Bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika wurden umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. ÖFB-Sicherheitschef Himo Krause bereitet den Verband gut vor. Zwei österreichische Polizisten sind stets in der Nähe der Mannschaft und begleiten sie nicht nur in ihrem Quartier in Kalifornien, sondern auch an allen Spielorten. „Das ist eine tolle Bestätigung“, bestätigte Krause. „Wir sind sehr gut aufgestellt und freuen uns auf die Umsetzung der geplanten Maßnahmen.“
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Der ÖFB selbst hat zwei Sicherheitskräfte vor Ort: Krause und Rami Khasraf. Zu diesem Zweck erhält jedes teilnehmende Land von der FIFA einen „Team Security Liaison Officer“ (TSLO), der als Bindeglied zu den lokalen Behörden fungiert – beispielsweise um Polizeieskorten und den örtlichen Sicherheitsdienst zu koordinieren. Im Falle des ÖFB-Teams ist er ein pensionierter stellvertretender Polizeipräsident mit viel Erfahrung. Zwei Mitarbeiter des österreichischen Innenministeriums sind zudem als Verbindungsbeamte im für die Hauptveranstaltung eingerichteten International Police Coordination Center (IPCC) in den USA tätig.
Familienbesuche sind nicht ausgeschlossen
Besuche bei Familie und Freunden von Spielern sollen trotz hoher Sicherheitsstandards möglich sein. „Wir sind nicht so unterschiedlich“, erklärte Krause. In den Teamquartieren des noblen Ritz-Carlton Baccarat in Goleta, nahe Santa Barbara, trifft man auch andere Hotelgäste. „Wir haben die Anlage nicht nur für uns alleine.“ Dies gilt auch für Mannschaftshotels an Spielorten. Laut Krause gibt es für jedes Team eigene Etagen, die nur von ihnen betreten werden können und die mit Sicherheitspersonal besetzt sind.
Auch die Trainingsstätte vor und während der Gruppenphase, das Harder Stadium an der University of California Santa Barbara (UCSB), ist nur dem ÖFB-Team zugänglich. Obwohl der normale Universitätsbetrieb weiterläuft, ist das Stadion mit einer Kapazität von 17.000 Zuschauern rund um die Uhr eingezäunt und gesichert. „Niemand darf eintreten“, erklärte Krause – mit Ausnahme des Mannschaftsbusses, der direkt einfährt, und akkreditierten Personen. Sicherheitspersonal wird von der FIFA in Zusammenarbeit mit der Universität gestellt.
Außerdem veranstaltet die Universität am Freitag (5. Juni, 20:00 Uhr MESZ) die einzige öffentliche Schulung für Österreicher in Nordamerika. „Wir hoffen, dass viele Studierende kommen“, sagte Krause. 26.000 sind an der UCSB eingeschrieben und Krause befürchtet keine Beeinträchtigung des laufenden Betriebs. „Vielleicht ist es sogar positiv, wir sind dort herzlich willkommen.“ Über mögliche Abschlussfeierlichkeiten wollen sich David Alaba und Co. jedoch nicht allzu sehr Gedanken machen; Ihre Unterkunft ist weniger als 15 Minuten mit dem Bus entfernt.
Was ist, wenn Trump auftaucht?
Laut Krause sei die Sicherheit höher als bei anderen Turnieren. Sollten US-Präsident Donald Trump oder andere Regierungsmitglieder bei den Spielen auftreten, dürften die Maßnahmen härter ausfallen. „Das Team wird nicht groß aufpassen, sondern wie gewohnt mit Polizeieskorte von A nach B reisen“, erklärte Krause. Fans müssen mit längeren Zugangsbeschränkungen rechnen. „Jede Erhöhung des Sicherheitsniveaus in den Stadien kann eigentlich nur allen zugute kommen.“
Laut ÖFB werden bei den drei Spielen gegen Jordanien, Argentinien und Algerien mehr als 4.000 organisierte Fans vor Ort sein – allerdings werden sie voraussichtlich nicht alle im Riesenoval zusammen sein. „Wir werden wahrscheinlich nicht die Fankurve haben, die wir von der letzten EM kennen“, sagte Krause.
Auf ÖFB-Seite werden sich zwei Fanvertreter um die Belange der österreichischen Fans kümmern. Das Außenministerium und der Fußballverband empfehlen allen Reisenden, ihre Reise anzumelden. Österreichische Behörden haben außerdem eine US-Notrufnummer (+1-202 895 67 95) eingerichtet, die rund um die Uhr erreichbar ist.
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