War am Ende alles nur ein Missverständnis? Die ganze Aufregung an den Universitäten um ein angeblich drakonisches Sparprogramm von mehr als einer Milliarde Euro umsonst? Der Gedanke kam den anwesenden Journalisten, die von Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleiter (SPÖ) eilig zu einem Hintergrundgespräch am Freitagnachmittag eingeladen wurden. Sie betonte mehrfach, dass die Summe von ihr in einem Gespräch Anfang der Woche mit der Präsidentin der Hochschulkonferenz, Brigitte Hüter, genannt worden sei und dass dies der Ausgangspunkt für eine regelrechte Welle der Empörung gewesen sei.
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Eines ist jedenfalls klar: Milliarden hin oder her, den Universitäten stehen in den kommenden Jahren schmerzhafte Sparmaßnahmen bevor. Die genauen Zahlen können jedoch noch nicht ermittelt werden. Fest steht laut Holzleitner, dass jede Hochschule für die Jahre 2027 und 2028 jeweils 5,19 Milliarden Euro erhält; Die Inflation wird nicht erstattet. Dies bestätigte auch Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) gegenüber Bluesky. Für 2029 und 2030 strebt der Minister Steigerungen an, allerdings wiederum nur nominell, dafür will er aber auch kämpfen. Im Klartext heißt das, dass selbst dann wohl ein echter Verlust an verdaulichem Wert eintreten wird.
Bis Ende Oktober muss über den nächsten Leistungsvertrag entschieden werden
Erschwerend kommt zum einen der Doppelhaushalt für 2027-28 hinzu, der sich mit der Laufzeit der dreijährigen Leistungsvereinbarung mit den Hochschulen überschneidet, die derzeit auch das Jahr 2027 umfasst. Die nächste Leistungsvereinbarung läuft von 2028 bis 2030 und soll bis zum 31. Oktober dieses Jahres beschlossen werden. Die Entscheidung wird sich also um einige Monate verschieben. Bei der nächsten Regierungssitzung im Herbst geht es um Wissenschaft und Standort.
Der Mobilisierungsbedarf für die Abteilung Wissenschaft und Frauen wird im nächsten Jahr 23 Millionen und im Jahr 2028 190 Millionen betragen. Geringe zusätzliche Lohnkosten (30 Millionen ab 2028) und Entlastungen für Bauprojekte von BIG (60 Millionen) werden helfen. Allerdings müssen ab 2029 zusätzliche Haushaltsspielräume für 90 Millionen Euro Jahresgehälter der Ärzte geschaffen werden, die bis dahin noch durch Budgetüberschreitungen gedeckt werden. Insgesamt verbleibt das Sammelvolumen bei mehreren Hundert Millionen Euro – und das bei möglicherweise erheblicher Inflation.
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