„Gemeinsam unaufhaltsam“ lautete die Botschaft der HSV-Ultras auf der Nordtribüne. Foto: Bild/Oliver Ruhnke
Für den Klassenerhalt: Der HSV braucht seine „Supermacht“ wieder.
Wenn der HSV am kommenden Samstag (18:30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) im Topspiel der Bundesliga die TSG Hoffenheim empfängt, werden die Hamburger zumindest auf dem Papier als klarer Außenseiter in die Partie gehen. Die Zuversicht und Hoffnung sind im Volkspark nach wie vor groß – und das liegt vor allem an den eigenen Fans. Um am Ende der Saison die Wende herbeizuführen, braucht der HSV nun wieder seine „Superkraft“.
Am Donnerstag, vor dem Hoffenheim-Spiel, nahmen etwa 70 Schüler Merlin Polzin ins Kreuzverhör. Sie kamen zum „Girls and Boys Day“ in den Volkspark und durften bei der Pressekonferenz 30 Minuten lang ihre Fragen an den HSV-Trainer richten. Es gab auch ungewöhnliche Ansätze. Deshalb wollte Tom wissen, welche Superkräfte sich Polzin für das Ende der Saison wünscht.
Die Energie des Stadions muss auf die Spieler übertragen werden
Die Antwort teilte der HSV-Trainer Pressesprecher Philipp Langer mit, der zunächst erklärte: „Ich möchte als Supermacht die ganze Energie, die im Stadion entsteht, auf den Platz und in die Körper der Spieler übertragen.“ Polzin gefiel die Antwort. „Das wäre schön“, sagte er und wünschte sich auch, dass es einen Knopf gäbe, mit dem er seine Spieler in bestimmten Situationen schneller machen könnte.
Für die Profis wird es am Samstag im Volksparkstadion keinen Turboknopf geben. Die Energie von der Tribüne allerdings schon. Und genau das will der HSV nutzen. „Wir wollen eine Mannschaft, die auf unsere Art und Weise nach Europa will, necken, dafür sind wir alle und alle sind herzlich eingeladen, mitzumachen“, betonte der HSV-Trainer, der von „einem großen Anteil“ an der Unterstützung seiner eigenen Fans sprach. „Wenn ich mir die Heimspiele der letzten anderthalb Jahre ansehe, haben uns die Fans schon den ein oder anderen Punkt beschert.“
Das hat man in dieser Saison bereits mehrfach gesehen und gespürt. Da fallen mir als erstes die Heimspiele gegen Werder (3:2), Stuttgart (2:1), Dortmund (1:1) und Bayern (2:2) ein. Zuletzt hat die Macht des Volksparks jedoch leicht nachgelassen. Der HSV konnte seine letzten vier Heimspiele nicht gewinnen – obwohl er in Köln und Augsburg schlagbare Gegner hatte.
Zeigt der HSV gegen Hoffenheim im Volkspark erneut seine „Superpower“? Im Hinblick auf den Kampf um den Klassenerhalt wäre es wichtig. Entscheidend wird sein, dass die HSV-Profis nicht nur auf die Energie von der Tribüne warten, sondern auch, dass die entsprechenden Impulse direkt von den Spielern auf dem Platz kommen. Die Erwartungen des Gegners sind jedenfalls schon hoch.
Hoffenheim-Trainer erwartet „extrem gute Atmosphäre“
„Ich weiß natürlich, dass dort eine richtig gute Atmosphäre herrscht, das Stadion laut sein wird und es viel Emotion im Spiel geben wird“, sagte TSG-Trainer Christian Ilzer, der mit seiner Mannschaft in dieser Saison erst drei Auswärtsspiele verloren hat. Diese Niederlagen erlitten Topteams in München, Dortmund und Leipzig.
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Für Hoffenheim wird es im Volksparkstadion auf jeden Fall etwas Besonderes. Erstmals seit mehr als zwei Jahren darf die TSG am Samstag im Spitzenspiel um 18.30 Uhr wieder in der Bundesliga spielen. – und damit auch auf der großen Fußballbühne. Zumindest in diesem Bereich verfügt der HSV über deutlich mehr Erfahrung. Für Hamburg ist es das fünfte Spitzenspiel in dieser Saison. Bisher gab es zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Ein Sieg fehlt noch. Sollte es gegen Hoffenheim gelingen, bedeutet das höchstwahrscheinlich den Klassenerhalt und den nächsten magischen Moment im Volksparkstadion – „Superpower“ inklusive.
