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Koalition zerbricht: Explosion in Leoben: Bürgerliste Walter Reiter verlässt Koalition

    Koalition zerbricht: Explosion in Leoben: Bürgerliste Walter Reiter verlässt Koalition

    Nach seinem Austritt aus der Leobener Koalition legt auch Walter Reiter von der gleichnamigen Bürgerliste sein Gemeinderatsmandat und seine Funktion als Wohnungsbaureferent nieder.

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    „Die Belastbarkeit und Ausdauer unserer Gruppe ist übertroffen. Die politische Zusammenarbeit hat ihre Basis verloren“, begründet Walter Reiter seinen Schritt, der in Leoben für Aufruhr sorgt. Er ist auf jeden Fall erleichtert über diese Entscheidung und wird selbstverständlich mit seiner Kollegin Rosemary Jagrats im Gemeinderat vertreten sein.

    Der Bürgermeister wusste nichts

    SPÖ-Bürgermeister Kurt Wallner nahm Reuters Vorgehen auf den falschen Fuß. „Ich wusste nichts von Reiters Rückzug und war überrascht. Walter Reiter stellte uns bis Montag ein Ultimatum, weil er wollte, dass wir einen Abteilungsleiter entlassen, mit dem er nicht klarkommen konnte. Wir haben das nicht getan, weil wir uns an das Gesetz halten mussten. Eine Überprüfung seiner Vorwürfe ergab nichts“, sagt Wallner.

    „Erpressungsversuche“ gibt es seit Längerem von Reiter in dieser Richtung. „Aber so funktioniert Politik nicht“, stellt Wallner fest. Am Montag wird er dem Parteivorstand vorschlagen, Gespräche mit allen in den Gemeinderäten vertretenen Parteien zu führen, um „Verantwortung in und für Leoben zu übernehmen“.

    Die Grünen wollen weiterarbeiten

    Die Grünen, vertreten durch Susan Sinz, seien weiterhin bereit, mit dem Mandat des Leobener Gemeinderats „Verantwortung zu übernehmen“, betonen sie. „Unsere Stadt ist auf dem richtigen Weg: Wir haben uns auf einen Fahrplan zur Klimaneutralität im Jahr 2040 geeinigt, Leoben ist eine Leitstadt, wir haben Elektrobusse auf unseren Straßen und eine Energiegemeinschaft. Auf unsere Initiative hin werden bald Klimatickets zum Ausleihen verfügbar sein“, sagt Sinz.

    Die Grünen warten nun auf die nächsten Schritte des Bürgermeisters zur politischen Neugestaltung und sind offen für jede konstruktive Zusammenarbeit. Für die Grünen kommt nur eine Beteiligung an einer Koalition, zu der auch die FPÖ gehört, nicht in Frage.

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    Anschluss für Leoben auf instabilem Untergrund

    Bereits nach der Gemeinderatswahl 2025 war die Koalition der SPÖ mit den Grünen und der Bürgerliste Walter Ritter eine Überraschung. Beides war jedoch für die SPÖ wichtig, die ihre absolute Mehrheit verlor und den Verlust von sechs Mandaten hinnehmen musste. Die restlichen 13 Sitze reichten nicht für eine Mehrheit. Allerdings sicherten sich die Grünen mit Walter Reiter und Susanne Sinz, zwei Mandaten der Bürgerliste, eine „Koalition für Leoben“.

    „Wir sind mit dem Ziel in diese Koalition gegangen, gemeinsam Politik für die Leobener zu machen. Die Realität sah jedoch anders aus: Die Bürgerliste war kein gleichberechtigter Partner, sondern nur Mehrheitsabnehmer für die SPÖ“, stellte Walter Reiter enttäuscht fest.

    Viele wichtige Entscheidungen wurden ohne Aufnahme der Bürgerliste vorbereitet. „Von Anfang an gab es keine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Entscheidungen wurden hinter verschlossenen Türen getroffen – ohne Transparenz und ohne Einbindung unseres Teams“, sagt Reiter, der die angeblichen Erpressungsbemühungen entschieden bestreitet. „Ich habe Dinge eingefordert, vor allem als Wohnungsbaubeauftragter. Von der SPÖ bekam ich aber keine Unterstützung und musste mich auf die Entscheidungen der dortigen Beamten stützen. So geht das nicht“, sagt er, betont aber zugleich, dass die Zusammenarbeit mit Susan Sinz stets aufrichtig gewesen sei.

    Nach einem ergebnislosen Gespräch am Mittwochnachmittag zum Thema Wohnen entschloss er sich, seine Funktion im „Bündnis für Leoben“ aufzugeben. „Ich habe dann noch eine Nacht darüber geschlafen und heute meinen Entzug öffentlich gemacht“, erzählt Reiter.

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