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Meistermacher geht: Bringt diese Trainer-Überraschung die DEL ins Wanken?

    Meistermacher geht: Bringt diese Trainer-Überraschung die DEL ins Wanken?

    Die Eisbären Berlin gewannen ihren fünften DEL-Titel in sechs Jahren. Dementsprechend groß war die Freude auf dem Eis. Foto: IMAGO / Herrmann Agency Photography

    Meistermacher geht: Bringt diese Trainer-Überraschung die DEL ins Wanken?

    Im goldenen Konfettiwirbel, zwischen Sektfontänen und Bierschauern wurden die Champions der Serie in Berlin nicht müde, zu erklären, was das Besondere an ihrem zwölften Titel war. Die unterlegenen Mannheimer, die in der Vorrunde 18 Punkte besser waren und im Finale keine Chance hatten, blickten mit leeren Augen und Silber um den Hals zu. Nach dem üblichen Saisonende waren nicht nur sie die Frage: Wer soll diese Eisbären stoppen?

    Auch in diesen Playoffs konnten sich die Gegner nicht zusammenreißen, und selbst schwerwiegende Verletzungsprobleme und längere Ausfälle von Stammspielern bremsten die überlegene Mannschaft der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nur vorübergehend aus. Doch nun geht der Meister und die Konkurrenz darf hoffen. Serge Aubin, der mit Berlin in sechs Jahren fünf Titel gewann und keine einzige Playoff-Serie verlor, wechselt etwas überraschend zum SC Bern in die Schweiz.

    Auben will „neue Herausforderung“ beim SC Bern

    „Nach all diesen erfolgreichen Jahren hatte ich das Gefühl, dass ich mich einer neuen Herausforderung stellen wollte“, erklärte der Kanadier, der 2019 zu den Eisbären wechselte, einen Tag nach dem 4:1-Sieg im fünften Finale gegen die Adler Mannheim. „Deshalb habe ich mich zu diesem Schritt entschieden. Ich werde meine Zeit in Berlin nie vergessen.“


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    Schon einmal endete eine Eisbären-Dynastie nach einem Trainerwechsel. 2013 verabschiedete sich DEL-Rekordtrainer Don Jackson aus Berlin – ebenfalls nach drei Titeln in Folge und fünf in sechs Jahren. Es dauerte mindestens sieben Jahre, bis die Eisbären wieder unter dem Konfettiregen standen.

    Der DEL geht es nicht um Wettbewerbsvorteile

    Deshalb hat DEL-Geschäftsführer Gernot Tripke keine Angst vor Langeweile. „Solche Dynastien hat es in der Vergangenheit gegeben und diese Serien sind immer zu Ende gegangen“, sagte er.
    Verhältnisse wie in der Bundesliga sieht Tripke nicht und hat auch keineswegs einen „klaren Wettbewerbsvorteil aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“ wie der FC Bayern in der DEL. Berlins Dominanz sei „eher Ansporn für den Rest, weniger eine Gefahr für die Liga.“

    Die größten Probleme waren Verletzungen und langfristige Ausfälle von Stammspielern. „Es war schwierig“, sagte Verteidiger Jonas Müller, der gegen den lange verletzten und schließlich gesperrten Kapitän Kai Wissmann einsprang. „Sobald eine Person zurückkam, wurde eine andere verletzt.“

    Noebels: „Die Mentalität, auf der richtigen Seite zu stehen“

    Und Stürmer Marcel Nobels, der wie sein Nationalmannschaftskollege in den letzten sechs Jahren alle fünf Titel gewonnen hat, fügte hinzu: „Letztendlich haben wir die Mentalität, auf der richtigen Seite zu stehen.“ Der Konkurrenz, die die Polar Bears zuletzt in den Playoffs 2019 besiegte, riet er lachend: „Vielleicht noch ein Steak essen.“

    Eisbären-Erfolgstrainer Serge Aubin verlässt das Berliner Team nach sechs erfolgreichen Jahren.

    Eine andere Diät wird die Dominanz des Rekordmeisters, der zum dritten Mal in Folge triumphierte, nicht beenden. Vielleicht kann Nobels selbst dazu beitragen, denn der silberne Olympiaheld von 2018 wechselt zu den Kölner Haien, die als besserer Hauptrundensieger und Favorit auf den Titel bereits im Halbfinale an Berlin scheiterten. „Eigentlich wollte ich meine Karriere beenden“, sagte der 34-Jährige, „aber wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.“

    Eisbären-Torhüter Jonas Stettmer wurde zum MVP ernannt

    Vielleicht hilft es auch den Konkurrenten, dass der zum besten Spieler der Finalserie gekürte Torwart Jonas Stetmer zurück beim ERC Ingolstadt ist. „Unglaublich, ich hätte mir nie träumen lassen, im Finale MVP zu werden“, sagte der 24-Jährige, der die Mannheimer mit seinen Paraden frustrierte.

    Eigentlich startete Stetmer die Saison als Nummer 2 hinter Jake Hildebrand, dem Torhüter des Vorjahresmeisters, verlor kurzzeitig den Job als Nummer 1 in den Playoffs, kehrte aber von seiner Verletzung zurück – und sagte sensationell: „Ich habe alles Mögliche auf dem Eis gelassen.“

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    Mit dem Abgang von Aubin könnte sich für Vereine wie Mannheim, die seit Jahren viel Geld investieren, um mit dem Rekordmeister mitzuhalten, eine neue Chance eröffnen. Nach der anfänglichen Enttäuschung sagte Adler-Kapitän Mark Michaelis: „Es ist wichtig, dass wir diese Erfahrung haben, um in Zukunft in ähnlichen Spielen bessere Entscheidungen treffen zu können.“ (sid/vb)

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