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Reformpartnerschaft: D-Day für die dreigliedrige Koalition

    Reformpartnerschaft: D-Day für die dreigliedrige Koalition

    Der Kanzler selbst erklärte nichts Geringeres als eine Revolution für das hoffnungslos komplexe Gesundheitssystem vor Ort: Die Zukunft müsse aus einer Hand geplant, gesteuert und finanziert werden, erklärte Christian Stocker (ÖVP) bei seiner Rückkehr Ende November nach langer Gesundheitspause. Und er fügte noch einen bedeutungsvollen Satz hinzu: Darüber gebe es bereits eine Einigung mit den Ländern.

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    Jetzt ist klar: Die Drei-Parteien-Koalition hat in dieser Frage noch einen kleinen Kuchen zu backen. Obwohl die Verhandlungen zwischen Bund, Ländern, Kommunen und Sozialpartnern laufen, ist auch an diesem heißen Wochenende kein Durchbruch für die Finanzierung und Steuerung aus einer Hand in Sicht. Dies sagte kürzlich Tirols Landesvorsitzender Anton Mattel (ÖVP), der bis Ende Juni den Vorsitz der Landeshauptmannkonferenz innehat. Stattdessen werden wir uns diesem Ziel langsam nähern.

    Die Verhandlungen beginnen am Dienstag um 11 Uhr im Kanzleramt

    Der Showdown findet am Dienstag ab 11 Uhr statt, wenn die Steuerungsgruppe Reformpartnerschaft zusammentritt. Am Tisch sitzen mehr als 20 Personen, darunter die Spitzen der hier vertretenen dreigliedrigen Koalitions-, Landes-, Kommunal- und Stadtverbände. Hier wird, fast wie bei Regierungsverhandlungen, um Kompromisse und Formulierungen gekämpft. Anschließend präsentieren die Top-Delegierten die Ergebnisse. Das Treffen soll bis 17 Uhr dauern, aber Kenner halten es für eine Illusion. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Präsentation auf Mittwoch verschoben wird.

    Hinter den Kulissen ist zu hören, dass die Verhandlungen langsam voranschreiten. Obwohl in der Analyse des Problems weitgehend Einigkeit herrscht, wollen diejenigen, die die Macht verlieren, auch dafür entschädigt werden. Unter diesem Gesichtspunkt sind möglicherweise noch ein paar Worte nötig, um bei der Umstrukturierung des Gesundheitssektors wesentliche Fortschritte zu erzielen. Und wie fast immer in strittigen Bund-Länder-Fragen geht es auch hier ums Geld.

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    Eine entscheidende Phase für das Dreierbündnis

    Doch am Dienstag geht es nicht nur um die Weichenstellung für die Gesundheitsreform, sondern auch um drei weitere Bereiche der für 2025 angekündigten Reformpartnerschaft. Beim Thema Energie und Governance verlaufen die Verhandlungen recht ruhig und konstruktiv; Wenn es um Bildung geht, hört man von guter Kommunikation. Im Kern geht es darum, dass die Verwaltung des Bildungssektors – also der Lehrer und Schulen – den Ländern übertragen wird, während sich der Bund um die Bildungsziele kümmert. Dies wird bald die letzte Minute für die neun dem Bildungsministerium unterstehenden Bildungsdirektionen der Länder sein.

    Für die Republik steht viel auf dem Spiel – und nicht zuletzt für die Drei-Parteien-Koalition. Unklare und sich überschneidende Kompetenzen zwischen Bund und Ländern führen zu Ineffizienzen und unklaren Zuständigkeiten. ÖVP, SPÖ und Neos haben sich darauf vorbereitet, grundlegende Reformen in Angriff zu nehmen, über die bisher nur gesprochen wurde. Jetzt gilt: entweder jetzt – oder nie.

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