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Fußball-WM: Live-Ticker ab 19 Uhr: Kanada ruft Marokko an

    Fußball-WM: Live-Ticker ab 19 Uhr: Kanada ruft Marokko an

    Zunächst wurde Mexiko-Stadt von einem weiteren Sturm heimgesucht – ein Sturm, der den Beginn des Achtelfinals zwischen Mexiko und England um eine Stunde verzögerte. Und dann kam ein Sturm über die Baustelle, meist im positiven Sinne. Eines, bei dem es den Engländern gelang, die „Festung“ des Aztekenstadions zu erobern, die als uneinnehmbar galt. Mexiko blieb auf heimischem Boden seit zehn WM-Spielen ungeschlagen, und auch die Höhenlage im elften Spiel gegen die „Three Lions“ half nicht: Das Team von Thomas Tuchel siegte in einem spannenden, spannenden Spiel mit 3:2 (2:1) und steht nun im Viertelfinale. Und endlich war wieder Oasis‘ „Wonderwall“ im Stadion; Selbst wenn die Mauer einstürzte, fiel sie nicht.

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    Angetrieben wurde Mexiko wie immer von den eigenen Fans, deren Selbstvertrauen nach vier Siegen in vier Spielen ohne Gegentor groß war. Und die Mannschaft von Javier Aguirre, die 1986 zu Hause noch WM-Teilnehmer war, hatte tatsächlich mehr Ballbesitz. Bis die Aura der Unbesiegbarkeit plötzlich erschüttert wurde: Es war Jude Bellingham, der nach Saka-Flanke und einem rechtzeitigen Sprint zum Torerfolg kam (36.). Die Mexikaner waren nach dem Anpfiff so geschockt, dass sie nicht ganz sortiert waren – und wieder einmal war es Bellingham, der nach einem Doppelpass mit Harry Kane wieder zur Stelle war (38.). Und alles schien ein ruhiger Abend für den Gast aus Europa zu sein.

    Doch die Mexikaner schüttelten den Doppelfehler ab. Verstärkte Angriffsbemühungen. Und nachdem eine Freistoßflanke von Konsa knapp geblockt wurde, war Julian Quinones erneut zur Stelle, um den Ball an James Pickford vorbei ins Netz zu schießen. Und plötzlich stolperten die Löwen, begannen zu schwimmen – und Mexiko rannte. Aber vorerst retteten sich Harry Kane und Co. in die Pause – nicht ahnend, dass die zweite Spielhälfte so viel Drama bieten würde.

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    Rot, fein, fein, Foul

    Zunächst schienen die Engländer wieder auf dem sprichwörtlichen „Fahrersitz“ zu sitzen, doch ein Schuss von Nico O’Reilly traf die Latte. Und dann ging es erst richtig los: Zunächst musste Jarel Kwansah nach einem Tackling gegen Gallardo mit offener Sohle zunächst den Ball, dann aber auch den Gegenspieler vom Feld räumen und wurde vom iranischen Schiedsrichter Alirezah Faghani nach VAR-Intervention zu Recht mit einer Roten Karte bestraft. Faghani, der zeitweise Gefahr lief, die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Aber nicht, als Anthony Gordon, der zusammengebrochen war, von Raul Rangel die Beine weggenommen wurde. Harry Kane nutzte den Elfmeter mit seinem sechsten Tor des Turniers – und England schien erneut sicher ins Viertelfinale einzuziehen. Doch Trainer Thomas Tuchel sagte hinterher zu ihm: „Jedes Mal, wenn wir einen Moment lang dachten, es geht, passierte etwas, das den Schwung veränderte.“

    In diesem Fall war es ein Straffoul von Kane selbst und ein Anschlusstreffer von Raul Jimenez (69.), der alles wieder durcheinander brachte. Von diesem Zeitpunkt an rannte, flankte und probierte Mexiko. Und die Briten? Auf dem Höhepunkt der Stadt waren wir schon teilweise ausgeknockt, kämpften aber mit aller Kraft gegen den Ausgleich. Am Ende verzeichneten die Mexikaner zwar 21 Torschüsse, 62 Prozent Ballbesitz, zahlreiche Flanken von außen, konnten den Spielstand aber auch in knapp 12 Minuten Nachspielzeit nicht auf 3:3 erzwingen. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, seufzte Tuchel zu Recht, „sie hat bewiesen, dass sie es ernst meint. Sie wollen mehr.“ Die erste Niederlage gab es im elften Spiel im Aztekenstadion – und bescherte der Welt ein Viertelfinalduell zwischen England und Norwegen, bei dem die Top-Torjäger Harry Kane und Erling Haaland antreten mussten.

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