„Nein“, sagt Alice Weidel. Und wenn ein Parteitag den Atem anhalten kann, wird dieser es tun. Solange die AfD-Chefin weiterhin sagt, dass sie diese Wahl nicht alleine bestreiten will. Und schlug stattdessen seinen Co-Vorsitzenden Tino Charupalla vor.
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Das ist ein Trick. Eine typische Weide. Das Publikum vor der Messehalle in Erfurt findet sie bescheiden und großzügig. Jeder drinnen weiß, dass ihn weder dies noch das trennt. Deshalb sind einige seine Fans. Andere nicht. Weedel ist das egal. Sie interessiert sich für Macht; Was auch immer ihr dabei hilft, zählt als Position x nach dem Komma.
Ein Rückschlag für Kruppalla
Diesmal werden es 81,31 Prozent sein. Doppelter Erfolg. Weidel liegt deutlich vor Kripalla, gegen die sie 2024 verlor. Und sie brachte ihre Punktzahl wieder auf über 80. Charupalla fiel derweil von damals 82,72 auf 70,05 Prozent. Dies hängt vor allem mit seiner Reaktion auf die grassierende Anstellung von Angehörigen durch Abgeordnete, insbesondere in der Ostpartei, zusammen. Kruppalla sagte auf gut Schwäbisch, dass es „G’schmäckle“ gäbe.
Weidels Petition war ein Musterbeispiel dafür, was er tun konnte: den Zustand der Republik lautstark und vehement anzuprangern und alle Machthaber als Versager abzustempeln, die das Land vorsätzlich und aus eigenem Interesse ruiniert haben – und dann eine goldene Zeit zu versprechen, wenn die AfD gerade das Kanzleramt betritt. „Wir werden die Grenzen schließen!“ Videl schreit. „Wir werden sie abschieben!“ Wer genau wird von der widerlichen Akustik verschluckt?
31.000 Demonstranten
Der Widerstand, der sich in ganz Erfurt ausbreitete, ist leicht zu verstehen. Ziel: Den Parteitag stoppen. Allerdings treffen die meisten Delegierten auf der Messe ein, nachdem sie ab 5 Uhr morgens unter Polizeischutz einen großen Bereich abgesperrt haben. „Das ist so“, lacht Cropalla zur Begrüßung, „wenn man es gewohnt ist zu schlafen, während anständige Bürger früh zur Arbeit gehen.“
Das gibt den Ton für den Parteitag vor. Ständig wird betont: „Wir stehen für Einheit, nicht für Spaltung.“ Doch im gleichen Atemzug attackieren sie das „grüne, bunte, schmutzige Berlin“ und Köln als „eine der linksextremen Städte“ – und Demonstranten, die im Namen von „Kartellparteien“ aufmarschieren, werden laut Thüringens Landeschef Björn Hock generell als „Anarchie“ verunglimpft.
Anführer ethnischer Gruppen in der Partei begegneten Parteiräten und Zuhörern mit eher seltsamen Blicken. Die AfD werde „Normalität herstellen“ im Land und „Deutschland wieder groß machen“. Hocks Tipp, wie man das erkennt: „Schauen Sie sich den Zustand der Autobahntoiletten an, dann sehen Sie den Zustand der Gesellschaft.“
Doch ausgerechnet Hawke, die schon immer auf die Präsidentschaft gehofft hatte und bei einer Kandidatur eine Niederlage befürchtete, bescherte Weidel ihren ersten Erfolg auf dem Parteitag. Eine Gruppe, der er angehört, forderte die Überprüfung einer Liste von Ungereimtheiten – damit aus Identifizierern AfD-Mitglieder werden können. Weidel will nicht genannt werden, gibt aber in ihrem sanften Ton zu, dass der Bundesvorstand „schon längst“ hätte ermitteln müssen. Und die Bewerbung fällt.
Weidel will keinen parteiinternen Streit. Noch nicht. Im Herbst stehen Landtagswahlen an, in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD vorne. Ulrich Sigmund als erster AfD-Ministerpräsident in der Magdeburger Staatskanzlei ist kein Traum, sondern sehr nah an der Realität.
Beliebtheitswettbewerb für Weidel
Wenn es derzeit jemanden gibt, der mit Weidl in puncto Beliebtheit in der AfD mithalten kann, dann ist er ein 35-jähriger Großhändler mit einem Bachelorabschluss in Betriebswirtschaft und Wirtschaftspsychologie. Wenn es um akademisches Lernen geht, kann die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin Weidel Sigmund die Nase vorn haben. Doch auf dem Parteitag gibt es tosenden Applaus. Und wenn es darum geht, ein Publikum zu begeistern und vor allem darum, auf Augenhöhe mit den Frustrierten und Beleidigten zu sein: Ein etablierter Bundeschef mit westlicher Biografie ist dem AfD-Shootingstar des Ostens unterlegen. Dennoch nahm der Parteitag seinen Appell mit Jubelrufen und schwenkender Deutschlandfahne an.
Ihre Fans wollen sie als „Charming Alice“ verkaufen. Tatsächlich ist die Grundstruktur von Videl spröde und sogar aggressiv. Sie schaltet ihr Lächeln ein, wie andere ein Licht anschalten: als Mittel zum Zweck. Dabei geht es ihm jedoch nicht um Wissen.
Und so bleibt im Dunkeln, was es in Erfurt nicht mehr gibt: Weidel will bis zum Bundestagswahlkampf 2029 alle Macht in der Bundespartei für sich haben. Vorsitzender und Generalsekretär. Eine Verbindungsnutzung wird weiterhin nur für Charupalla gesucht. Wie der Lautsprecher, der am Nachmittag plötzlich auf einem Parteitag ertönt. Jemand hatte es in die Täfelung der Halle geschmuggelt. Und Star Wars-Sounds. Todesmarsch.
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