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Das Problem mit dem verurteilten Hamburger Spieler spitzt sich zu: Der nächste Gegner streikt

    Das Problem mit dem verurteilten Hamburger Spieler spitzt sich zu: Der nächste Gegner streikt

    Nach UH-Adler verweigerte der nächste Gegner den Einsatz gegen den Bezirksligisten DSC Hanseat. Wie lange kann der Hamburger Fußball-Verband noch zuschauen?

    Die Geschichte um den Hamburger Regionalligisten DSC Hanseat spitzt sich weiter zu. Nachdem die UH-Adler am vergangenen Wochenende im Spitzenspiel der Saison 02 nicht zum Einsatz kamen, will der TSC Wellingsbüttel auch am Sonntag nicht an der Vogesenstraße spielen. Fon ist ein DSC-Spieler, der in Finnland zweimal wegen eines Sexualdelikts verurteilt wurde. Das Urteil ist noch immer nicht rechtskräftig und der Fußballer bestreitet den Vorwurf.

    Das an diesem Sonntag angesetzte Aufeinandertreffen zwischen Tabellenführer Hanseat und Tabellenachter TSC Wellingsbüttel wird wie bereits vor einer Woche mit einem 3:0 für den DSC enden. Das Fehlen wurde bereits auf dem offiziellen Ergebnisportal fussball.de vermerkt. Auch wenn die Dulsberger sportlich bisher überzeugt haben, hat die Mannschaft sicherlich kein Interesse daran, am grünen Tisch weitere Punkte zu sammeln.

    Ergänzende Stellungnahme von DSC Hanseat

    Hanseat vertrat am Donnerstag eine andere Haltung und beharrte erneut auf der Unschuldsvermutung. In der Stellungnahme machte der Verein erstmals auch den Namen des betreffenden Spielers öffentlich. Der ehemalige Profi aus Ghana wurde in Finnland in zwei Fällen wegen eines Sexualdelikts verurteilt. Der Spieler bestreitet den Vorwurf weiterhin.

    Laut DSC sieht sein finnischer Anwalt „gute Chancen auf ein anderes Strafmaß“, wenn erneut Berufung eingelegt wird. Die Frist dafür endet am 30. November. „Ob der Spieler diesen Schritt vollzieht, liegt nicht in der Verantwortung des DSC Hanseat. Andernfalls wird sich der Verein nach Ablauf der Frist von dem Spieler trennen“, heißt es in der Erklärung des Vereins. Bis dahin soll es weiterhin genutzt werden.

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    Gegner wollen nicht gegen Hanseat antreten

    Und genau das bereitet den gegnerischen Vereinen Sorgen. Aufgrund der Verurteilung durch zwei Gerichte sehen DSC-Gegner einen Konflikt mit ihren Werten, wie die Ersten Herren der UH Adler kürzlich mitteilten. Der TSC Wellingsbüttel hat sich noch nicht zum Nichterscheinen geäußert. Es ist nicht auszuschließen, dass in den kommenden Wochen weitere Vereine dem Beispiel ihrer Vorgänger folgen und damit auch den Hamburger Fußball-Verband zunehmend unter Druck setzen.

    Vor einer Woche forderte der Vorstand des Vereins den Ehrenrat auf, ein Verfahren gegen den verurteilten Sexualstraftäter in Finnland einzuleiten und ein vorübergehendes Verbot zu erlassen. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, ist dieser Prozess noch im Gange und der HFV hält sich darüber bedeckt. Dem Verband sind weiterhin die Hände gebunden.

    Der Hamburger Fußballverband steht unter Druck

    Die Verantwortlichen werden aber auch beobachten, inwieweit das Problem den Amateurfußball in Hamburg betrifft. In den Kommentaren aller Social-Media-Beiträge herrscht große Aufregung. Misstrauische DSC-Anhänger stehen zu ihrem Spieler, andere glauben, dass die Aktionen der anderen Vereine richtig waren. Laut jüngster Stellungnahme von Hanseat wurde die Kommentarfunktion vorsorglich abgeschaltet. Aber die Sache ist noch nicht abgeschlossen.

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