Alexander Zverev hat sich als Nachtschicht in Madrid bis ins Viertelfinale gekämpft. Foto: IMAGO / Paul Zimmer
Nach Fledermauswurf-Wutanfall: Zverev „auf jeden Fall glücklich“
Tennisstar Alexander Zverev hat in der Nachtschicht in Madrid das Viertelfinale des Masters-1000-Turniers erreicht. Der 29-Jährige besiegte im Achtelfinale den Tschechen Jakub Mensik (20) mit 6:4, 6:7 (4:7), 6:3. Der Sieg des Weltranglistendritten wurde aufgrund des späten Starts und der Spieldauer von 2:18 Stunden erst um 01:22 Uhr entschieden. „Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit dem Spiel und dem Sieg“, sagte Zverev.
Im Kampf um das Ticket für das Halbfinale trifft der Weltranglistendritte auf den Italiener Flavio Coboli, der zuletzt im Halbfinale in München Zverev besiegte. Zverev steht zum sechsten Mal unter den besten Acht des Sandplatzturniers in der spanischen Hauptstadt.
Tennisstar Zverev enttäuscht über den Sieg gegen Mensik
Bayern-Fan Zverev hatte gehofft, dass sich das für ihn im Manolo-Santana-Stadion angesetzte Frauenspiel zwischen Aryna Sabalenka und Hayley Baptiste verzögern würde. Der Plan war, vielleicht etwas von der Champions-League-Niederlage der Münchner gegen Paris Saint-Germain (4:5) mitzunehmen. Die Nummer 1 der Welt, Sabalenka aus Weißrussland, und der Amerikaner taten ihm einen Gefallen. Erst um 2:30 Uhr gelang Baptistes überraschender Dreisatzsieg.
Anschließend durfte Zverev auf den Platz – und überzeugte im ersten Satz voll und ganz. Doch im zweiten Durchgang war Mensik leicht der bessere Spieler, während Zverev mehr Fehler machte. Beim Stand von 1:2 im dritten Satz schoss Zverev frustriert mit dem Schläger zu Boden und musste sich kurz darauf mit einem Handtuch den Sand aus den Augen wischen. Doch Zverev wehrte sich und gewann schließlich mit dem ersten Matchball.
Körperliche Einschränkungen merkte Zverev zumindest äußerlich nicht. Vor einem Tag hatte der Olympiasieger von 2021 nach dem Sieg im Match gegen den Franzosen Terrance Atmanet im zweiten Satz über körperliche Probleme berichtet, ohne diese konkret zu benennen. Zusammen mit der italienischen Nummer 1 der Welt, Yannick Sinner, ist Zverev der Top-Anwärter auf den Titel des Turniers, das mit rund 8,2 Millionen US-Dollar dotiert ist und als Vorbereitung auf den Sandplatzklassiker der French Open am 24. Mai gilt.
Titelfavoriten im Überblick: Auch Jannik Sinner macht weiter
Sinner qualifizierte sich für das Viertelfinale nach einem 6:2, 7:5-Sieg gegen den Briten Cameron Norrie. Auf den Südtiroler wartet ein hochinteressanter Gegner: Der 19-jährige Rafael Yodar setzte seine Erfolgsserie mit 7:5, 6:0 gegen den Tschechen Vit Kopriva fort. Der Spanier Jodar war bereits ins Halbfinale des ATP-Turniers in Barcelona gestürmt, nur um dort dem späteren Sieger Arthur Fils aus Frankreich geschlagen zu werden.
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„Was für ein Talent!!!“, schwärmte Tennis-Ikone Boris Becker kürzlich auf der X-Plattform. Spanien hat einen weiteren Diamanten im Tennis. Nach Angaben der Datenanbieter haben seit der Premiere im Jahr 2002 nur drei Spanier als Junioren beim Madrider Turnier das Viertelfinale erreicht: der 22-fache Grand-Slam-Sieger Rafael Nadal und der aktuelle Weltranglistenzweite Carlos Alcaraz, der bei der diesjährigen Ausgabe verletzungsbedingt fehlt. (dpa/dj)
