Viele erwarteten, dass die MotoGP-Weltmeisterschaft in Le Mans entschieden würde. Ob Konkurrenz, Experten oder Fans – alle freuten sich auch in diesem Jahr auf Titelverteidiger Marc Marquez auf Ducati. Der Spanier war in der Vorsaison sehr beeindruckend und die Verbindung zwischen Fahrer und Motorrad schien unschlagbar. Doch von einer Entscheidung im Titelkampf in der Königsklasse der Motorräder sind wir derzeit noch weit entfernt. Vor allem, wenn es um Marquez‘ Ambitionen auf die Meisterschaft geht.
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Vor dem Großen Preis von Frankreich liegt der siebenmalige MotoGP-Champion bereits 44 Punkte hinter dem WM-Spitzenreiter Marco Bezecchi. Während der Italiener bisher die große positive Überraschung der Saison darstellte, ist die Leistung des spanischen Überfliegers vielleicht das Gegenteil. Daher passte es, dass Marquez im letzten Rennen in Jerez erneut aus unerklärlichen Gründen stürzte. „Manche Stürze sind einfach nur Stürze. Es war nichts Besonderes und es gibt keine Antwort“, erklärte der Superstar vor dem Rennwochenende. „Ich habe einen Fehler gemacht, weil ich gestürzt bin. Das musst du vergessen und zum nächsten Rennen weitermachen.“
„Mir fällt gerade kein Titel ein“
Während Aprilia Jahre später endlich ihren eigenen Erwartungen gerecht wird, ist Ducati verwirrt darüber, wie weit ihre Landsleute zurückliegen. „Die Ergebnisse zeigen, dass wir schnell sind, uns aber die Konstanz fehlt. Hier müssen wir versuchen herauszufinden, warum dieser Mangel an Konstanz, der letztes Jahr unsere Stärke war – bei allen möglichen Bedingungen und auf allen Strecken. Dieses Jahr bin ich unbeständiger“, sagte der Weltmeister. Der 33-Jährige erklärte, dass die Diskrepanz nicht auf Desmosedici GP26, sondern auf seine eigene Leistung zurückzuführen sei. „Ducati hat in Jerez gewonnen, was bedeutet, dass das Motorrad gewinnen und um den Titel kämpfen kann. Ich muss herausfinden, wie ich mich verbessern kann.“
Es ist vielleicht der berühmte Schwung, den Marquez verloren hat, der ebenso schwer zu beschreiben wie wiederzugewinnen ist. „Wenn ich das Fahrrad vom letzten Jahr will, kann ich es bekommen. Wenn ich das Gefühl vom letzten Jahr wiedererlangen will, stehen mir die Teile zur Verfügung: alles, was ich brauche. Jetzt muss ich daran arbeiten, dieses Gefühl wiederzuentdecken.“ Angesichts der aktuellen Leistung stimmt es: „Mir fällt im Moment kein Titel ein.“
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