Für Albert Grönbeck geht es nun um seine Zukunft. Er wartet auf eine Entscheidung. Foto: WITTERS
Poker spielen oder schlagen? Die Frist für den Kauf von Grønbæk läuft bald ab – so rechnet der HSV
Für Albert Groenbeck hat die Saison noch Konsequenzen – und in diesem Fall aus einem positiven Grund. Der 25-Jährige wurde nach langer Pause in die dänische Nationalmannschaft berufen und wird nächste Woche in Freundschaftsspielen gegen die Demokratische Republik Kongo und die Ukraine auflaufen. Mit Blick auf eine mögliche HSV-Zukunft wird das für ihn sehr spannend. Eine Entscheidung steht noch aus.
Für die Rückrunde wurde der HSV Grønbæk vom französischen Erstligisten Stade Rennes ausgeliehen. Der Däne verpasste verletzungsbedingt die Auftaktspiele und Wochen in Hamburg. Im Saisonfinale trat er in den Vordergrund. Grønbæk gehörte an den vergangenen sechs Spieltagen zur Startelf des HSV. Er überzeugte als Torschütze (ein Tor, zwei Assists) und zeigte, dass er auf dem Platz flexibel einsetzbar ist. Auf diese Qualitäten möchte die gesamte Hamburger Mannschaft auch in der kommenden Saison setzen.
Die Kaufoption für Grønbæk läuft am 31. Mai aus
Im Leihvertrag wurde mit Stade Rennes eine Kaufoption über fünf Millionen Euro vereinbart. Nach MOPO-Informationen gilt diese Klausel nur bis zum 31. Mai. Der HSV hat bis kommenden Sonntag Zeit, darüber zu entscheiden. Es gibt noch keinen klaren Trend.
Die Chancen, dass Grønbæk im Volkspark bleibt, werden derzeit auf 50 Prozent geschätzt. Das Problem: Der Kaufpreis ist für Hamburger eigentlich zu hoch. Stade Rennes bestand bisher darauf. Der 25-Jährige hat sich beim HSV zuletzt zu gut entwickelt. Auch die Tatsache, dass er nun erneut in die Nationalmannschaft berufen wurde, hat den Preis nicht gerade gesenkt.
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Die sportliche Leitung des HSV muss nun entscheiden: Wird die Klausel zurückgezogen – oder wird noch ein bisschen gepokert? Ab kommenden Montag werden die Hamburger den Fall nicht mehr selbst in der Hand haben. Im Zweifel wird Grønbæk die Länderspiele nutzen, um weitere Interessenten auf sich aufmerksam zu machen.
