Als Christian Ilzer einst von der Wiener Austria zum SK Sturm wechselte, schloss er eine Wette ab. Sein Trainerteam kommt nach Graz. Zwei Co-Trainer Uwe Holzl und Dominique Deutschl wurden aufgenommen und mit dem Athletiktrainer Marco Engeler besprochen. Ilzer blieb hartnäckig und bestand darauf, den Fitness-Guru mit nach Graz zu nehmen. Ein Grund dafür war, dass die beiden Sportwissenschaftler die gleiche Sprache sprechen, wenn es um die Datenanalyse darüber geht, wie sich die Leistung eines Spielers verbessert. Ilzers Angriffsfußball erfordert eine perfekte Fitness. Ein Detail, auf das sich die Grazer in letzter Zeit nicht ganz konzentriert haben. Aus diesem Grund wurde bei den Schwarz-Weißen die Position „Head of Performance“ geschaffen. Neben Christoph Zellner wurde auch der Vertraute von Trainer Fabio Ingolstadt verpflichtet.
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Zellner studierte Sportwissenschaften mit Nebenfach Sportmedizin in Tübingen und arbeitete zuletzt als Athletiktrainer beim SCR Altach. Dort lernten Ingolitsch und Zellner einander kennen und bewundern. Hobbyfußball war das höchste Niveau, das Zellner erreichte. Wenn es um Fitness geht, ist Zellner ein absoluter Profi. „Wir haben uns auf persönlicher und thematischer Ebene von Anfang an verstanden. Er war redegewandt, seriös, die Zusammenarbeit mit ihm war angenehm und er überraschte mich, als er mir erzählte, dass er Fußball-Athletiktrainer sei“, erinnert sich Ingolish.
Persönliche Betreuung
Die Vorbereitungszeit war mitunter die intensivste Zeit – sowohl für die Spieler als auch für das Betreuerteam, dessen Arbeitstag von 7.00 bis 8.00 Uhr dauerte. Gestern „wollen wir jeden Spieler dort abholen, wo er gerade steht“, sagt Zellner. Basierend auf einer umfassenden Leistungsdiagnostik während der ersten beiden Trainingstage sollten individuelle Leistungspläne erstellt werden. „Es war eine spannende Zeit, jeden auf persönlicher und körperlicher Ebene kennenzulernen“, sagt Zellner und fährt fort: „Wir fördern jeden Spieler individuell. Nicht alle Spieler kommen aus der Steiermark, einige kommen aus Afrika oder Asien. Charaktere sind so unterschiedlich wie Essgewohnheiten oder Positionen auf dem Platz. Ich kann einen Stürmer nicht wie einen Torwart behandeln. Das Können oder die Kraft in jedem Menschen nutzen, wo wir uns in der Beweglichkeit, den Fähigkeiten oder dem Einsatz von Fähigkeiten bewährt haben. Ausdauer.“ Eventuelle Schwachstellen sind vorhanden und werden bearbeitet und verbessert.
Bei Zellner laufen alle Informationen zusammen, um die Spieler so präzise und schnell wie möglich zu verbessern. Die Bereiche Leichtathletik, Ernährung und Medizin sind integriert. Zellner ist sozusagen ein „Besserwisser“ im Verein. „So könnte man das sagen. Wir wollen eine Struktur schaffen, in der alle Experten ihres Fachgebiets sehr schnell die Informationen bekommen, die sie brauchen. Das ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen funktioniert. Aber alle sind voll dabei und in die Meetings eingebunden“, sagt Zellner über die erste Woche der Zusammenarbeit.
Yoga „Zuhören“
Der Fokus liegt immer auf den Spielern. Mit Yoga oder Wassergymnastik wurden neue Impulse gesetzt. Zellner sieht Yoga als „cooles Tool“ und erklärt warum: „Yoga vereint so viele Dinge, man kann sich selbst spüren, seinen Körper spüren und mit dem Atem auf sich selbst hören.“ Jeder Spieler muss für sich selbst entscheiden, was für ihn gut ist und was weniger hilfreich für seine Genesung ist. „Wenn jemand reinkommt und sagt, das sei nicht gut für mich, finden wir eine Lösung“, sagt Zellner.
Für Zellner sind die Muskelverletzungen von Filipe Rojaga oder Amadi Kamara „sicherlich Verletzungen, die ich vermeiden möchte“. Aber Sportlichkeit lässt sich nicht über Nacht ändern. Jeder Spieler hat seinen eigenen Hintergrund und die Geschichte der Vereine, für die er zuvor gespielt hat. „Aber ich übernehme die Verantwortung dafür. Wir prüfen, warum es passiert ist, damit es nicht noch einmal passiert“, erklärt Zellner.
Schalten Sie das Mobiltelefon aus
Muskelverletzungen können reduziert, aber nicht vollständig ausgeschlossen werden. „Spieler haben auch ihr Privatleben, in das wir uns natürlich nicht einmischen wollen“, sagte Zellner. Über das Privatleben sprechen. Zellner lebt mit seiner Frau in einer Wohnung in Graz, beide arbeiten viel, „aber von 23 bis 7 Uhr schalte ich mein Handy aus. Diese Zeit ist für meine Frau und mich. Ansonsten melde ich mich immer gerne“, sagt Zellner. Jeder Mensch braucht Regeneration, um richtig funktionieren zu können.
Christophe Jean-Baptiste Zellner, Sohn einer französischen Mutter und eines deutschen Vaters, freut sich über die Arbeit bei Sturm und sagt: „Wir haben hier im Verein gemeinsam große Ziele und ich möchte dazu beitragen.“
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