Jetzt wird es richtig ernst! Die Ko-Phase hat nur wenige Stunden nach dem Ende der größten Gruppenphase in der Geschichte der Weltmeisterschaft mit den Spielen Österreich gegen Algerien und Argentinien gegen Jordanien begonnen. Co-Gastgeber Kanada eröffnet heute das Achtelfinale (21 Uhr MESZ, Servus TV) gegen Südafrika.
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Mit einem echten Heimvorteil können die Kanadier allerdings nicht rechnen: Die „Maple Leaves“ verloren im letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz den ersten Platz und damit auch das Recht, in Kanada weiterzuspielen. Statt Vancouver heißt es für das Team von Trainer Jesse Marsh heute Los Angeles. Stürmer Tani Oluwasi sieht darin kein Problem. „Wir fühlen uns in einer feindseligen Umgebung wohl“, sagt der 26-Jährige. „Ich würde nicht sagen, dass wir gerne auswärts spielen, aber wir mögen diese Atmosphäre.“ Der Grund? „Es gibt uns zusätzliche Motivation, wenn wir auswärts spielen. Das wollen wir den gegnerischen Fans noch mehr zeigen.“
Während den Kanadiern bereits vor dem letzten Gruppenspiel der Einzug ins Achtelfinale gesichert war, musste Südafrika bis zum Schluss kämpfen. Der WM-Gastgeber von 2010 setzte sich im letzten Spiel mit einem 1:0-Sieg gegen Südkorea durch und kann nun gegen die Kanadier antreten. Für beide Nationen ist es das erste Mal, dass sie an der K.-o.-Runde einer Weltmeisterschaft teilnehmen. Alles, was damit einhergeht, wird wahrscheinlich als Bonus angesehen. Das macht Südafrika so gefährlich, nur auf Platz 60 der FIFA-Weltrangliste, 30 Plätze hinter den Kanadiern. „Wir wollten die Gruppenphase überstehen“, sagt der 74-jährige Teamchef Hugo Brose. Der Sieg gegen Südkorea machte ihn zum ältesten Trainer, der jemals ein WM-Spiel gewann. „Es war voller Emotionen. Nicht nur wegen des Sieges. Sondern weil es eines meiner letzten Spiele sein könnte.“ „Bafna Bafna“, wie die südafrikanische Mannschaft genannt wird, will das Karriereende ihres Trainers hinauszögern. Buchmacher sehen eine Chance von 78 Prozent, dass Südafrika das Spiel verliert. Allerdings sollte Kanada den Außenseiter nicht unterschätzen. „Man hat in ihrem Spiel gegen Südkorea gesehen, wie athletisch und qualitativ stark sie sind“, sagt Marsh. „Wir müssen ihre Möglichkeiten, ins Freie zu gehen, einschränken.“
Der Sieger des Duells trifft im Achtelfinale auf den Sieger der Partie Niederlande gegen Marokko und schon jetzt ist klar, dass sowohl Kanada als auch Südafrika als Außenseiter in die Partie gehen werden.
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