Der SV Ried darf auf einen internationalen Startplatz hoffen. Die Inviertler feierten am Freitag im Play-off-Hinspiel des Bundesliga-Europapokals einen 2:1-Heimsieg gegen Rapid. Niki Hevnar (14.) und Joris Boguo (77.) heizten den Reid-Fans ein, während Romeo Ammann (75.) für einen erneut niedergeschlagenen Hutteldorfer traf. Das Rückspiel findet am Montag in Wien statt, der Sieger zieht im Sommer in die zweite Qualifikationsrunde der Conference League ein.
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Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup musste unter anderem auf Nenad Svetkovic, Jens Horn, Lukas Gergic, Bendeguz Bola und Yusuf Demir verzichten, trotzdem war sein Team in der Anfangsphase noch gefährlich. Petter Nosa Dahl schoss den Ball knapp daneben (5.) und Reids Torhüter Andreas Leitner scheiterte (7.), der auch einen Schuss von Nikolaos Wurmbrandt abfälschte (10.).
Doch dann erschien Reed vor 4.638 Zuschauern. Der von Kouadio Ahousou abgefälschte Schuss von Ante Bajic landete nur an der Latte (11.), ehe die Oberösterreicher nach einer Standardsituation zuschlugen. Nach einer kurzen Ecke fuhr Youssef Nasrawe in die Mitte und Hevnar köpfte den Ball ins lange Eck.
Der Spaß dauerte nur zwei Minuten
Rapid hatte danach keine große Idee und die Gäste konnten erst spät in der ersten Halbzeit wieder in den gegnerischen Strafraum vordringen, als Romeo Amane eine lange Ecke deutlich verfehlte (44.). Die zweite Halbzeit begann mit einem Schuss von Yusuf Mart (51.), den Rapid-Torwart Niklas Hedel parierte. Die Hütteldorfer stellten sich auf eine Niederlage ein, konnten sich aber zunächst keine wirklich überzeugenden Chancen erspielen – bis Dahl mit einem sehenswerten Spielzug die Reed-Abwehr durchbrach und wir nur noch den Abschluss machen mussten.
Zwei Minuten später brach der grün-weiße Jubel erneut aus. Nach einem weiten Einwurf trieb Boguo den Ball mit einem harmlosen Schuss Richtung Tor. Serge-Philippe Roux-Yao versuchte zu klären, schnitt den Ball aber ab und machte ihn für Heddle unaufhaltbar. Die Liga schrieb das Tor zumindest vorerst Bogu zu. Da die letzten Minuten von einem unglaublichen Ballvorstoß von Rapid geprägt waren, war Reids Sieg nicht mehr gefährdet, da Trainer Maximilian Sanft einen Abschied schickte.
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