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Halb Europa jagt Ex-HSV-Profi Kostic – plötzlich ist er frei

    Halb Europa jagt Ex-HSV-Profi Kostic – plötzlich ist er frei

    Filip Kostic spielt derzeit für Juventus Turin. Allerdings läuft sein Vertrag im Sommer aus. Foto: imago/LaPresse

    Halb Europa jagt Ex-HSV-Profi Kostic – plötzlich ist er frei

    Es ist sehr wahrscheinlich, dass zu seiner Zeit beim HSV niemand darauf gewettet hätte, dass Filip Kostic eines Tages 40 Millionen Euro wert sein würde. Der teuerste Auftritt aller Zeiten fand in Hamburg nie sein Glück. Doch der Serbe ist seit seinem Abschied vom HSV plötzlich ein internationaler Topstar. Kostic gewann mit Eintracht Frankfurt die Europa League, wechselte zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin – und sein Marktwert schoss in die Höhe. In diesem Sommer steht der heiß begehrte Offensivspieler jedoch plötzlich ablösefrei zur Verfügung. Es ist keine Überraschung, dass viele Vereine aus ganz Europa wieder einmal an einem Kostic-Transfer interessiert sind. MOPO erzählt seine Geschichte im Rahmen einer Porträtreihe über Hamburger Profifußballer.

    Das Interesse aus dem Ausland kennt Kostic seit seiner Kindheit. Mit gerade einmal 16 Jahren macht sich der Fußballer, geboren als Filip Kostiћ, in Serbien schnell einen Namen. Mit seinem Heimatverein FC Radnicki 1923 aus seiner Heimatstadt Kragujevac gelang dem Stürmer in den Jahren 2010 und 2011 der direkte Aufstieg von der 3. in die 1. Liga, die Superliga. Der inzwischen volljährige Kostic wechselte nach Westeuropa.

    14 Millionen Euro! Kostic wird Rekordtransfer des HSV

    2014 wechselte der Offensivspieler über den FC Groningen in die Niederlande zum VfB Stuttgart in die Bundesliga. Dort etablierte sich Kostic auf dem Flügel, bestritt über zwei Jahre hinweg 63 von möglichen 67 Pflichtspielen (acht Tore, 14 Assists) und stach aus einer sonst eher glücklosen Mannschaft heraus. Allerdings konnte auch er den Abstieg Stuttgarts in die 2. Liga nicht verhindern. So wechselte der Serbe im Sommer 2016 für satte 14 Millionen Euro zum HSV – bis heute die höchste Ablösesumme, die der Hamburger Verein jemals für einen Spieler ausgegeben hat.

    Mit einer Ablösesumme von 14 Millionen Euro ist Kostic immer noch der teuerste Transfer der Vereinsgeschichte.

    In Hamburg reden wir über die Verpflichtung eines Stars. Die Hoffnungen des HSV auf Kostic sind groß – auch aufgrund der sportlich schwierigen Jahre des Vereins. „Obwohl er erst 23 Jahre alt ist, verfügt er bereits über viel Erfahrung, kennt die Bundesliga und hat in den letzten beiden Jahren seine Qualitäten unter Beweis gestellt“, freute sich HSV-Vorstand Dietmar Beiersdorfer über den damaligen Transfer von Kostic und bestätigte, dass der neue Spieler „weiterhin großes Entwicklungspotenzial“ habe.

    Kostics Führungstreffer rettet den HSV vor dem Abstieg

    Kostic hat es während seiner Zeit beim HSV zumindest angedeutet. Der Rekordtransfer, der vor allem als Linksaußen eingesetzt wird, steuerte in seinen zwei Jahren bei den Hamburgern neun Tore und sechs Assists bei. Den Fans besonders in Erinnerung geblieben: das 1:1 im letzten Spiel der Saison 2016/17 gegen den VfL Wolfsburg, als der HSV dank eines 2:1-Sieges knapp dem Abstieg entging. Ein Jahr später gehörte Kostic jedoch – wie schon in Stuttgart – erneut zu einem Absteiger in die Zweitklassigkeit.

    Am 20. Mai 2017 traf Kostic für den HSV beim 1:1-Unentschieden gegen Wolfsburg (Endstand 2:1) – der Abstieg in die Bundesliga wurde vermieden.

    Beim HSV bedeutet der Abstieg auch den Abgang von Kostic. Der Linksfuß wechselte mit einer Leihe von 600.000 Euro zu Eintracht Frankfurt – und schaffte dort den Durchbruch zum Topstar. In seiner ersten Saison bei den Hessen 2018/19 erreichte Kostic das Halbfinale der Europa League, erzielte zehn Tore und 13 Assists und bestritt – bis auf eine Ausnahme – jedes einzelne Spiel der Saison. Wenig überraschend zog Frankfurt die Kaufoption in Höhe von sechs Millionen Euro und verpflichtete ihn dauerhaft vom HSV.

    In Frankfurt wurde Kostic zum Star und Fanliebling

    Bei der Eintracht avancierte Kostic zum absoluten Publikumsliebling. Der Serbe steigerte seine Leistungen in den folgenden Jahren immer weiter. Seinen Höhepunkt erreichte er schließlich mit dem Gewinn der Europa League im Jahr 2022, als er von der UEFA zum besten Spieler des Wettbewerbs gekürt wurde. Insbesondere seine Leistung beim sensationellen 3:2-Viertelfinalsieg über den FC Barcelona, ​​bei dem Kostic selbst zwei Tore schoss und den dritten vorbereitete, verschaffte ihm in Frankfurt Heldenstatus. Erneut gibt es Interesse von mehreren europäischen Spitzenklubs.

    „Die Entwicklung von Eintracht Frankfurt in den letzten Jahren und nicht zuletzt der Gewinn der Europa League werden immer mit Filip Kostic verbunden sein. In gewisser Weise ist es immer auch eine Belohnung für die Arbeit des gesamten Vereins, wenn ein Spieler das Interesse der internationalen Elite weckt.“

    Sportdirektor Markus Kroesche im Jahr 2018 zum Abgang von Kostic

    Im August 2022 würde Kostic die Eintracht nach vier Jahren endgültig verlassen und vom italienischen Meister Juventus Turin verpflichtet werden. Ablösesumme: zwölf Millionen Euro, die später inklusive Boni auf 14,7 Millionen Euro anstieg. Auch der HSV freut sich, weil er sich vier Jahre zuvor – wie schon bei Amadou Onana – eine fünfprozentige Weiterverkaufsklausel gesichert hatte. Weitere 300.000 Euro fließen somit in den Volkspark.

    Überweisen? Juventus Turin ist nicht mehr von Nutzen

    Allerdings konnte sich der einstige Shootingstar in Turin nie wirklich etablieren. Nachdem Kostic zu Beginn Stammspieler war, scheidet er zunehmend aus und spielt seit dem Trainerwechsel mit Thiago Motta keine Rolle mehr. Dies änderte sich auch nicht, als er nach einem Jahr auf Leihbasis bei Fenerbahce Istanbul (2024/25) nach Italien zurückkehrte. Der aktuelle Juventus-Trainer Luciano Spalletti wird Kostic künftig nur noch sporadisch einsetzen.

    Sein größter Erfolg: 2022 gewann Kostic mit Eintracht Frankfurt die Europa League.

    In diesem Sommer zeichnet sich ein Abschied aus Italien ab – auch wegen des auslaufenden Vertrages mit Juventus. Und natürlich gibt es auch hier jede Menge europäische Spitzenklubs, die Kostic gerne verpflichten würden. Spätestens jetzt steht der 33-Jährige ablösefrei zur Verfügung. Laut „Tuttomercato“ sind drei italienische Erstligisten, unter anderem Parma Calcio, Cagliari Calcio und Genoa CF, an ihm interessiert. Die portugiesische Sportzeitung A Bola nannte auch Benfica Lissabon und den ehemaligen türkischen Klub Fenerbahce als Interessenten. „Transferfeed“ wiederum spekuliert über einen Wechsel von Griechenland zu Panathinaikos Athen. Gleichzeitig präsentiert das Portal „90min“ einen Bundesliga-Rückkehr von Union Berlin oder dem 1. FSV Mainz 05 in Aktion.

    Kostics Zukunft nach dem Sommer ist derzeit völlig offen. Doch eines hat sich in seiner Karriere bis heute nicht geändert: Er hat Interesse aus halb Europa. Mit 33 ist das immer noch dasselbe wie vor 15 Jahren.

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