Der brandheiße Omari ist beim HSV seit mehreren Monaten nicht mehr in Form. Braucht der Verteidiger eine Pause? Foto: imago/Klaus Bergmann
Omaris großes Rätsel: Warum macht der HSV-Verteidiger plötzlich so viele Fehler?
Eine kompakte Abwehr dürfte in dieser Saison der Schlüssel zum Erfolg beim HSV sein. In letzter Zeit gibt es nicht viel zu sehen. Das Scheitern von Luka Vushkovic ist einer der Gründe, aber keineswegs die einzige Erklärung. In der Verteidigung werden zu viele individuelle Fehler begangen. Dies gilt immer für erwärmte Omari. Der Innenverteidiger ist nach dem Kreuzbandriss, den er sich in der ersten Saisonhälfte zugezogen hat, einfach außer Form. Es ist ein großes Rätsel.
Der HSV hat nur eines seiner letzten zehn Bundesligaspiele gewonnen. Die schlechte Bilanz ist auch darauf zurückzuführen, dass in jedem dieser Spiele mindestens ein Gegentor kassiert wurde. Omari war bei allen Auftritten dabei – und oft mittendrin, wenn es vor der Haustür des Hamburgers gefährlich wurde. Das war auch bei der 1:2-Niederlage in Hoffenheim der Fall, als der 26-Jährige keine gute Figur machte und beide Gegentore kassierte.
Hoffenheims Spiel passt zu Omaris aktueller Form
Beim Stand von 0:1 verlor der komorische Nationalspieler im Zentrum den Überblick und ließ Torschütze Fisnik Aslani völlig ungedeckt zurück. Vor dem 1:2 gelang es ihm nicht, rechtzeitig aus der Abwehr herauszukommen und so den Hinterhalt abzubrechen. Eine Leistung, die zu seiner aktuellen Form passt und viele Fragen aufwirft. Mit einer solchen Entwicklung im Volkspark hat niemand gerechnet.
Hartes Engagement führte nicht zu einer Steigerung der Produktivität
Omari wechselte im vergangenen Sommer auf Leihbasis vom französischen Erstligisten Stade Rennes zum HSV. Obwohl er vorher kaum Spielpraxis hatte, hat er in Hamburg großen Eindruck hinterlassen. Den Verantwortlichen im Volkspark gefiel es so gut, dass die Kaufoption Anfang Januar zurückgezogen wurde.
„Mit seiner Art, offensiv und mutig zu verteidigen und seiner Gelassenheit am Ball im Spielaufbau hat Warmed unserem Spiel entscheidende Impulse gegeben. Er hat in seinen Auftritten eindrucksvoll seine Weitsicht und sein ausgeprägtes Spielverständnis unter Beweis gestellt“, schwärmte damals Sportdirektor Klaus Costa. Omari selbst zeigte sich hocherfreut und kündigte an, dass er sich für die Unterstützung, die er beim HSV während seiner Verletzungspause erfahren habe, „mit einer guten Leistung revanchieren“ wolle. Davon war in den letzten Monaten sehr wenig zu sehen.
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Im Vorwärtsspiel gibt es fast keine gewünschten Höhepunkte, in der Defensivarbeit kommt es immer wieder zu erheblichen Fehlern und Versäumnissen. Einer der Gründe dürften die vielen Veränderungen in den Verteidigungspositionen sein. Omari, der intern beim Trainerstab hohes Ansehen genießt, wirkte zeitweise überfordert. Ein Problem, das gelöst werden muss. Machen Sie im Zweifelsfall eine Spielpause.
