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„Mama, bin ich dabei?“ HSV-Torhüter Tangvik erzählt eine überraschende Anekdote aus der WM

    „Mama, bin ich dabei?“ HSV-Torhüter Tangvik erzählt eine überraschende Anekdote aus der WM

    Spannender Sommer: Nachdem HSV-Torhüter Sander Tangvik (Mitte) am Saisonende für Leverkusen überzeugte, reist er nun mit Norwegen zur Weltmeisterschaft. Foto: IMAGO/Steinsiek.ch

    „Mama, bin ich dabei?“ HSV-Torhüter Tangvik erzählt eine überraschende Anekdote aus der WM

    Sander Tangvik kann sich bis Mittwoch mit seiner Familie entspannen, danach steht dem HSV-Guard ein sehr heißer Sommer bevor. Nachdem er in letzter Minute in Norwegens WM-Kader berufen wurde, stehen dem 23-Jährigen die aufregendsten Wochen seiner Karriere bevor. „Es ist ein bisschen surreal“, sagte er nach seiner Nominierung – und verriet ein überraschendes Detail.

    Tangvik geht zur Weltmeisterschaft. Am vergangenen Donnerstag gab der norwegische König Harald (89) die Komposition bekannt, mit der die „Löwen“ die USA, Kanada und Mexiko begeistern wollen. Der Wachmann beobachtete das Geschehen mit seiner Familie in Byåsen bei Trondheim, konnte aber Berichten zufolge kaum zusehen. „Ich habe meine Mutter gefragt: Bin ich da oder nicht?“ sagte er gegenüber norwegischen Medien. Anschließend gab es großen Applaus: „Ich war sehr glücklich und berührt und musste viele Umarmungen geben.“

    Tangvik wechselte im Winter von Trondheim zum HSV

    Jetzt wird Tangviks großer Traum wahr. Nach seinem Winterwechsel von Trondheim zum HSV zögerte er zunächst, weil er erwartungsgemäß die Nummer zwei hinter Daniel Hoyer Fernandez sein sollte und monatelang nicht zum Einsatz kam. Das Ergebnis: Tangvik wurde für die letzte Länderspielpause im März nicht nominiert. „Aber ich habe die Hoffnung, zur Weltmeisterschaft zu fahren, nie aufgegeben“, sagte der Torwart im norwegischen Fernsehen. „Eigentlich fiel es mir schwer, nicht dabei zu sein. Ich hatte das Gefühl, schon vorher einen guten Eindruck hinterlassen zu haben. Aber ich habe natürlich verstanden, dass man Torhüter nominieren wollte, die regelmäßig spielen. Das war damals bei mir nicht der Fall.“


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    Im letzten Bundesligaspiel gegen Leverkusen erhielt Tangvik die Spielberechtigung, konnte beim 1:1 völlig überzeugen und parierte sogar einen Elfmeter von Patrick Schick. „Das Spiel war gut“, resümierte er. „Ich habe meine Chance bekommen und sie genutzt. Ich denke, dass dieses Spiel auch dazu beigetragen hat, dass ich für den WM-Kader nominiert wurde.“

    Der Keeper ist dem HSV dankbar

    Trotz seiner Reserverolle empfand er die Zeit beim HSV als lehrreich: „Ich bin nicht mit der Erwartung dorthin gekommen, von der ersten Minute an zu spielen. Ich wollte die Mannschaft, das Land, die Stadt und die neuen Trainingsmethoden kennenlernen. Ich finde es sehr lehrreich und habe mich auf und neben dem Platz sehr weiterentwickelt.“

    Jetzt kommt der nächste Schritt in der Entwicklung mit Norwegen, obwohl Tangvik höchstwahrscheinlich hauptsächlich eine Beobachterrolle übernehmen wird. Die Truppe um die Superstars Erling Haaland (Man City) und Martin Odegaard (Arsenal) trifft sich am Donnerstag zur Vorbereitung, am 1. Juni findet in Oslo das Testspiel gegen Schweden statt. Am nächsten Tag flogen die Norweger in die USA, wo sie sich in Greensboro (North Carolina) niederließen. Nach dem letzten Test gegen Marokko (7. Juni) wird es ernst: In den Gruppenspielen gegen Irak (17. Juni), Senegal (23. Juni) und Frankreich (26. Juni) will Tanguyk mit seinem Team das Achtelfinale erreichen. Erfahrungen, die der junge Torwart nicht für selbstverständlich halten wird. „Nur wenige norwegische Fußballer bekommen die Chance, an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen“, stellt Tangvik stolz fest. Es ist erst das vierte Mal, dass die „Löwen“ an einer Weltmeisterschaft teilnehmen.

    Tangvik soll künftig die Nummer eins in Norwegen werden

    Für Tangvik sollte dies der Beginn einer steilen Karriere in der Nationalmannschaft sein. „Wir glauben, dass er unser nächster großartiger Torwart sein wird“, sagte Trainer Stolle Solbakken nach der Nominierung. Worte, die Tangvik mit Zuversicht aufnahm: „Das ist der Punkt. Deshalb ist es gut, das zu hören.“

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    Beim HSV dürfte es für ihn nach der WM allerdings wieder ganz schön schwierig werden. Im Rahmen der Vertragsverlängerung von Hoyer Fernandez, die der Verein in Kürze bekannt geben wird, wurde dem Stammtorhüter zugesichert, dass es im Sommer kein offenes Duell mit Tangvik geben wird. In diesem Jahr wird Fernandez als Nummer eins der Hamburger in die Saison starten. Eine Rollenverteilung, die der norwegische Rivale auf Dauer kaum akzeptieren kann.

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