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Kroatien bei der WM: Eine goldene Ära geht abrupt zu Ende

    Kroatien bei der WM: Eine goldene Ära geht abrupt zu Ende

    Kroatien ist bekannt für seine fast 6.000 Kilometer lange Küste (Festland und Inseln). Jedes Jahr pilgern Millionen Touristen in den Süden, um ein paar schöne Tage an der kristallklaren Adria zu verbringen. Und es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Sommerurlaub mit einem großen Fußballereignis zusammenfällt, und es ist klar, dass dieses Land im positiven Sinne fußballverrückt ist. Obwohl Handball-, Wasserball- und Basketballwettbewerbe in unserem Land sehr gut und erfolgreich sind, bleibt König Fußball König Fußball. Das Vier-Millionen-Einwohner-Land hat schon immer Starspieler hervorgebracht, allen voran Luka Modric. Der Superstar bestreitet in diesen Tagen wahrscheinlich seine letzte Weltmeisterschaft und muss am Mittwochabend (01:00 Uhr MESZ) mit seinen Teamkollegen gegen Panama gewinnen. Es ist das 200. Länderspiel des sechsmaligen Champions-League-Siegers und ehemaligen Weltfußballers des Jahres und ist nach einer 2:4-Auftaktniederlage gegen England ungeschlagen. Andernfalls könnte die WM rein rechnerisch vorzeitig enden, wenn Ghana gegen England einen Punkt gewinnt.

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    Es wird das Ende einer Ära sein, die in den letzten Jahren für Aufsehen gesorgt hat. 2018 führte Modric sein Land ins WM-Finale, das es gegen Frankreich verlor. 2022 belegten die Kroaten den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft. Mittlerweile Stammspieler in der kroatischen Nationalmannschaft – neben dem 40-jährigen Modrić sind es auch der 37-jährige Ivan Perišić, der 35-jährige Andrej Kramarić, der 34-jährige Ante Budimir und der 32-jährige Mateo Kovačić, die es nicht unbedingt in den WM-Kader schaffen. Es stimmt: Die fußballerische Klasse der Altstars ist nach wie vor unbestritten. Dies zeigte sich im Spiel gegen die Engländer, als sie nach einer von den „Three Lions“ dominierten ersten Halbzeit mit einem Stand von 2:2 in die Kabine gingen. In der zweiten Halbzeit ging Kroatien die Puste aus. „Ich bin zuversichtlich, dass wir unser Mindestziel erreichen werden.“ „Es bleibt noch genug Zeit, Dinge zu reparieren“, sagt Modric. Das Mindestziel ist klar: der Aufstieg in die K.-o.-Runde. Denn auch da ist wieder alles möglich. Teamchef Zlatko Dalik Dasah sagte, es gebe nach der Auftaktniederlage „keinen Platz für weitere Fehler“. Da Cristiano Ronaldo in Portugal uneinig ist, ob er eine Startelf rechtfertigt, wollen einige Kroaten Modric nicht mehr in der Startelf sehen. Wie bei den Portugiesen steht auch bei den Kroaten der Teamchef hinter dem Kapitän. „Gott sei Dank ist er immer noch bei uns“, sagte Dalik.

    Aber das kommt später. Wie sieht die Zukunft für das kroatische Team aus? Wer wird aufsteigen, wenn Modrić, Perišić und Co. ihre Fußballschuhe an den Nagel hängen? Defensiv sind wir gut aufgestellt. Josko Guardiol (24 Jahre/Manchester City), Luka Vuskovic (19/Tottenham), Josip Stanisic (26/Bayern) und Petar Susic (22/Inter Mailand) spielen alle für Topvereine und haben noch viele Jahre Profifußball vor sich. Allerdings ist es zumindest fraglich, ob die neue kroatische Generation an die großen WM-Erfolge der „Altstars“ anknüpfen kann.

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