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„Ich bleibe, bis es klappt!“ Boldt startet bei Hannover – und zieht Vergleich mit dem HSV

    „Ich bleibe, bis es klappt!“ Boldt startet bei Hannover – und zieht Vergleich mit dem HSV

    Das Beste: Nach zweijähriger Pause will der ehemalige HSV-Boss Jonas Bold Hannover 96 auf den Aufstieg vorbereiten. Foto: imago/Beautiful sports

    „Ich bleibe, bis es klappt!“ Boldt startet bei Hannover – und zieht Vergleich mit dem HSV

    Er kam zurück. Zwei Jahre nach seinem Abschied vom HSV will Jonas Bold Hannover 96 als Sportdirektor zurück in die Bundesliga führen. Eine Aufgabe, für die der 44-Jährige viele Ideen aus seiner Zeit in Hamburg mitnimmt. Boldt will 96 wieder groß machen und sportlich bald mindestens auf Augenhöhe mit dem HSV sein.

    Diesmal will er es durchziehen. Bei seiner 58-minütigen Präsentation in der Heinz von Heiden Arena erinnerte Boldt daran, dass er nach fünf Jahren beim HSV (2019 bis 2024) kurz vor der Aufstiegssaison seinen Chefsessel räumen musste. Ein Erfolg, den er nun mit Hannover wiederholen will. „Ich kann nicht versprechen, dass wir aufsteigen, aber das wird die Motivation sein“, sagte Boldt und fügte lächelnd hinzu: „Und dieses Mal bleibe ich, bis es klappt.“

    Föhler rät Bold, den Job in Hannover anzunehmen

    Zuletzt wurde Bold als „Senior Advisor“ beim Beratungsunternehmen projectFIVE aufgeführt und kehrt nun zum Vereinsfußball zurück. Nachdem es zuletzt nicht zu einer Einigung mit dem FC Kopenhagen kam, bekam 96 seinen Vertrag. Auch weil DFB-Direktor Rudi Föhler ihm dazu geraten hat. Vor anderthalb Wochen, als sie sich vor dem DFB-Pokalfinale in Berlin trafen, bat Bold seinen alten Vertrauten aus Leverkusener Tagen um eine Einschätzung der Lage. Sollte er Hannovers Appell folgen? „Ich habe ihn in die Ideen eingebunden und er hat mir dringend dazu geraten“, verriet Bold.


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    Hier ist es wieder. Obwohl: „Ich persönlich hatte überhaupt nicht das Gefühl, weit weg zu sein“, sagte Boldt am Montag. „Aber nach fünf intensiven Jahren in Hamburg habe ich mir die Zeit genommen, Abstand zu gewinnen, mich weiterzubilden und mich strukturell und führungstechnisch in vielen anderen Sportarten zu engagieren.“

    Boldt setzt in Hannover auf mehrere ehemalige HSV-Mitarbeiter

    Erfahrungen, die Boldt nun in Hannover weiterhelfen werden. Er setzt auf ein Team aus mehreren Ex-Hamburgern um sich herum. Bold äußerte schnell sein Vertrauen in Christian Tietz, auch wenn er mit dem vierten Platz den Aufstieg nur knapp verpasste, bleibt der Trainer bestehen. Arm des Geschäftsführers ist Sportdirektor Ralf Becker (zur Saison 2018/19 beim HSV engagiert). Und Henning Bindzus (ehemaliger Marketingleiter im Volkspark) kümmert sich als Boldts Chefkollege um die Finanzen.

    Dass er einmal eine Rückkehr in die zweite Liga feiern würde, hätte sich Bold bis vor Kurzem wohl nicht vorstellen können. „Seit ich Hamburg verlassen habe, verfolge ich die Liga nicht mehr so ​​intensiv“, sagt er. „Denn es war nicht unbedingt mein Ziel, wieder in der zweiten Liga zu arbeiten. Aber es war entscheidend, welche Rolle ich habe und dass ich wieder ein Zeichen für Verantwortung setzen kann. Ich bin eher ein Designer als ein Administrator.“

    Der HSV stieg auf, nachdem Boldt gehen musste

    Auch wenn Bold im Sommer 2025 nicht für den HSV-Aufstieg verantwortlich war, gibt er an, in den Jahren zuvor als Torschütze agiert zu haben. „Ich wäre während der Beförderung gerne Kapitän geblieben, aber was wir dort entwickelt haben, die Kultur verändert, den Ehrgeiz zur Leistung gebracht, ist etwas, auf das ich sehr stolz schaue.“ Und weiter: „Als ich dort ankam, hieß es: Wenn sie jetzt nicht aufsteigen, bricht alles zusammen. Wenn man aber sieht, wie sich der Verein Jahr für Jahr in der zweiten Liga weiterentwickelt, neue Geschäftsfelder erschließt, wirtschaftlich stabil ist, eine Identität entwickelt und es am Ende sogar schafft, ohne einen großen sportlichen Spitzenreiter in der Bundesliga zu bleiben, weil der Verein selbst so stabil geworden ist – das ist das größte Kompliment, das ich für den Job bekommen kann.“

    Im Januar war Jonas Bold noch Zuschauer in der Arena Hannover. Zukünftig wird er für die 96ers arbeiten.

    Ein Kommentar, der durchaus als Seitenhieb auf Stefan Kunz gewertet werden könnte, der im Sommer 2024 die Nachfolge von Bold beim HSV antrat. Unter dem neuen Sportdirektor schaffte der HSV den Sprung an die Spitze, bevor er Anfang Januar dieses Jahres erneut auseinanderfiel. Erst zur neuen Saison stellt der Verein mit Kathleen Krueger eine neue Sportdirektorin vor.

    96 belegte letzte Saison in der League Two den vierten Platz

    96 strebt nach einem unglücklichen vierten Platz in der vergangenen Saison ebenfalls eine Rückkehr in die Bundesliga an. Je mehr Bold über diese Herausforderung nachdachte, „desto mehr fiel mir auf, wie viel Freude und Energie ich habe, wenn ich morgens aufstehe und eine andere Aufgabe habe, die auch Herausforderungen mit sich bringt.“

    Das wird ihm in Hannover nicht fehlen. Im Verein gibt es immer große Probleme, allen voran der Spender Martin Kind, der sich regelmäßig den Zorn der Ultras zuzieht und nicht davor zurückschreckt, seine Meinung öffentlich zu äußern. Boldt ist zu allem bereit und möchte dabei seine Hamburg-Erfahrung einbringen: „Die Hamburg-Erfahrung hilft auf jeden Fall. Ich glaube, es gibt kaum mehr gespaltene Lager und Gremien als zu meiner Zeit dort. Ich habe es mir gewissermaßen zum Ziel gesetzt, die Menschen bestmöglich mitzunehmen.“

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    Die Arbeit beginnt sofort. Vor allem Sportdirektor Becker wird nun gefragt sein, wenn es darum geht, einen starken Kader zusammenzustellen. Im Idealfall wollen Bould und Becker im nächsten Sommer nachholen, was ihnen während ihrer Zeit beim HSV verwehrt geblieben ist: den Aufstieg in die Bundesliga.

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