„Das Thema sollte überhaupt nicht thematisiert werden“, meint Manuel Neuer. Foto: picture Alliance / Gonzales Photo/Inaki Esnaola | Foto von Gonzalez/Inaki Esnaola
Großer Termin am Samstag: Wann wird Neuers Weltmeisterschaft entschieden?
Julian Nagelsmann ist keiner, der große Auftritte scheut. Am Samstagabend hat er eins, der Bundestrainer ist zu Gast im aktuellen Sportstudio des ZDF, nachdem er das Bundesligaspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem FFB Stuttgart besucht hat. Spätestens dann muss er sich zu einem Bericht des „Kicker“ äußern und die Frage stellen: Denkt er wirklich darüber nach, Manuel Neuer zur WM mitzunehmen?
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte bis Montagabend Zeit, der FIFA eine Liste mit bis zu 55 potenziellen WM-Kandidaten vorzulegen, darunter mindestens fünf Torhüter. Am 21. Mai wird Nagelsmann den 26-köpfigen Kader für die Weltmeisterschaft in Frankfurt am Main benennen. Und bei diesem auch neu? „Es mehren sich die Anzeichen“, schreibt der kicker nun, „dass das passieren könnte.“
Man könne davon ausgehen, heißt es in der Fachzeitschrift, dass in der Liste der 55 möglichen WM-Teilnehmer im Torwartbereich „auch Neuyers Namen enthalten sind“, außerdem die von Oliver Baumann, Alexander Nübel, Finn Dammen und Jonas Urbig, Neuers designiertem Nachfolger beim FC Bayern. Das will auch BR24 wissen.
Im Fall Neuer: Wird es so kommen wie bei Kroos?
Im Fall von Neuer könnte dies eine Vorsichtsmaßnahme sein – bei Verletzungen können nur Spieler aus der 55er-Gruppe nominiert werden. Einen Verdacht, dass er Neuer zurückholen könnte, hat Nagelsmann allerdings noch nicht geäußert, wie auch Sky nach dem „Kicker“-Bericht wissen wollte.
Allerdings ist es schon vorgekommen, dass der Bundestrainer auf der großen Bühne gerne ein Kaninchen aus dem Hut zaubert. Im Dezember 2023 bezeichnete er im Sportstudio die Rückkehr von Toni Kroos als „interessanten Gedanken“ – der Regisseur sei tatsächlich zur Heim-EM 2024 zurückgekehrt.
Allerdings deuten die bisherigen Aussagen der beiden Beteiligten dieses Mal nicht auf eine Trendwende hin. „Noch einmal: Manu ist aus freien Stücken zurückgetreten, das hat er mehrfach wiederholt, und deshalb hat es wenig Sinn, ständig darüber zu diskutieren“, betonte Nagelsmann kürzlich bei MagentaTV. Neuer sagte nach seiner Champions-League-Gala in Madrid: „Es ist überhaupt nicht nötig, das Thema anzusprechen.“ Der 40-Jährige sagte, er habe alles gesagt und konzentriere sich nun „hier auf den FC Bayern“.
Neuer steht kurz vor einer Vertragsverlängerung
Offenbar wird Neuer dort in den kommenden Tagen seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängern – ob er im Sommer trotz seines Rücktritts aus der Nationalmannschaft im Jahr 2024 seine fünfte WM-Endrunde bestreiten wird, wird beim DFB nach innen „weitaus intensiver und kontrovers diskutiert, als es der Bundestrainer nach außen hinstellen kann“, so der Kicker. Auch die Bayern „sind sich dessen bewusst“.
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Nicht nur in München, auch beim DFB weiß man, wozu Neuer fähig ist. „Ich bin immer noch der Meinung, dass es ihm sehr gut geht, dass er ein sehr guter Torwart ist“, sagte Nagelsmann im März. „Aber“, betonte der Bundestrainer damals, „mit Olli Baumann haben wir auch einen Ausnahmetorwart.“ (sid/tb)
