Patrick Wimmers großer Traum, Profifußballer zu werden, entwickelte sich im Laufe der Zeit. Eine klassische Akademiekarriere hatte er zwar nicht, kam aber im Sommer 2019 als Nachzügler vom SV Gäflenz zur Austria Wien. Ein halbes Jahr später, im Dezember 2019, im Alter von 18 Jahren, gab ihm der Trainer die Chance auf sein Bundesliga-Debüt, mit dem er in der nächsten Saison die TSGzffe I Hotimberi Christian wiedersehen würde.
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Der SK-Sturm-Mastermind und große Teile seiner Belegschaft agierten 2019/20 eine Saison lang im Verteilerkreis beim Favoriten, bevor sie in Graz und nun auch in Hoffenheim die Erfolgsspur antraten. In einem Telefonat half der Steirer dabei, Wimmers Wechsel in den Kreichgau attraktiv zu machen. „Es fühlte sich an wie eine halbe Stunde wegen der Position“, schmunzelt der 25-Jährige, „denn ich kann eigentlich alles außer Innenverteidiger spielen. Aber vielleicht wird er mich ja eines Tages dort einsetzen.“
Wimmer bestritt unter seinem alten und bald neuen Trainer 19 Pflichtspiele für die Austria: „Es war wirklich schön. Ich bin froh, dass ich wieder unter ihm spielen kann, weil wir ein tolles Verhältnis hatten. Seitdem hat er sich weiter entwickelt, ich habe mich weiter entwickelt. Jetzt sind wir ein paar Stufen über der Austria und werden auf internationaler Ebene angreifen.“
Der Niederösterreicher kennt neben Ilzer auch seine Assistenten Uwe Hölzl, Dominik Deutschl und Marco Engeler aus ihrer gemeinsamen Zeit bei „Weilchen“. Bei seinem neuen Arbeitgeber warten nicht nur Landsleute auf ihn: „Ich kenne Andi Schicker und Paul Pajduch natürlich aus ihrer Zeit bei Sturm. Ich freue mich sehr, dass so viele Österreicher im Verein sind. Es ist immer schön, wenn man ein bisschen allgemein reden kann“, schmunzelt Wimmer, der seit vier Jahren in Deutschland, zuletzt bei Arminia Wallberg, als Erster und Österreichischster Landsmann tätig ist.
Hinzu kommt natürlich noch Nationalmannschaftskollege Alexander Prass, mit dem er derzeit vor einem WM-Abenteuer steht, der aber keinen großen Einfluss auf den Transfer hat: „Er sagte mir, dass er mit Hoffenheim im Gespräch sei, und ich sagte, ich würde mich freuen, wenn er käme. Es hat viele Vorteile, einen guten Freund aus der Nationalmannschaft im Verein zu haben.“
Die Teilnahme am Europapokal war ein weiterer Grund für Wimmers Vertrag bei der TSG. Doch eigentlich war der Plan ein anderer. Das heißt, erst einmal die WM spielen und dann schauen, was passiert: „Eigentlich wollte ich von einem Wechsel meines Beraters nichts hören“, diesen Slogan musste der Allrounder über Bord werfen: „Meine Ausstiegsklausel galt nur zwei Wochen. Dann war alles vorbei. Bei Hoffenheim war in drei Tagen alles klar, bis die Verpflichtung schnell erledigt war.“
Allerdings ist dieses Kapitel noch lange nicht abgeschlossen. Patrick Wimmer fragte sich kürzlich, warum Österreich nicht Weltmeister werden sollte. Auch wenn die Sprache des Turniers es vorschreibt, von Spiel zu Spiel zuzuschauen, ist er in einer Aussage: „Wir können unbeliebt sein und jeden schlagen. Jetzt müssen wir es sieben oder acht Spiele in Folge schaffen. Aber ich glaube, wenn es jemand schafft, dann sind wir es. Natürlich braucht es ein bisschen Glück, aber alles ist möglich.“
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