Der Traum von Sensationsgier war in Dallas allgegenwärtig, doch er verwirklichte sich nie. Im zweiten Gruppenspiel sorgte ein toller Moment von Messi und sein zweites Tor in der Nachspielzeit dafür, dass Österreich mit 0:2 gegen Argentinien verlor.
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Teamchef Ralf Rangnick nahm für das erste Gruppenspiel gegen Jordanien drei Veränderungen in seiner Startelf vor. Diesmal spielte Kevin Denso von Beginn an in der Innenverteidigung und Philip Leinhart machte ihm Platz. Diesmal übernahm Paul Wenner die Rolle des Zehn. Konrad Lamar kehrte auf die Position des linken Verteidigers zurück und machte Platz für Philip Mayne. Michael Gregorish, der gegen Jordan überhaupt nicht zum Einsatz kam, bekam dieses Mal seine ersten Minuten seit Beginn der Weltmeisterschaft. Der Cheftrainer hat die Steirer offenbar in den Hintergrund gedrängt. Dank seiner Maske konnte Stefan Posch mit gebrochenem Kiefer spielen.
Messi verschoss den Elfmeter
Marcel Sabitzer erreichte zu Spielbeginn offiziell 100 Länderspiele. Augenblicke später wäre der Matchplan beinahe schon wieder über den Haufen geworfen worden. In der 4. Spielminute kam es im ÖFB-Strafraum zu einer heiklen Szene. Stürmer Lautaro Martinez wurde von Xavier Schlager und Posh gefangen. Nach Eingreifen des VAR entschied der Schiedsrichter auf Strafe. Eine echte Entscheidung, Posh schoss dem Shooting-König der Serie A in den Fuß. Lionel Messi – Wer sonst? – Den Ball gefangen. Diesmal mit einem zusätzlichen Zweck: Der verwandelte Elfmeter würde ihn zum erfolgreichsten WM-Torschützen aller Zeiten machen. Doch der Rekord von Miroslav Klose ist (bisher) nur ins Wanken geraten und gefallen. Für viele schoss der größte Fußballer aller Zeiten den Elfmeter von der rechten Seite des Tores. Wirklich unglaublich!
Es entwickelte sich ein Spiel, in dem erwartungsgemäß der amtierende Weltmeister die besseren Chancen hatte. In der 19. Minute rettete Torwart Alexander Schlager Messi mit einer Fußparade und in der 32. Minute erzielte er den Siegtreffer gegen Enzo Fernandez – Messis Nachschuss wurde von David Alaba geblockt. Aber Österreich blieb keineswegs verborgen. Ist eine wache Defensivleistung gefragt, versuchen die Rot-Weiß-Roten auch offensiv Akzente zu setzen. Doch die Südamerikaner kamen immer wieder in die Quere, etwa gegen Sabitzer (23.).
Kurz vor der Halbzeit läutete die Glocke. Messi musste etwas Geduld aufbringen, erzielte aber trotzdem sein Rekordtor. Facundo Medina bediente ihn ideal von links. Der aus dem Rückraum kommende Superstar ließ Schlager keine Chance und feierte das 17. WM-Tor seiner beeindruckenden Karriere und überbot damit Kloses Rekord.
Die zweite Halbzeit begann mit einer schönen ÖFB-Kombination, doch Saftzer verfehlte den Ball nach Zuspiel von Romano Schmidt. Es waren auch die Dortmund Legionäre (56.), die mit einem direkten Freistoß die bisher beste Chance des ÖFB hatten, doch Torwart Emiliano Martinez parierte. Nach 65 Minuten begrüßte Messi erneut das ÖFB-Tor, verfehlte es aber. Somit stand es weiterhin nur 1:0 und Österreich würde mit einem Tor wieder ins Spiel kommen. Doch nach einer Sebitzer-Flanke von links gelang Michael Gregorisch (66.) nicht der erhoffte Kopfball. Je nach Farbwechsel dreifach. Arnautovic, Prass und Friedl kamen erneut ins Spiel.
Messi machte in der letzten Minute den Deckel drauf
Die ÖFB-Auswahl tat ihr Bestes für den Ausgleich. Seit langem werden ihr gute Leistungen zugeschrieben. Bis zum nächsten „Messi-Moment“: In der fünften Minute der Nachspielzeit erzielte er den dritten Versuch zum 2:0.
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