Ein paar Tage sind vergangen, und doch ist die Spannung noch immer spürbar, als Donovan Pines über das WM-Auftaktspiel der USA gegen Paraguay (4:1) spricht. „Es war eines der besten Spiele für das US-Team seit langer, langer Zeit“, sagt der GAK-Profi. Der Verteidiger verfolgte das Spiel in Los Angeles nicht im Fernsehen. Er selbst war im Stadion. „Ich muss zugeben, dass es für mich etwas bittersüß war. Natürlich möchte man selbst auf dem Platz stehen.“ Der 28-Jährige hat zweimal für die US-Nationalmannschaft gespielt, zuletzt jedoch vor fünf Jahren. „Ich persönlich kenne einige der Spieler, die im Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft gespielt haben. Mit einigen habe ich gespielt und andere kenne ich seit meiner Kindheit als Gegner“, sagt Pines. „Es war ein wenig surreal, ihn auf der größten Bühne zu sehen. Es war ein wunderschöner Tag mit einem wunderschönen Ergebnis.“
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Pines mischte sich unter das Publikum mit Freunden und Familie. „Ich wollte inkognito sein, aber ich wollte auch mein eigenes Nationalmannschaftstrikot tragen“, sagt der 1,96 m große Defensivspieler und lacht. Also zog sie ihr Pines-Kleid Nummer vier an. „Denn es ist einfach eine Ehre, so ein Trikot zu besitzen. Es war auch schön, dass mich einige Fans erkannt und mit mir gesprochen haben.“
Eine weitere Nachricht wurde gestern Abend nach Seattle geschickt, wo das US-Team heute (21 Uhr MESZ) auf Australien trifft. Motivierende Worte für ehemalige Teamkollegen? „Nein, ich werde Jacob Italio schreiben und ihm alles Gute wünschen. Ich freue mich, dass er bei der Weltmeisterschaft spielt.“ Pines‘ GAK-Teamkollege spielte 73 Minuten im ersten Spiel Australiens gegen die Türkei beim 2:0-Sieg. „Ich kann jedem Fußballfan empfehlen, sich dieses Spiel anzuschauen. Es wird ein enges Spiel, bei dem es hin und her gehen wird. Ich glaube an ein 1:1 oder 2:2.“ Beide Teams können wohl dranbleiben, mit vier Punkten stehen sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der K.-o.-Runde. „Natürlich möchte ich mir das Spiel mit Freunden ansehen. Aber ich freue mich auch, dass ich wieder in Graz bin. Ich vermisse es hier.“
Und schließlich klärte der US-Amerikaner die Frage aller Fragen, die bei dieser WM gestellt wurden. Heißt es „Fußball“ oder „Fußball“? „Ich bin seit über zwei Jahren in Europa. Für mich heißt es definitiv ‚Fußball‘. Fußball ‚Fußball‘ zu nennen, macht für mich keinen Sinn.“ Und doch würde er alles dafür geben, wieder in der US-amerikanischen Herren-Fußballnationalmannschaft zu sein. „Ich kann sowieso nur mein Bestes geben. Vielleicht werde ich dann noch einmal angerufen.“
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