Bei den Orientierungslauf-Weltmeisterschaften im italienischen Genua sah es für Lukas Novak lange gut aus. Das Sprint-Qualifying startete wie geplant und legte den Grundstein für eine erfolgreiche Abschlussqualifikation. Doch dann beging der Leibnitzer AC-Athlet einen schweren Fehler. „Ich habe mich körperlich wirklich gut gefühlt, aber dann wurde ich gestresst, als der Läufer aus dem zweiten Lauf mich eingeholt hat. Das hat dazu geführt, dass ich am Ende viel Druck gemacht habe und die Karte weniger gelesen habe. Leider habe ich den Zusammenhang zwischen den Pfosten nicht gesehen und deshalb die Schleife verpasst“, erklärte der 21-Jährige. Die Tragödie endete mit der Disqualifikation und der Traum vom Finale zerplatzte. „Sobald ich die Ziellinie erreichte, wurde mir klar, dass ich etwas ausgelassen hatte.“
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Die Tragödie war aufgrund der aktuellen Form Novaks besonders bitter. „Ich war voll fit und der Abstand im Rennen bis zu diesem Zeitpunkt war wirklich gut. Das Finish war auch gut. Das Finale wäre also auf jeden Fall ein Erfolg geworden.“ Der Steirer hatte daher im Finale nur eine Zuschauerrolle. Der Wiener Janis Boneck belegte als einziger österreichischer Vertreter den 39. Platz, während Kasper Haarlem Fosser (NOR) gewann. Auch Nicolas Kastner von den Naturfreunden Wien verpasste das Finale und belegte in der Qualifikation den 21. Platz, ebenso wie Novak. Das Paar kann seinem Frust möglicherweise auf kulinarische Weise Luft machen. „Vielleicht Pizza und Pasta als kleinen Trost, bevor wir uns wieder mit der Wettkampfernährung auf die nächsten Tage vorbereiten“, scherzte Novak.
Denn unter der Woche hat der Staatsmeister noch viele Möglichkeiten, im K.o.-Sprint Erfolge zu feiern. Er und seine Teamkollegen werden sich am Donnerstag für den K.-o.-Sprint qualifizieren, wo am Freitag der letzte Lauf ansteht. „Hoffentlich schaffe ich es ins Finale. Ich werde auf jeden Fall wieder konzentriert starten und dann eine ähnliche Leistung erbringen. Ich möchte im Finale auf jeden Fall eine Runde Vorsprung haben, es ist ein KO-Sprint, aber alles ist definitiv möglich.“ Auf jeden Fall sei die Veranstaltung in Italien „gut organisiert“, auch wenn abseits der Wettbewerbe nicht viel Zeit bleibt, die Straßen zu erkunden. „Es ist wirklich gut gemacht und sie haben alles unter Kontrolle.“
Erfolgreicher verlief der Sprintwettkampf für die Steirerin Anna Groll. Die Athletin vom OLC Graz qualifizierte sich als 15. und erreichte als einzige Österreicherin zusammen mit Anna Ylvi Kastner (NF Wien) das Top-45-Finale. Im Finale belegte Grohl den 31. Platz. „Ich bin vorsichtiger vorgegangen, weil es mir am Anfang wirklich schwergefallen ist, mich zu qualifizieren. Im Finale habe ich es besser gemacht, aber es war unglaublich schwierig und ich hatte nie das Gefühl, dass ich Gas geben könnte.“ Die Schweizerin Simona Ebersold gewann.
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