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Erzbergrodeo: Valentino Hutter: „Es gibt genug Leute, die ihre Grenzen nicht kennen“

    Erzbergrodeo: Valentino Hutter: „Es gibt genug Leute, die ihre Grenzen nicht kennen“

    Valentino Hutter stand vor drei Jahren beim Erzburgrodeo in der ersten Reihe und freute sich wie nie zuvor auf die Mammutaufgabe. Doch nicht nur das härteste Enduro-Rennen der Welt, für das er sich als Jüngster aller Zeiten qualifizierte, machte ihn nervös. Mit 15 und Nummer neun stand er neben Fahrern, deren Autogramme und Plakate er zu Hause hat. „Du stehst da unten in einem Kessel und da sind Tausende von Menschen auf einem riesigen Berg. Ich war zwischen Tristan Hart und Manuel Lettenbichler. Das Kamerateam kam immer wieder. Es war wirklich wild.“ Am Sonntag findet das Red Bull Rodeo statt und er will wieder ganz oben sein. In zwei Läufen des Prologs (Freitag und Samstag ab 9 Uhr) qualifizieren sich 500 Fahrer: „Wenn alles normal läuft, sollte ich es schaffen. Im Prolog ist es so schnell und gefährlich, dass man es nicht zu sehr riskieren sollte. Man sollte keine Angst haben.“

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    Realistisch gesehen ist ein Passspiel unerreichbar. Auch weil sein Training nicht auf Hard-Enduro ausgerichtet war. „Wer besteht, hat dafür jahrelang hart gearbeitet. Das geht nicht im Vorbeigehen und man braucht ein bisschen Glück“, sagt Hutter, der am Montag seine mündliche Matura an der HTL Weis (Wirtschaftsingenieurwesen) abgelegt hat. Aber einige Klassenkameraden schaffen es noch bis an den Streckenrand. „Es ist das größte Rennen der Welt in unserem Sport und alle Augen sind darauf gerichtet. Es ist eine brutal große Bühne. Wenn es hier gut läuft, kann man auf sich selbst aufpassen.“

    Seinen Namen verdankt er übrigens nicht Valentino „Dottore“ Valentino Rossi, sondern seinem italienischen Urgroßvater Valentino. Und ein bisschen italienisches Blut auf einem Motorrad ist nie verkehrt. „Vielleicht läuft es deshalb so gut“, sagt er und lacht. Doch die Rennstrecke reizt ihn nicht; Es bietet nicht genug Abwechslung. Erzbergrodeo ist endlos und hat längst anerkannte Schlüsselmomente. „Auch wenn man in der ersten Reihe steht, braucht man einen guten Start, sonst vergisst man es. Dann häuft sich das.“ Drei Passagen aus „Carl’s Dinner“ haben es in sich und auch „Chris’ Stony Party“ und „Udo’s Playground“ haben es in sich. „Die Felsen sind riesig und es geht auch bergauf.“ Aber wie heißt es so schön: Wer sein Moped liebt, der schiebt es. „Hard-Enduro ist einfach zu technisch. Man muss viel schieben oder tragen.“ Sein „GasGas EC300“ wiegt rund 110 Kilogramm.

    Dabei wird nicht außer Acht gelassen, dass auf einem Fahrrad immer ein gewisses Risiko besteht. „Ich wurde selbst schon ein paar Mal wild hin und her geworfen, aber zum Glück ist noch nichts Schlimmes passiert. Man muss sich des Risikos bewusst sein und es einschätzen können. Ich bin sehr gut darin und kenne meine Grenzen. Es gibt viele Leute, die ihre nicht kennen.“

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