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Gemeinsam reifen: Turniererfahrung fließt in das ÖFB-Team ein

    Gemeinsam reifen: Turniererfahrung fließt in das ÖFB-Team ein

    Die folgende Szene wurde kürzlich während eines ÖFB-Trainings gesehen. Der Kürze halber wurden die Feldspieler in eine jüngere und eine ältere Hälfte aufgeteilt. Obwohl die Routiniers Marko Arnautovic, David Alaba, Marcel Sabitzer und Florian Grilitz nicht dabei waren, musste sich Marko Friedl den einen oder anderen Spruch anhören, denn als Jüngster der „alten“ Truppe musste er in der Mitte bleiben. Im Alter von 28 Jahren.

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    Wenn Sie nicht glauben, dass die Nationalmannschaft zur Routine geworden ist, sind Szenen wie diese eine Erinnerung. Einen Boom im ÖFB-Trikot erleben die „jungen Wilden“ derzeit nicht. Schauspieler, die ihren 30. Geburtstag gefeiert haben oder nicht lange darauf warten müssen, dominieren das Geschehen.

    Ein angenehmer Nebeneffekt ist die Tatsache, dass die aktuelle Gruppe über eine gewisse Erfahrung verfügt und teilweise schon seit Jahren zusammenarbeitet. Über die Jahre war Österreich auf der Jagd nach der nötigen Turniererfahrung, die aktuelle Auswahl hat sie. Zumindest auf EM-Niveau. 20 der 25 Kadermitglieder haben mindestens eine Europameisterschaft erlebt, 18 davon haben auch Einsatzzeit gesammelt. Für die diesjährigen Debütanten Florian Wiegel, Paul Waner, Karne Chukwuemeka und David Effengruber sowie Michael Svoboda ist das völlige Neuland ein Hauptereignis.

    Zusammen mit Sabitzer und Arnautovic erlebten die beiden Routiniers 2016, 2021 und 2024 europäische Endrunden, wobei Sabitzer auch in allen elf möglichen Spielen zum Einsatz kam. Eine Ehre war Arnautovic aufgrund seiner Sperre für 2021 infolge des Duells mit Nordmazedonien nicht vorbehalten. Doch der Rekordnationalspieler hat immerhin zehn EM-Spiele auf dem Buckel.

    Hätte Alaba als aktiver Spieler an der EM 2024 teilgenommen, hätte er auch gute Chancen auf den Aufstieg in die Regionen gehabt, doch ein Kreuzbandriss verhinderte dies. Kapitäne können auf Erfahrungen aus mindestens sieben EM-Spielen zurückgreifen. Zusammen mit Alessandro Schoep sicherten ihm vier Überbleibsel im Finale 2016 einen Platz im Kader.

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    Der Kern des Kaders besteht aus Spielern, die die letzten beiden Europameisterschaften erlebt haben. 13 Teammitglieder waren 2021 unter Franco Foda bereits dabei, davon 14 in der Premier League von Ralf Rangnick im Jahr 2024 – eine Zahl, die noch höher gewesen wäre, wenn neben Alaba nicht auch die EM-Fahrer von 2021, Alexander Schlager, Xaver Schlager und Sasa Kalajczyk, aufgrund von Ausfällen in Deutschland gefehlt hätten.

    Die einzigen aktuellen Teammitglieder, die das Turnier erlebt, aber kein Spiel bestritten haben, sind Alexander Schlager und Friedl. Beide dienten 2021 als Reservisten. Allerdings ist es sicherlich kein Nachteil, sich einen Eindruck aus erster Hand vom Turnier zu verschaffen. Bei der WM sollte Schlager als designierte Nummer eins sein Finaldebüt geben.

    Inwieweit kann die Weltmeisterschaft auf den Erfahrungen der Europameisterschaft aufbauen? „Natürlich gibt es einige Ähnlichkeiten zur Europameisterschaft. Es gibt auch das Turnierformat, die Gruppenphase und dann die K.-o.-Duelle, bei denen man weiterkommen oder nach Hause gehen muss“, sagt Konrad Lemmer und nennt Erfahrungen, auf die man zurückgreifen kann: „Wir haben viele Spieler, die das in Deutschland im Jahr 2024 oder in einer bestimmten Situation schon erlebt haben.“

    Romano Schmid prognostiziert, dass die WM etwas anders wird: „Aber das werde ich jetzt wissen.“ Allerdings wird das ÖFB-Team mit Lamar, Alaba, Arnautovic oder Sabitzer über genügend Spieler verfügen, die mit den großen Bühnen des Fußballs vertraut sind: „Das Niveau, auf dem sie spielen, ist etwas Besonderes. Man kann uns ein bisschen über den Druck in bestimmten Situationen erzählen. Ich denke, das ist auf dem Niveau einer Weltmeisterschaft.“

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    Laut Lemmer hat die Nationalmannschaft bei diesem Turnier nur ein Ziel: „Gemeinsam wollen wir der ganzen Welt zeigen, wie gut ein kleines Land wie Österreich Fußball spielen kann und was für Leute wir haben. Wir werden alles geben, um es zu erreichen.“ Dabei spielt es keine Rolle, ob die Mannschaft ältere oder etwas jüngere Spieler hat.

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