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Ein Sturm im Pokal in Seekirchen: „Heimkehr“ mit klarer Mission.

    Ein Sturm im Pokal in Seekirchen: „Heimkehr“ mit klarer Mission.

    Anfang Mai betrat Fabio Ingollish bei einem Gastspiel bei den „Bullen“ zum letzten Mal Salzburger Boden. Unabhängig von der Beziehung zur Heimat ist es seitdem nicht mehr an der Zeit, nach Hause zu gehen. Es ist nur ein Nebeneffekt von Sturms Pokalauftakt beim SV Seekirchen (S. 30 Uhr, Puls4 live), gibt dem Trainer aber die seltene Chance, Heimluft zu schnuppern. „Es ist schön, wieder die Landesgrenze zu überschreiten und das ein oder andere bekannte Gesicht zu treffen“, sagt der 34-Jährige, der im Publikum einige Verwandte und Freunde erwartet.

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    Es ist jedoch nicht nötig, viel Zeit damit zu verbringen, den Hauptzweck der Geschäftsreise zu besprechen. Der Sturm ist klarer Favorit für den Regionalligisten. Die Mission besteht natürlich darin, in die nächste Runde zu kommen. „Wir gehen das Spiel mit aller Ernsthaftigkeit an“, betont Ingolish, der auf die Rotation setzen wird. Im Hearts-Spiel wurde Jacob Hoddle, der gegen die Schotten ausgewechselt wurde, geschont. Nach Angaben des Trainers handelt es sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme. „Wir werden die Spiele schön aufteilen, so dass alle immer bei 100 Prozent sind“, die nächste intensive Phase solle auf mehrere Schultern verteilt werden.

    Der Gegner wird jedoch keineswegs auf die leichte Schulter genommen. „Es erwartet uns einer der besten Amateurvereine im Salzburger Land. Ein Verein, der seriös und gut geführt ist, über große Nachhaltigkeit verfügt, viel Zeit und Ressourcen in junge Talente investiert und regelmäßig junge Eigengewächse in die Kampfmannschaft holt“, lobt Ingolites. Der Look ist jung und mutig, die 61 errungenen Punkte der letzten Saison verdienen allesamt Respekt.

    Sportdirektor Toni Feldiger leitet den Verein seit über anderthalb Jahrzehnten, Trainer Mario Lapkalo ist seit 2014 im Verein – seit 2020 als Trainer der Kampfmannschaft. „Die beiden sind ein sehr gutes Paar“, sagt Ingolish, „ich bin wirklich glücklich, mit Red Bull Salzburg eine weitere Truppe zu haben, wohin die Spieler gehen, weil sie gut gefördert werden. Es gibt nur wenige Vereine, die so viel in die Jugendarbeit stecken.“

    Simon Freund, der 21-jährige Sohn von Bayern-Sportdirektor Christoph Freund, übt derzeit sein Handwerk bei Seekirchen Springboard aus. Torwart Fabian Neumayer, der Jahr für Jahr für Salzburg zuverlässig ablieferte und in der Vorsaison 14 Tore in 22 Spielen beisteuerte, konnte sich im Profigeschäft nicht nachhaltig etablieren. „Er hat dort viele Tore geschossen und eine gewisse Schnelligkeit“, sagt der Sturm-Trainer, der das Umfeld in Seekerchen als „eine tolle Anlage mit vielen Rasenplätzen“ beschreibt: „Es ist kein Bezirksliga-Niveau oder ein Wald- und Wiesenspiel, aber es hat schon Qualität. Es ist eine Regionalliga, bei der wir wie bei jedem ernsthaften Spiel ein paar Schritte vom Profispiel weggehen.“

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    Als Aktiver sammelte Ingolitsch Erfahrungen in Seekirchen, wartet nach zwei Niederlagen aber immer noch auf einen Sieg. Auch der erste Showdown fand im Rahmen des ÖFB-Cups statt. 2010 debütierte der damals 18-Jährige nach seinem Wechsel zum TSV St. Johann in Seekirchen. Die Erinnerungen an die 0:1-Niederlage sind relativ gut, da er bereits nach 28 Minuten das Feld verlassen musste: „Ich hatte Angst, eine gelbe oder eine rote Karte zu zeigen“, blickte Ingolits lächelnd zurück.

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