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Im CDU-Podcast: Ex-Kanzler Kurz macht die Grünen für Pilneceks Tod verantwortlich

    Im CDU-Podcast: Ex-Kanzler Kurz macht die Grünen für Pilneceks Tod verantwortlich

    In der 32. Folge des CDU-Podcasts „Just Do It“ begrüßt Moderator Carsten Linnemann zwei hochkarätige Gäste: Neben Melanie Amann, Digital-Chefredakteurin der Funke-Zentralredaktion, ist der ehemalige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz zu Wort gekommen. Zunächst geht es um die Definition von Qualitätsjournalismus in den konservativen Parteimedien und wirft die Frage auf, inwieweit man bei Ereignissen wie der AfD, Trump oder Maloney, wenn sie im Wahlkampf so beliebt sind, vom „politischen Rand“ sprechen kann.

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    Kurz beteuert weiter, er sei froh, dass Politiker heute „unmissverständlich sagen können, was sie denken, und wir brauchen keinen Wachhund, der es zusammenfasst, auf den Prüfstand stellt, einen Kommentar dazu schreibt, wie wir es verstehen und bewerten sollen.“ Der Altkanzler sagt, er selbst habe kein Problem mit kritischem Journalismus. Dennoch fragte er sich regelmäßig, wie unterschiedliche Staatsoberhäupter informiert wurden – im Gegensatz zu seinen Erfahrungen.

    Amann versucht dann, die Dinge ins rechte Licht zu rücken, indem er unter anderem auf das Vorgehen von Kurz im Anschluss an das Ankündigungskapitel eingeht und den ehemaligen ÖVP-Chef direkt anspricht: „Ich wundere mich nicht, dass Sie kein Problem damit haben, dass sich Politiker jetzt öffentlich von kritischen Medienfragen ablenken können.“

    Kurz gesagt: „Ich habe Erfahrung in der politischen Justiz“

    Kurz reagiert aggressiv. Es ist ihm nicht unangenehm, über seine Vorwürfe zu sprechen: „Ja, ich habe meine Erfahrungen mit politischer Gerechtigkeit gemacht und ich habe meine Erfahrungen damit gemacht, wie man mit Gerechtigkeit Politik machen kann.“ Grund dafür war sein „Fehler“, als er in seiner zweiten Amtszeit als Kanzler das Justizministerium seinem Koalitionspartner, den Grünen, überließ – eine Aussage, die beim Studiopublikum des CDU-Podcasts für Beifall sorgte.

    Kurz, der letztes Jahr im Fall der Falschdarstellung des U-Ausschusses freigesprochen wurde, äußert keine tiefe Selbstreflexion über sein eigenes Handeln und zieht durch. Ihm zufolge hätten „Die Grünen“ die Staatsanwaltschaft „grenzwertig“ umorganisiert, was schließlich zum Selbstmord des „ehemaligen Abteilungsleiters“ – wohl gemeint sei Christian Pilnasek – geführt habe. Das ist noch nicht alles: Würde die AfD so handeln wie die österreichischen Grünen, so Kurz‘ Geschichte, „würde die Republik brennen“. Das sei aber „eine gute und richtige Sache“, beklagt der frühere Erfolgsgarant der Türkisen Volkspartei, der mit seinem üblichen Aufklärungsversuch eine sowohl rechtliche als auch mediale Ungleichbehandlung politischer Parteien suggeriert.

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    „Sie müssen mir nichts darüber erzählen, ich weiß genau, wie diese Systeme funktionieren“, wird Kurz nicht müde zu betonen, denn: „Überall auf der Welt versuchen immer mehr Menschen, die Prozesse zu nutzen, um Politik zu machen.“ Wieder kommt der Widerspruch aus Amman: „Ich schaue mir die Fakten an und es fällt mir sehr schwer zu sagen, dass mir der Prozess gemacht wird, also gibt es ein politisches Justizsystem.“ Der bekannten Journalistin zufolge werden auch Trump und die AfD solche Argumente verwenden. Der Vorteil dieser Kommunikationsstrategie besteht darin, dass Sie immer eine Entschuldigung parat haben, falls Sie vor Gericht verlieren. Aber Amman erklärte weiter: „Wenn man vor Gericht gewinnt, war absolut klar, dass der Rechtsstaat wieder in Ordnung sein wird.“

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