Mehdi Gayedi und seine iranischen Nationalmannschaftskollegen müssen sich während der Weltmeisterschaft auf erhebliche Reiseanforderungen einstellen. Foto: imago/Sebastian Frej
„Willkür und Diskriminierung“: Irans WM-Team darf nicht in den USA übernachten
Die iranische Fußballnationalmannschaft darf sich während der WM offenbar nur an Spieltagen in den USA aufhalten und muss sich auf enorme Reiseanforderungen einstellen. Nach Angaben des iranischen Botschafters in Mexiko wurde der Delegation mitgeteilt, dass sie für ihre Spiele am selben Tag das US-Territorium betreten und verlassen müsse.
„Wir können morgens einreisen und müssen am selben Tag abreisen“, sagte der iranische Botschafter in Mexiko, Abolfazl Passandideh. Alle drei Vorrundenspiele Irans finden in den USA statt, der Austragungsort liegt nahe der Grenze zwischen Tijuana und Mexiko.
Iran: 15 Mitglieder der Delegation erhalten kein Visum
Iranische Spieler haben bereits US-Visa erhalten. Wie das iranische Staatsfernsehen berichtete, wurde 15 Mitgliedern der Delegation das Visum verweigert. Nähere Angaben zu den Negativfällen und zur Identität der betroffenen Delegationsmitglieder liegen nicht vor.
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Die iranische Botschaft in der Türkei äußerte heftige Kritik und beklagte eine „willkürliche und diskriminierende Behandlung des iranischen Teams“. Es sei „auf die höchste Stufe gehoben worden“, hieß es in einer Erklärung. US-Botschafter Tom Barak schwärmte vom Umgang der US-Botschaft in Ankara mit der Angelegenheit.
Der Iran ist am Wochenende in Mexiko angekommen
Iran soll seine Spiele gegen Neuseeland (15. Juni) und Belgien (21. Juni) in Los Angeles, fast 230 Kilometer von Tijuana entfernt, austragen. Das dritte Gruppenspiel findet im über 2.000 Kilometer entfernten Seattle gegen Ägypten statt (27. Juni). Das iranische Gefolge reiste am Samstag nach Spanien, um von dort zu ihrem Hauptquartier in Mexiko zu reisen. Ursprünglich plante das Team sein Camp in Tucson, Arizona, doch dann wurde es verlegt.
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Die beiden Länder befinden sich im Krieg, seit die USA und Israel Ende Februar mit der Bombardierung des Iran begonnen haben. (sid/mp)
