gute Momente hatten und dann nach Eckbällen zwei Gegentore kassierten. Wir müssen jede Sekunde fokussiert und konzentriert sein.

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