Paderborns Torhüter Denis Seimen war in Wolfsburg nicht zu stoppen. Foto: imago/Beautiful sports
Ein Abstiegsthriller! Paderborner Torwart stoppt Wolfsburg im Hinspiel
Wer spielt in der nächsten Bundesliga-Saison gegen den HSV und wer spielt in der 2. Liga gegen den FC St. Pauli? Nach dem Hinspiel im Relegationsspiel zwischen dem von Dieter Hecking trainierten VfL Wolfsburg und dem SC Paderborn mit Ex-HSV-Profi Filip Bilbija und Ex-Kiezkicker Tjark Scheller ist es noch weit offen. Die First Division 16 konnte ein 0:0-Unentschieden zu Hause gegen den Drittplatzierten der zweiten Liga nicht überwinden. Das Rückspiel findet am Montag (20.30 Uhr, Sky und Sat. 1) in Ostwestfalen statt.
Bester auf dem Platz war Paderborns Torwart Denis Seimen (20). Der Stuttgarter Leihspieler (Marktwert laut transfermarkt.de: 10 Mio. Euro) frustrierte mit seinen Paraden die Wolfsburger Stürmer und hielt den Aufstiegstraum seiner Mannschaft am Leben.
Abstieg: Wolfsburg gegen Paderborn mit nur Nullnummer
Vor 27.800 Zuschauern in der ausverkauften Volkswagen Arena erspielte sich der Außenseiter eine gute Ausgangslage für das Rückspiel im heimischen Stadion. Jonah Sticker muss dann nach einer späten Gelb-Roten Karte (90.+4) zusehen.
Bereits in der 9. Minute hätte Paderborn in Führung gehen können, als Santiago Castaneda nach einer Ecke aus kurzer Distanz einnetzte. Doch Wolfsburgs Verteidiger Zhanuel Belochian und Torwart Kamil Grabara klärten den Ball gemeinsam von der Torlinie. Unterdessen vergab Adam Daghim in der 32. Minute Wolfsburgs beste Chance, als er nach Zuspiel von Matthias Svanberg plötzlich frei vor dem Paderborner Tor auftauchte, aber von Torwart Seimen (deutscher U21-Nationaltorwart) geblockt wurde.
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In der 51. Minute stand Paderborns Torwart dem flinken Dagim erneut im Weg. Diesmal klärte er die Flanke des Dänen. Vor dem Tor standen zwei Wolfsburger Stürmer in bester Position und warteten auf diesen Ball.
Wolfsburgs Dagim scheitert zweimal am Paderborner Torhüter Seimen
Was heute Abend für den VfL sprach, war, dass er nie die Geduld und Struktur verlor und so den Druck immer weiter erhöhte. Anders als vor der Pause wurde nun fast jeder Gegenangriff der Paderborner in der Mittellinie gestoppt. Die Gäste bekamen kaum Luft.
Im Schlussdrittel blieb der Bundesligist jedoch harmlos. Dagims Kopfball (63.), Eriksens Freistoß (67.) – alles war zu harmlos. Daran änderten auch die offensiven Einwechslungen von Mohamed Amoura und Lovro Madjer nichts. Diese enormen Qualitätsvorteile konnten die Wolfsburger heute Abend nicht ausreichend nutzen. Am Ende hatte der VfL sogar Glück, als der ehemalige HSV-Profi Bilbia (15 Saisontore) die zweite Großchance der Paderborner vergab (84.).
„Jeder hat auf dem Platz alles für uns gelassen. Vom Aufstieg sind wir noch weit entfernt, aber jetzt haben wir ein echtes Endspiel zu Hause. Es gilt, noch einmal alles zu geben und ins Ziel zu kommen“, sagte SC-Verteidiger Laurin Kurda. Und Top-Keeper Seimen, der im Sommer zum VfB Stuttgart zurückgekehrt ist, sagte vor seinem letzten Spiel für die Ostwestfalen: „Ich möchte auf jeden Fall nach Paderborn aufsteigen.“
