DFB-Star Aleksandar Pavlovic gönnt sich in voller Stimmung eine Trinkpause – Fans dürfen ab sofort Flaschen ins WM-Stadion mitbringen. Foto: IMAGO/anke waelischmiller
Nach Kritik: FIFA erlaubt Fans, leere Wasserflaschen im WM-Stadion zu haben
Nach großer Kritik hat der Weltverband FIFA sein umstrittenes Verbot von Wasserflaschen für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko gelockert. Zuschauer dürfen nun eine kleine, volle Einwegflasche mit ins Stadion nehmen, wie FIFA-Geschäftsführer Heimo Shirgi am Freitag bekannt gab.
„Alle Fans dürfen zu jedem Spiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den USA und Kanada eine weiche, werkseitig versiegelte Einweg-Plastikwasserflasche mit 20 Unzen (590 ml) mitbringen“, sagte Shirgi. Allerdings sind „Mehrwegflaschen mit starrem Körper“ weiterhin verboten.
Experten warnen vor Hitzerisiken bei der Fußball-WM
Zwei Tage zuvor hatte die FIFA unter Berufung auf Sicherheitsbedenken angekündigt, nachfüllbare Flaschen gänzlich zu verbieten. Es folgte breite Kritik. „Es ist eine Abzocke. Warum sollte man eine Wasserflasche kaufen, wenn man sein Wasser einfach mitnehmen kann? Es ist billiger und besser für die Umwelt“, sagte die Bürgermeisterin von Toronto, Olivia Chow.
Bei der letztjährigen Klub-Weltmeisterschaft in den USA war es den Fans trotz sengender Hitze verboten, Wasserflaschen in die Stadien mitzunehmen. Experten warnen, dass die Fans aufgrund der bei WM-Spielen zu erwartenden Temperaturen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sein könnten. Ein letzten Monat von der Forschungsgruppe World Weather Attribution veröffentlichter Bericht kam zu dem Schluss, dass 26 der 104 WM-Spiele wahrscheinlich unter Bedingungen ausgetragen werden, bei denen die sogenannte globale Feuchtkugeltemperatur 26 Grad übersteigt – darüber besteht ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit von Sportlern.
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Die FIFA verwies auf Gegenmaßnahmen wie Vernebelungsanlagen, Trinkstationen, Kühlzelte und Ventilatoren. Abgefülltes Wasser werde im Stadion zu Preisen verkauft, „die denen anderer Veranstaltungen in den jeweiligen Stadien entsprechen“, heißt es in der Pressemitteilung. (sid/sil)
