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Geht er oder bleibt er? Wovon hängt Königsdörffers Entscheidung für den HSV ab?

    Geht er oder bleibt er? Wovon hängt Königsdörffers Entscheidung für den HSV ab?

    Dass gegen den SC Freiburg (hier Philipp Treu, rechts) das letzte Heimspiel des HSV für Ransford Königsdörffer war? Foto: imago/Philipp Szyza

    Geht er oder bleibt er? Wovon hängt Königsdörffers Entscheidung für den HSV ab?

    Merlin Polcin arbeitet vor dem Spiel gegen Freiburg hart. Der HSV-Trainer nutzte eine Frage zu Ransford Königsdörffer, um sich öffentlich für eine Vertragsverlängerung des Stürmers einzusetzen. „Ich werde auf jeden Fall dafür arbeiten“, betonte Polzin, bevor er die Königssdorfer zum 33. Mal in dieser Bundesliga-Saison auf den Platz schickte. Das kann kein anderer HSV-Profi von sich behaupten – nicht einmal die Differenzspieler Luka Vuskovic und Fabio Vieira, die am Sonntag unter Standing Ovations kurz vor Schluss ausgewechselt wurden. Königsdörffer hingegen spielte. Aber war das sein letzter Auftritt im Volkspark?

    Die Zukunft des 24-Jährigen ist vor dem letzten Saisonspiel am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) in Leverkusen noch völlig offen. Die Chancen stehen bei 50:50, noch kein Trend, heißt es. Königsdörffers Vertrag beim HSV läuft in anderthalb Monaten, am 30. Juni, aus. Und am Sonntagabend, nach dem gemeinsamen Besuch der Männer-Profis beim Frauenspiel gegen die Bayern im Volkspark (14 Uhr), kann sich der Stürmer in den Urlaub verabschieden.

    Für die Zukunft des Königsdörffer-HSV gibt es noch keinen Trend

    Wie lange das anhält, hängt davon ab, ob der neue Ghana-Trainer Carlos Queiroz (73) den Königsdorfer zur WM mitnimmt. Ende März gegen Österreich (1:5) kehrte der Königsdorfer nach 16 Monaten in die A-Nationalmannschaft zurück, obwohl er noch unter der Leitung von Ex-Trainer Otto Ado (50) stand. Im Volkspark kann er sich der Unterstützung seines Trainers sicher sein. Polzin ist ein großer Fan von Königsdörffer, der nach dem Aufstieg sofort eine zentrale Rolle im veränderten Spielsystem einnahm.

    Die HSV-Verträge von William Mikelbrencis (l.) und Ransford Königsdörffer laufen aus.

    „Rancy hat in der Bundesliga einen herausragenden Job gemacht“, lobte der HSV-Trainer am Freitag. „Es war eine fantastische Saison von ihm.“ Polzin schmäht Königsdörffers Wert für die Mannschaft nicht auf seine nur sechs Tore in allen Wettbewerben. Er schätzt die Power, die Schnelligkeit und das Startverhalten des gebürtigen Berliner Running Backs – und möchte diese Qualitäten auch in Zukunft nicht missen. „Rancey und ich stehen in einer klaren Kommunikation. Er weiß, was in mir steckt und er weiß auch, was ich von ihm brauche“, erklärte Polzin. „Dann hoffe ich, dass wir gemeinsam eine gute Lösung für die Zukunft finden.“ Ob das passieren wird, bleibt unklar.

    HSV-Trainer Polzin setzt sich für eine Vertragsverlängerung ein

    Königsdörffer nahm die leidenschaftliche Bitte seines Cheftrainers wahr. Aber er hat Polzin im Vorfeld auch hoch eingeschätzt. Während der siebenmalige A-Nationalspieler im Laufe der Saison immer wieder ins Visier der Fans geriet, manchmal auch unter der Gürtellinie, verteidigte Polzin ihn und gab ihm unerschütterliches Selbstvertrauen. An der Beziehung zwischen Spieler und Trainer gibt es nichts zu kritisieren. Die Stundenangaben stimmen allerdings. Allerdings ist sich Königssdorfer noch nicht im Klaren darüber, ob er bleiben und damit seinen Vertrag verlängern will.

    Dies ist eine strategische Entscheidung. Eigentlich wollte Königsdörffer letztes Jahr gehen, doch sein Wechsel zum OGC Nizza scheiterte an einer Kniezerrung – was aus heutiger Sicht überraschend erscheint, da er danach kein einziges HSV-Saisonspiel verpasste. Zuletzt hatte Königsdörffer im Februar ausführlich über seine Situation gesprochen. „Es ist noch alles offen. Ich weiß es noch nicht. Es könnte so oder so ausgehen“, sagte er und betonte, was er nie verheimlicht hat: „Ich würde gerne irgendwann im Ausland spielen.“ Wird es diesen Sommer passieren? Ein Jahr zu spät? Wenn nicht in Südfrankreich, dann woanders?

    Der Traum vom Umzug ins Ausland – eine Frage der Alternativen

    Es ist eine Frage der Alternativen. Der HSV würde Königsdörffer gerne behalten, doch die Spieler warten noch ab, welche Optionen sich eröffnen. Welche Adressen ernsthaft in Betracht gezogen werden, hängt auch davon ab, wie das Saisonfinale in den europäischen Ligen verläuft. Welche potenziellen Spieler werden nächstes Jahr in Europa spielen? Welcher Verein sichert sich den Klassenerhalt und kann mit guten Fußballaussichten locken? Den Chancen des HSV dürfte der Verbleib der Hamburger in der Liga nicht geschadet haben – Königsdörffer sagte schon vor drei Monaten: „Die Bundesliga ist auf jeden Fall besser als die 2. Liga.“

    Polzin hielt seine Mannschaft im deutschen Oberhaus. Und auch in der neuen Saison möchte er auf Königsdörffer setzen, lobte ihn jüngst: „Es hat ein paar Jahre gedauert, bis Ransi richtig in Fahrt gekommen ist.“ Für weitere Gespräche zwischen Spieler und Trainer besteht wohl kein Bedarf. Denn Königsdörffer kennt Polzins klare Position. Allerdings werden seine Berater bald wieder mit Sportdirektor Klaus Costa zusammentreffen. Nach Informationen von MOPO gibt es hierfür noch keinen konkreten Termin. Dies kann auch während des (Kurz-)Urlaubs des Stürmers eingeplant werden.

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    In allen Lagern herrscht weiterhin Frieden. Der HSV muss keine Frist setzen, bis zu der Königsdörffer eine endgültige Entscheidung treffen muss. Der Volkspark hält die Änderungsgründe für legitim. Schließlich steht der Königsdorfer seit fast vier Jahren in Hamburg unter Vertrag und möchte nun möglicherweise den nächsten Schritt in seiner Karriere anstreben. Die Bosse zollen dem Spieler viel Anerkennung dafür, dass er in dieser Hinsicht immer unvoreingenommen agiert – und dass er auf dem Spielfeld nicht frustriert wird, obwohl die Frage seiner Zukunft ungeklärt ist. Im 34. Spiel kommt Königsdörffer zu seinem 34. Einsatz.

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