Fast ein Jahr ist es her, dass McLaren einen der prestigeträchtigsten Erfolge in der Formel 1 feierte. Beim Heimrennen in Silverstone, dem Mekka des britischen Motorsports, feierte der Traditionsrennstall mit Lando Norris und Oscar Piastre einen atemberaubenden Doppelsieg. Vor allem für Englands künftigen Weltmeister ein Meilenstein, den er mit seiner Mannschaft ausgiebig feierte. Die Konkurrenz war durch die Dominanz von „Papaya“ frustriert und die Fans des Rennstalls konnten nicht aufhören zu jubeln.
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Ein Jahr später herrscht beim amtierenden Konstrukteurs-Weltmeister keine Partystimmung mehr. Nach den neuen Regeln ist das Team von Andrea Stella derzeit nur das viertstärkste Team. Hinter dem Duo Mercedes und Ferrari kämpfte McLaren in dieser Saison bisher mit Red Bull um den dritten Platz. Mit Spielbergs Updates stehen die Weltmeister unter großem Druck, wenn sie ihren Titel in diesem Jahr erfolgreich verteidigen können. Zur Konstrukteurswertung fehlen Mercedes bereits 143 Punkte. Warum ist das so? „Im Jahr 2026 wird die Formel 1 auf einem noch nie dagewesenen Niveau agieren. Die Entwicklung, sowohl was den Umfang als auch die Umsetzung auf der Rennstrecke betrifft, ist auf einem neuen Höhepunkt“, erklärte Teamchef Andrea Stella, der einen Verlust im Entwicklungsrennen befürchtet. Deshalb forderte er sein Team in Woking auch dazu auf, „die Intensität der Entwicklung zu erhöhen und effektiver zu liefern“.
Neuer Lack, altes Problem?
Leichter gesagt als getan. Im Rahmen der Ausgabenobergrenze haben Rennteams deutlich weniger Spielraum als in den vergangenen Jahren. Aktualisierungen müssen sofort erfolgen, um bei der Weltmeisterschaft wirklich einen Unterschied zu machen. Ferrari hat in diesem Zusammenhang gezeigt, wie es funktionieren kann. Bei McLaren hingegen freut man sich auf große Veränderungen am Auto aus Miami. In Silverstone ist zumindest der Lack des Autos neu. Neben dem fehlenden Abtrieb ist auch das Fahrgefühl der Mercedes-Antriebseinheit noch nicht zufriedenstellend. „Unser Abstand zum Mercedes beträgt im Schnitt drei bis vier Zehntelsekunden“, erklärt Stella.
Sie suchen immer noch nach Gründen für die mangelnde Leistung. Neben der Renngeschwindigkeit stehen die Briten auch vor einem viel größeren Problem: der Zuverlässigkeit. Fünfmal gelang es den Fahrern in dieser Saison nicht, die Ziellinie im Rennen zu erreichen. Oftmals, um im Titelkampf tatsächlich den Unterschied auszumachen.
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