Es ist eine ungewöhnliche Analogie. Wie die ehemalige steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnik, die in der ÖVP und darüber hinaus als Landesmutter galt, ist auch Elke Kahr ein Adoptivkind. Kahr war wie Klasnik die erste Frau in ihrem Amt: Klasnik war die erste Landeshauptfrau der Steiermark in der Geschichte, Kahr war die erste Bürgermeisterin der Stadt Graz.
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Und der KPÖ-Chef dürfte auch so bleiben. Nach einem völlig überraschenden Wahlsieg wurde sie 2021 erstmals vereidigt; Nach der gestrigen Wahl in Graz bestehen gute Chancen, dass er im Amt bleibt. Es bleibt unklar, wem der Gegenstand gehört.
Elke Kahr wurde im Alter von drei Jahren adoptiert
Als sie drei Jahre alt war, wurde Kahr von einer Verkäuferin und einem Schlosser adoptiert. Sie wuchs in der Tryster-House-Siedlung auf, die als rauer Ort galt und gilt. Kahr erzählt jedoch eine ganz andere Geschichte seiner Kindheit: soziale Herzlichkeit trotz wirtschaftlicher Armut, viel Freiheit und viel Grün inmitten von Gemeinschaftssiedlungen.
In diesem Zusammenhang ist ihr seit ihrer Kindheit ihr Hauptthema bekannt: ein bezahlbares und würdevolles Leben. Während andere den kommunalen Bau privatisieren wollten, waren Kahr und die KPÖ dagegen. Als SPÖ und ÖVP 2003 das Kulturhauptstadtjahr feierten, distanzierte sich die KPÖ von dem großen Kultur- und Stadtentwicklungsfestival, das Graz neues Leben einhauchen sollte, setzte aber ein Projekt durch: „Auch das ist Kultur: ein Badezimmer für jede Gemeindewohnung.“ Das Gemeinschaftsgebäude wurde modernisiert, sodass Flurtoiletten und Duschen der Vergangenheit angehören. Heute sagt Kahr: „Wir haben Substandards aus dem kommunalen Bau herausgeholt.“
Sozialarbeiter ersetzt Bürgermeister: „bewundernswert“
Dass sie eher Sozialarbeiterin als Bürgermeisterin sei, empfindet sie als „Kompliment“. Tatsächlich hält sie als Bürgermeisterin auch regelmäßig ihre Sozialsprechstunden ab – das große Erfolgsgeheimnis der KPÖ. Jeder kann ein persönliches Problem haben; Kahr und seine Kollegen werden helfen, wenn sie können. Oftmals als Begleiter durch den Bürokratiedschungel, oft aber auch mit direktem Geld.
Jeder in der KPÖ mit einem Nettoeinkommen von mehr als 2300 zahlt Geld in die Sozialkasse der Partei ein. Damit hat Elke Kahr seit 2005, als sie erstmals Stadträtin wurde, mehr als 1,3 Millionen Euro gespendet.
Spende schützt vor Kritik
Diese Spende schützt Sie vor Kritik. Dass er trotz der im Namen des Kommunismus an Millionen begangenen Verbrechen an dem Parteinamen KPÖ festhält? Reinigen Sie sie immer. „Die Grazer kennen ihre KPÖ“, resümiert Kahr, und davor hat niemand Angst. Mit anderen Worten: Sie haben nichts mit der großen Politik zu tun; Schließlich sind Sie Kommunalpolitiker.
Aber es wäre ein Irrglaube zu glauben, Kahr sei „nur“ ein sympathischer Sozialarbeiter. Wie alle in Führungspositionen der KPÖ ist sie theoretisch bestens ausgebildet. Kahr bezeichnet sich selbst als Marxist. Dass sie und andere in der Partei regelmäßig in die Welt blicken, sorgt oft für Kritik: Kuba als Vorbild, Tito, das Oberhaupt des ehemaligen jugoslawischen Staates, der politische Gegner einsperrte und einen Personenkult um sich selbst aufbaute, etc.? Kahr sagt gern, man müsse immer von der jeweiligen Zeit her schauen. Um schnell wieder auf lokale politische Themen umzusteigen.
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