Mit dem SV Elversberg gelang den beiden HSV-Leihspielern Lukasz Porreba (links) und Immanuel Ferrai der Aufstieg in die Bundesliga. Bisher ist nur die Zukunft von Poreba geklärt. Foto: IMAGO/Fussball-News Saarland
Poker um HSV-Profi Pherai: Wird Elversberg die Übernahmefrist verstreichen lassen?
Der SV Elversberg gab am Samstag bekannt, dass die vereinbarte Kaufoption im Leihgeschäft mit Lukas Poreba zurückgezogen wurde. Der Pole hat beim Bundesliga-Aufsteiger einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Alle Teilnehmer waren mit der Nachricht zufrieden. Passiert derselbe Prozess jetzt auch bei Immanuel Ferry? Der Fall ist etwas komplizierter. Es geht um Geld – und eine Frist. MOPO kennt die Hintergrundgeschichte.
Im Mai 2025 stiegen Poreba und Ferrai gemeinsam mit dem HSV in die Bundesliga auf. Ein Jahr später gelang beiden mit Elversberg das gleiche Kunststück. Eine solche doppelte Beförderung kam wohl nicht oft vor. Poreba spielte die ganze Saison am Elversberg, während Ferrai erst im Winter auf Leihbasis vom HSV wechselte. Zuvor hatte sich der SVE für beide Spieler eine Kaufoption im Rahmen des Leihgeschäfts gesichert.
Pherai wäre für Elversberg derzeit noch teuer
Für Poreba, der in der vergangenen Saison alle 34 Spiele für Elversberg spielte, erhält der HSV 1,5 Millionen Euro plus 100.000 Euro Aufstiegsprämie. Mit 13 Einsätzen, zwei Toren und zwei Assists für Feraj in der Rückrunde ist die Leihe für die Saarländer auch eine Erfolgsgeschichte für beide Mannschaften. Allerdings ist der Preis für den surinamischen Nationalspieler höher. Nach der Promotion wird es rund 2,5 Millionen Euro kosten.
Laut MOPO läuft die Frist für die Ausübung der Option im Leihvertrag am 15. Juni ab. Es ist durchaus möglich, dass Elversberg darauf verzichten wird, um sich dann mit dem HSV auf einen günstigeren Ablösepreis zu einigen. Ähnliches Poker haben die Hamburger zuletzt erfolgreich mit Albert Grönbeck und seinem Stammverein Stade Rennes gespielt.
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Pherai selbst wird alles aus ruhiger Distanz beobachten. Der Offensivspieler, der 2023 für weniger als eine Million Euro von Braunschweig zum HSV wechselte, seine Qualitäten in Hamburg aber nie dauerhaft auf den Platz bringen konnte, ging in den Urlaub. Um seine sportliche Zukunft muss er sich keine Sorgen machen. Der HSV-Vertrag des 25-Jährigen läuft noch bis 2027. Interessenten für ihn gibt es im In- und Ausland mehr als genug.
