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Unruhe bei St. Paulis Gegnern: Supertalent steht am Pranger

    Unruhe bei St. Paulis Gegnern: Supertalent steht am Pranger

    Hinter St. Paulis nächstem Gegner gibt es einen großen Wechsel – oder steckt der KSC noch mittendrin? Bisher haben die großen Laufanstrengungen keine Ergebnisse gebracht.

    Es ist sicherlich nicht so, dass sie das nicht wollen. Allerdings ist der nächste Gegner von St. Pauli nach dem Sommertransfer, der den des Nachbarschaftsklubs vom Umfang her deutlich übertrifft und zumindest bisher nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht hat, noch recht inkompetent.

    Von allen Menschen sollte der Jüngste als Vorbild dienen. An den Qualitäten von Louis Ben Farhat zweifelt niemand, schon gar nicht die Verantwortlichen in Freiburg. Sie sicherten sich in letzter Sekunde des Transfers die Dienste des 20-Jährigen, schickten ihn im gleichen Atemzug aber wieder an seinen alten Arbeitsplatz zurück – ohne den erwarteten Erfolg. Die Offensivlinie ist immer noch torlos und nur ein Assist liegt deutlich unter seinem Potenzial.

    KSC-Toptalent Louey Ben Farhat im Formtief

    Doch der deutsche U21-Nationalspieler, dessen Tiefgang angemessen ist, dass er gegen Georgien (2:0) nicht spielen durfte, weil er keine Spielgenehmigung hatte, ist beim KSC nicht allein. Im Grunde hat bisher nur sehr wenig von dem funktioniert, was sich der neue Trainer Maximilian Senft erhofft hatte. Fünf Punkte nach sechs Spielen sind kein Grund zum Tauschen. Allerdings: Beim KSC hat niemand mehr Zeit für Spaziergänge.

    Der Gegner von St. Pauli ist erschöpft

    Weil es einen Lauf gibt. Im großen Stil (Karlsruhe zerstörte 734,8 Kilometer, der zweitgrößte der Liga) und intensiv (4060; höchster Wert im Unterhaus) fehlt derzeit nur der Return on Investment. Viel Lärm um nichts sozusagen, obwohl Senft durchaus etwas Ähnliches auf der Liste hatte und es weit entfernt von Aktionismus ist.

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    „Ich glaube, das wäre das Schlimmste“, sagte der 37-Jährige am Mittwoch über den Besuch am Millerntor. Sein Team habe in der Länderspielpause einiges angepasst, „von dem wir natürlich ein Ergebnis erwarten.“ Verteidiger Marcel Franke beschrieb die Hauptspielweise des Österreichers wie folgt: „Wir versuchen, den Gegner früh anzugreifen, aggressiv anzugreifen und den Ball möglichst weit nach vorne zu erobern.“ Senft selbst beschreibt seine Idee als „einen hochintensiven Spielstil mit vielen Sprintmetern“.

    Auch der frühere KSK-Trainer Christian Eichner war ein Kandidat bei St. Pauli

    Wie wir alle wissen, ist es einfacher, wenn es Belohnungen gibt. Und das soll am Wochenende beginnen, so der Trainerwunsch. Auf St. Pauli will Ex-Pokerspieler Senft seine Mannschaft offensiv aufspielen sehen – trotz einer angespannten Situation mit fünf sieglosen Spielen in Folge und nur einem Punkt über dem Abstiegsplatz. „Ich spiele immer, um zu gewinnen, und das gilt auch für unsere Spieler“, sagte er. Das größte Risiko besteht darin, „kein Risiko einzugehen“.

    Insgesamt ist der KSC in der jüngeren Vergangenheit einige Risiken eingegangen. Mit dem für Außenstehende unverständlichen Rücktritt von Co-Trainer Zlatan Bayramovic, der beim FC St. Pauli als Profi bekannt ist, im Dezember und dem nicht ganz logischen Abgang von Trainer Christian Eichner nach der vergangenen Saison hat sich Sportgeschäftsführer Mario Eggiman eine Baustelle geschaffen. Ein weiterer Grund ist die Komposition, bei der es im Sommer insgesamt über 30 Züge gibt.

    Der ehemalige St. Paulianer Zlatan Bayramovic steht weiterhin auf der Gehaltsliste des KSC

    Bayramovic und Eichner stehen weiterhin auf der Gehaltsliste des KSC. Eichner war bisher bei vielen Orten ein Kandidat, unter anderem beim FC St. Pauli, Racing Straßburg und zuletzt bei Borussia Mönchengladbach. Doch bisher ist aus verschiedenen Gründen keine Unterschrift erfolgt. Sobald das der Fall ist, dürfte Karlsruhe auch Bayramovics Gehalt einsparen dürfen; er galt als Eichners rechte Hand.

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    Sollte der KSC auf St. Pauli verlieren, drohen Massenunruhen

    Aber so weit ist es noch nicht. Vermutlich würde es dem Verein viel lieber sein, wenn die Entwicklung anderswo, nämlich im Sportbereich, wahrgenommen würde. Insbesondere mit Louey Ben Farhat (Senft: „Er ist ein Mann, kein Roboter“) und generell mit dem gesamten Team. Denn sollte der KSC am Sonntag gegen St. Pauli verlieren, wird es um den Karlsruher Sportclub nicht ruhiger.

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