Die Graz 99ers haben es geschafft, sie sind zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte Meister der ICE Hockey League. In Bruneck besiegten die Steirer das Pustertal mit 6:2 und feierten damit den zwölften Sieg im zwölften Play-off-Spiel. Selbst dem sonst so harten Kapitän Korbinian Holzer fehlten die Worte. „Das Team ist großartig. Ich kann nicht genug darüber sagen, ich bin so stolz auf die Spieler, das Betreuerteam und alle, die in den letzten zwei Jahren dazu beigetragen haben, dass dies möglich wurde.“ Es ist der erste Meistertitel nicht nur für die 99ers, sondern auch für den 38-jährigen Führungsspieler mit NHL-Erfahrung. „Jetzt trinke ich jedes alkoholische Getränk, das mir in den Weg kommt“, verkündete der Veteran.
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große Freude
Manuel Ganahls Haare waren kurz nach der Trophäenübergabe in Champagner getränkt. „Pustertal hatte eine brutale Saison und stand verdient im Finale, aber am Ende des Tages sind wir eine brutale Mannschaft. Wir sind immer besser geworden und haben uns gnadenlos weiterentwickelt“, sagte der 35-jährige Vorarlberger. Michael Scheichl aus dem Murtal nahm kein Blatt vor den Mund: „Wir haben in den letzten Jahren viel durchgemacht, in Graz haben wir alles erlebt. Herbert Jerich Seitdem wir dort sind, ist alles organisiert, alle haben alles auf dem Eis gelassen, das war unser großes Ziel, das ist unglaublich.“ Nicht nur das Geld war ausschlaggebend dafür, den Titel endlich wieder nach Graz zu holen. „Wir haben die richtigen Spieler geholt, jeder kämpft für den anderen, wir waren immer positiv gestimmt. Jetzt haben wir den Lohn geerntet. Dass wir mit Graz den Titel gewinnen würden, hätte ich mir nie träumen lassen.“
Geschäftsführer Bernd Vollmann sprach von „einer gewissen Zufriedenheit. Wir sind seit 2012 mit der Hauptmannschaft hier und haben ewig gekämpft … Jetzt den Pokal in die Höhe zu heben, ist einfach großartig.“ Und selbst Trainer Dan Lacroix, der in den letzten Wochen stets zur Demut aufgerufen hatte und diese einfach von Spiel zu Spiel mitnehmen wollte, zeigte sich direkt aus seinem Schneckenhaus. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs und freue mich sehr für sie. Sie so feiern zu sehen, nach einer Serie wie dieser, in der wir kein Spiel verloren haben. Nur zwei Mannschaften vor uns sind ohne Niederlage durch die Play-offs gekommen. Das wird ihnen immer so bleiben. Das zeigt einfach, wie gut sie sind.“
Party in der Innenstadt
Am Sonntag findet in Graz die große Meisterfeier statt – ab 14 Uhr. Im Stadtzentrum. „Es wird ein Spektakel, das haben sie verdient. Andreas Gablier wird auch singen“, sagte Herbert Jerich, der ankündigte: „Heute wird es keinen Schlaf geben.“ Der betreffende Gabellier schwärmte in Bruneck: „Das ist großartig! Du hast so hart gekämpft und es so sehr verdient. Jetzt muss ich unbedingt auftreten. Meisterklasse, wir kommen!“ Ehefrauen von Spielern, Familienmitglieder, Fans: Eine große Delegation in Orange betrat das vierte Endspiel. Jeder wollte dabei sein, als der historische erste Titel gesichert wurde. Kurz vor Spielende waren auch Maxime Legassie, Kilian Zandel und Co. in voller Montur, obwohl sie nicht im Team waren. Im Tor spielte erneut Real-Ersatztorwart Nico Wieser. „Ich bin sehr dankbar, dass wir die Krone gewonnen haben. Und ich freue mich sehr für Nico“, sagte Ganahl. „Man muss sich vorstellen, wie hart es mental sein muss. Wie gut er von Anfang an gespielt hat. Und ich freue mich auch sehr für Corby Holzer. Er war von Anfang an der Kapitän und hat sein ganzes Herzblut hineingesteckt. Es ist großartig, dass er diese brutale Karriere auf einem Höhepunkt beenden kann.“
Einer der Architekten des Meisterschaftsteams war Sportdirektor Philip Pinter. „Wenn ich ehrlich bin, habe ich in vier Spielen nicht daran geglaubt, dass wir das Finale gewinnen würden. Die Art und Weise, wie wir dieses Mal die Kontrolle über das Spiel zurückerlangt haben, war beeindruckend. Es hat sich die ganze Saison über gezeigt, dass alle zusammengehalten und an einem Strang gezogen haben. Das Team und seine Begleiter verließen das Eis kurz vor Mitternacht; Jeder wollte das perfekte Selfie machen. Und während Herbert Jericho mit den Worten „Ohhh, wie schön“ vom Eis tanzte und Coach Lacroix fröhlich an einer Meisterschaftszigarre zog, schlüpften Holzer und seine Tochter durch das Konfetti auf dem Eis. Und dann verkündete der Partylöwe: „Ich glaube, in Graz warten noch ein paar auf uns. Den Bunker müssen wir auch abreißen.“
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