Glücksgefühle bei HSV-Fans: Luka Vuškovic gibt nach dem Training Autogramme. Foto: WITTERS
Wegen Vuskovic: Fans strömen in Scharen zum HSV – aber auch enttäuschte Gesichter
Einen solchen Angriff hatte der HSV in dieser Saison noch nie erlebt. Kurzfristig öffnete der Verein seine Türen für Fans und veranstaltete am Mittwochnachmittag eine öffentliche Trainingseinheit. 500 Fans nutzten in letzter Minute die Gelegenheit, sich ein Autogramm von ihrem Favoriten Luka Vushkovic zu sichern. Allerdings erlebten sie auch eine kleine Enttäuschung.
Der HSV rief und die Fans kamen überraschend zahlreich. Da die Profis am Montag und Dienstag frei hatten, waren bis zum letzten Saisonauftritt in Leverkusen (Samstag, 15:30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) ausschließlich geschlossene Trainingseinheiten geplant. Erst am Mittwochmorgen um 11 Uhr beschloss der Verein, kurzfristig Fans für die erste Trainingseinheit der Woche zuzulassen. Wenn man bedenkt, dass in Hamburg gerade erst die Schulferien begonnen haben, ist das ein schöner Schachzug. Andernfalls würden die HSV-Profis den Anhang nicht vor der Sommerpause sehen.
Profis und Trainer bedankten sich mit einer Trainingseinheit bei den Fans
„Wir wollten uns auf diesem Wege noch einmal bei Ihnen bedanken“, sagte Co-Trainer Loic Fave nach dem Training. „Viele Fans haben es angenommen, es ist definitiv etwas Besonderes.“ Wie die Profis drückten auch Trainer Merlin Polcin und sein Team die Daumen und zeigten Nähe zu den Fans. „Aber es ist auch etwas, das den Verein ausmacht“, sagte Fave.
Und doch: Es gab auch lange Gesichter. Besonders viele Fans nutzten die Gelegenheit, sich ein Autogramm des jungen Vuskovic zu sichern, der nach seiner Leihe im Sommer zu Tottenham zurückkehren wird. Die auf dem Trainingsgelände versammelten Fans wurden vom Kroaten fleißig bedient.
Gegen Leverkusen spielte Vuskovic zum letzten Mal für XV
Die andere Hälfte, die auf der Treppe zum Trainingstrakt wartete, war bitter enttäuscht. Vuskovic rannte Schritt für Schritt und verschwand dann. Auch die „Luke, Luke“-Rufe der Fans halfen nicht.
Vuskovic soll am Samstag in Leverkusen zum letzten Mal für den HSV spielen, doch es gibt noch zwei weitere Profis, um die man sich Sorgen machen muss. Robert Glatzel leidet weiterhin unter Wadenproblemen und konnte am Mittwoch nur einzeln trainieren. Für den Stürmer wird es eng. Das könnte auch für Nicolas Capaldo gelten. Der Verteidiger, der zum vorläufigen Kader Argentiniens für die Weltmeisterschaft gehört, musste wegen Rückenproblemen pausieren.
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Vor dem Leverkusen-Spiel am Donnerstag und Freitag hat das Duo noch zwei Trainingseinheiten zur Vorbereitung. Miro Muheim ist einen Schritt voraus. Der Schweizer hat am Mittwoch die gesamte Session absolviert und ist auf dem Rückweg.
