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Favoriten mit Schwächen: Frankreichs Milliarden-Team und die Mbappé-Frage

    Favoriten mit Schwächen: Frankreichs Milliarden-Team und die Mbappé-Frage

    Mit einem Marktwert von rund 1,53 Milliarden Euro ist Frankreich das wertvollste Team der Weltmeisterschaft. Die „Equipe Tricolore“ führt die FIFA-Weltrangliste an, hat den aktuellen Weltfußballer Ousmane Dembélé und gilt erneut als Topfavorit. 2018 gewannen die Franzosen den Weltmeistertitel, und 2022 verhinderte nur eine atemberaubende Beinparade von Emiliano Martínez gegen Randall Kolo Muani, dass Argentinien seinen Titel verteidigen konnte. Klingt nach den besten Konditionen. Aber es ist nicht ganz einfach.

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    Die zentrale Frage lautet: Wird es Trainer Didier Deschamps gelingen, aus einer außergewöhnlichen Einzelklasse eine funktionierende Einheit zu machen? Der 57-Jährige wird alles schaffen. Die Weltmeisterschaft im Ausland ist sein lange beworbenes Abschiedsturnier. Französische Medien berichten seit Monaten darüber, dass Zinedine Zidane als sein Nachfolger in der Liste steht. Allerdings gibt es noch keine offizielle Zustimmung des Verbandes.

    Einmal Weltmeisterschaft, einmal Nations League

    Deschamps steht seit 2012 an der Seitenlinie und ist damit der dienstälteste Teamchef in der Geschichte Frankreichs. Er wurde 1998 als Spieler und 2018 als Trainer Weltmeister – eine Leistung, die vor ihm nur Mario Zagallo und Franz Beckenbauer gelang. Angesichts der enormen Qualität und der anhaltenden Favoritenrolle ist die Titelausbeute jedoch überschaubar. Außer dem Sieg bei der Weltmeisterschaft 2018 ist nur der Sieg in der Nations League 2021 aktenkundig.

    Fehlt also die viel zitierte Einheit? Fragt man PSG-Trainer Luis Enrique, ist die Antwort klar. Sein Stichwort: Kylian Mbappé. Die Zusammenarbeit in Paris verlief harmonisch. Mbappés mangelnde Defensivarbeit und seine Tendenz zu Alleingängen galten als heiße Themen. Als der Stürmer 2024 ablösefrei zu Real Madrid wechselte, sagte Enrique: „Ohne ihn werden wir besser dran sein.“ Anschließend gewann Paris zweimal in Folge die Champions League – und gab dem Spanier recht.

    Luis Enrique schlägt Mbappe:

    Im Gegensatz dazu gewann Real 2022 und 2024 ohne Mbappe die Königsklasse. Und nun mit dem 27-Jährigen? Niemand Was dazu führte, dass Real- und PSG-Fans den Stürmer als alleinigen Schuldigen für alles betrachteten. Die Zahlen sprechen für den 27-Jährigen. Er erzielte in der vergangenen Saison 42 Tore für Real, nur Harry Kane erzielte im Europapokal mehr. Mbappé war mit fünf Toren und drei Assists auch Frankreichs produktivster Offensivspieler in der WM-Qualifikation.

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    Ein mögliches Geschwisterduell bei der WM

    Es ist nur ein Teil eines Angriffs, der seinesgleichen sucht. Neben Mbappé sorgen Dembélé, Désiré Doué und Bayern-Star Michael Olise für Angriffskraft. Das Quartett hat einen Marktwert von rund 550 Millionen Euro – doppelt so viel wie der gesamte WM-Kader Österreichs.

    Insbesondere Doué stand in letzter Zeit im Rampenlicht. Der heute 21-Jährige glänzte mit zwei Toren beim 5:0-Sieg von PSG über Inter Mailand im Champions-League-Finale. Auch bei der WM könnte es zu einer Geschwisterrivalität kommen: Bruder Guella wird für die Elfenbeinküste spielen.

    Steht Ollis nicht zum Verkauf?

    Die Ergebnisse von Michael Ollis lesen sich eindrucksvoller. Der Bayern-Flügelspieler erzielte in der vergangenen Vereinssaison 31 Tore – die besten im Weltfußball. Hatte außerdem 21 Eigentore. Zuletzt überzeugte er mit einem Triplepack beim 3:1-Sieg über Nordirland. Entsprechend groß ist das Interesse europäischer Spitzenklubs. Bayern-Präsident Herbert Hainer stellte jedoch klar: Olis sei „natürlich unverkäuflich“.

    Viele große Namen

    Natürlich beschränkt sich der Star-Faktor nicht nur auf Kriminalität. Mike Mignon (Mailand) steht im Tor, Deyot Upamecano (Bayern) und William Saliba (Arsenal) verteidigen. Theo Hernandez (Al-Hilal) und Jules Kaunde (Barcelona) besetzen die Flügel, während Adrien Rabiot (Milan) und Aurelien Choumaeni (Real Real) im defensiven Mittelfeld die Fäden in der Hand halten.

    In Frankreich mangelt es nicht an großen Namen. Aber die Weltmeisterschaft wird nicht von einer Gruppe von Einzelpersonen gewonnen, sondern von einer Mannschaft. Den ersten Beweis dafür muss die „Equipe Tricolore“ am Dienstag um 21 Uhr im Eröffnungsspiel gegen Senegal erbringen.

    Frankreichs Startelf im letzten Freundschaftsspiel

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