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Plötzlich punktgleich mit St. Pauli: Heidenheim hat das Unmögliche geschafft

    Plötzlich punktgleich mit St. Pauli: Heidenheim hat das Unmögliche geschafft

    Die Heidenheimer feiern in Köln einen entscheidenden 3:1-Sieg durch Jan Schöpner (d.). Foto: imago/Uwe Kraft

    Plötzlich punktgleich mit St. Pauli: Heidenheim hat das Unmögliche geschafft

    Noch vor wenigen Wochen galt der Tabellenletzte 1. FC Heidenheim als sicherer Abstieg aus der Bundesliga. Vor dem spannenden Finale am kommenden Samstag, in dem die drei Tabellenletzten erstmals punktgleich (26) antreten werden, ist ausgerechnet der Ostalb-Klub als Vorletzter (Tordifferenz -29) voller Selbstvertrauen.

    „Ich habe es schon gesagt: Wenn wir hier beim 1. FC Köln gewinnen können, dann sind wir richtig heiß auf das Saisonfinale“, sagte Heidenheims Trainer Frank Schmidt nach dem 3:1-Sieg seiner Mannschaft am Sonntag in Köln, der dem Verein im 34. Spiel gegen den FSV Mainz 05 quasi die Chance auf den Abstiegsplatz eröffnete.

    Heidenheim hat sich in den vergangenen Wochen gewehrt

    Nach dem 26. Spiel vor knapp zwei Monaten lagen sie immer noch satte zehn Punkte dahinter. Es hatte auch ein deutlich schlechteres Torverhältnis. Seitdem hat Heidenheim zwölf Punkte gesammelt und mit dem FC St. Pauli und dem VfL Wolfsburg gleichgezogen, die deutlich weniger Lust auf das Saisonfinale haben dürften. In einem direkten Kampf droht die Angst vor einer Niederlage einen zu lähmen. „Wir sind auf jeden Fall im Flow und haben das Momentum auf unserer Seite“, sagte Doppeltorschütze Jan Schoepner. Wie kam es zu dem wundersamen Comeback?


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    Am 28. Februar verlor Heidenheim mit 0:2 gegen den direkten Konkurrenten Werder Bremen. Der Rückstand auf den Relegationsplatz wächst auf acht Punkte. „Wir haben gesagt: Eigentlich ist der Abstieg verloren gegangen, aber jetzt gehen wir die Situation ganz neu an. Das hat uns geholfen“, sagte Innenverteidiger Jonas Fehrenbach. Selbst Schmidt sagt, er glaube nicht mehr so ​​recht an den Klassenverbleib.

    Spiel gegen Leverkusen war „Schlüsselmoment“

    Es gibt eine Debatte. „Wir sind sehr ehrlich und unkompliziert. Wir gehen die Dinge so an, wie sie sind“, sagte der Heidenheim-Trainer. Nach den Heimspielen wird der Tabellenletzte nun ohne Druck und entspannt spielen. Nach zwei weiteren Niederlagen folgte das Spiel gegen Bayer Leverkusen, das Schmidt rückblickend als „Schlüsselmoment“ bezeichnet.

    Frank Schmidt ist seit 19 Jahren Trainer des 1. FC Heidenheim.

    „Zur Pause lagen wir 0:2 zurück, dann haben wir ein paar Dinge verändert, ausgeglichen, das 2:3 gemacht und am Ende den Punkt geholt. Das war die Initialzündung, die mir gesagt hat: Wir geben nicht auf“, sagte Schmidt. „Seitdem fühlt es sich an, als stünde eine andere Mannschaft auf dem Platz“, sagte Geschäftsführer Holger Sanvald gegenüber DAZN.

    Schmidt: „Diese Mannschaft ist eine echte Mannschaft“

    Von da an punktete Heidenheim plötzlich regelmäßig. Es verändert die Stimmung und Struktur des Teams. „Die Mannschaft ist mittlerweile eine eingeschworene Truppe“, sagte Fehrenbach und Schmidt: „Diese Mannschaft ist eine echte Mannschaft. Sie halten zusammen.“ Das macht sich auf dem Feld bemerkbar. Es gibt keine Eitelkeiten. Nach einzelnen Fehlern werfen sich andere Spieler auf die Bälle und glätten sie. „Jeder, der uns spielen sieht, sieht, dass wir fest an den Klassenerhalt glauben“, sagte Fehrenbach.

    Auch fußballerisch ändert sich einiges. „Wir spielen jetzt mutig und haben auch vor dem Tor Effizienz gefunden. Das hat uns in den Wochen und Monaten zuvor gefehlt“, sagte Fehrenbach. Der einsame Stürmer Budu Zivzivadze macht plötzlich ein Foto. Der Georgier erzielte in vier Spielen fünf Tore, darunter zwei beim letztlich unglücklichen 3:3-Unentschieden gegen den FC Bayern München. „Kompliment auch an unsere Stürmer, wie sie arbeiten“, sagte Mittelfeldspieler Schöpner, der in Köln zum verdienten Sieg zwei Tore erzielte (8. Minute/72.).

    Heidenheim muss am Wochenende gegen Mainz gewinnen

    Angesichts der Aufholjagd ist die Zuversicht groß. Aber niemand macht großes Aufhebens. „Vom Klassenerhalt sind wir noch weit entfernt. Selbst wenn wir heute gewinnen, können wir nicht damit rechnen, in der nächsten Saison in der Bundesliga zu spielen. Aber wir haben eine Chance“, sagte Schmidt bescheiden. Sein Team braucht dringend einen weiteren Sieg gegen Mainz.

    „Ich denke, mit unseren Fans im Rücken werden wir mit voller Energie in das Heimspiel gehen. Erst wenn wir unsere Hausaufgaben machen und gewinnen, können wir den Blick auf das nächste Spiel richten“, beschreibt Schoepner die Ausgangslage vor dem Saisonfinale. Wenn Wolfsburg das Spiel in St. Pauli gewinnt, braucht Heidenheim selbst einen großen Sieg.

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    Trainer Fox Schmidt ist immer für Überraschungen gut. So wie vor dem Spiel in Köln, als er Frank Feller zur neuen Nummer eins machte und Diant Ramai auf die Bank beorderte. „Wahrscheinlich hat niemand damit gerechnet, dass wir vor so einem wichtigen Spiel den Torwart wechseln würden“, sagte Schmidt verschmitzt. Der Wechsel funktionierte: „Fellers Leistung war heute herausragend.“ Der Heidenheimer Trainer wollte unbedingt einen neuen Impuls geben. „Wir hatten gerade einen Auswärtssieg. Vielleicht sollten wir etwas tun, um alle ein bisschen abzulenken“, sagte Schmidt grinsend. (dpa/vb)

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