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„Ich kenne nur Alfred“: Handballstar engagiert sich für die Zukunft mit Gislason

    „Ich kenne nur Alfred“: Handballstar engagiert sich für die Zukunft mit Gislason

    Bundestrainer Alfred Gislason steht vor einer offenen Zukunft beim DHB. Foto: IMAGO/Maximilian Koch

    „Ich kenne nur Alfred“: Handballstar engagiert sich für die Zukunft mit Gislason

    Nicht nur mit zwei Siegen, sondern auch mit einer offenen Frage nach der Zukunft trat Bundestrainer Alfred Gislason die Heimreise an. Nach einer Erfolgsserie, darunter zwei Testspielsiege gegen Ägypten, konzentriert sich der Deutsche Handballbund nun auf die Zeit nach der Heim-WM im Jahr 2027. Die Arbeitspapiere des Isländers laufen nach dem Turnier aus – der Vertragspoker beginnt jetzt.

    „Ich hoffe, dass es mit ihm weitergeht. Ich kenne Alfred nur als Bundestrainer und bin ihm sehr dankbar für alles, was er mir ermöglicht hat. Er hat mich sehr jung übernommen und mir immer sein Vertrauen geschenkt“, sagte Spielmacher Yuri Knorr, der als einer der wenigen Nationalspieler den Schritt aus der Deckung wagte.

    DHB-Spieler sind hinsichtlich der Zukunft von Gislason vorsichtig

    Die Mehrheit seiner Teamkollegen wollte sich zu der brisanten Trainerthematik nicht äußern. Er könne sich durchaus vorstellen, unter Gislason weiterzuspielen, „aber es ist sicher nicht meine Entscheidung“, sagte Rückraumspieler Miro Schluroff. Renars Uskins sagte: „Ich werde nicht antworten.“

    Handballstar Yuri Knorr bei der Europameisterschaft

    Der DHB will vor der Gastgeber-WM unbedingt Klarheit schaffen. „Der Prozess ist jetzt im Gange“, kündigte DHB-Sportdirektor Ingo Meckes an und prognostizierte „spannende Monate“. Einen festen Termin nannte Meckes nicht – „aber eine gute Vorbereitung auf die WM sollte möglich sein“.

    Zweifel an Bundestrainer Gislason?

    Dass der ganz große Goldstreik unter Gislason noch nicht gelungen ist und Dänemark immer noch auf dem Vormarsch ist, kann ein Argument der Kritiker sein. Auch, dass es immer noch Leistungseinbrüche wie bei der EM gegen Serbien gibt.
    Fans können entgegnen, dass die deutsche Mannschaft unter dem 66-Jährigen eine äußerst erfolgreiche Ära erlebte. Der seit Februar 2020 amtierende Isländer hat seine Wahlheimat sensationell zu Silber bei Olympischen und Europameisterschaften geführt. Dann dürfte bei der Heim-WM der Traum von Gold wahr werden.


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    „Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich nach der WM nicht mit dem Handballspielen aufhören möchte und mit dieser Mannschaft weiter zusammenarbeiten möchte“, sagte Gislason, der vor Jahren einen Wechsel in der Mannschaft nicht nur angestoßen, sondern auch erfolgreich abgeschlossen hat.

    Spieler wie Knorr, Miro Schluroff, Julian Koester und Renars Uskins feierten ihr Debüt unter dem oft genervten Nordeuropäer. Mittlerweile sind sie ein fester Bestandteil des Teams geworden.

    „Das ist eine Mannschaft, die viel Potenzial hat und wir kommen der Ausschöpfung unseres Potenzials immer näher“, betonte Kapitän Johannes Gola die große Rolle Gislasons bei dieser Entwicklung. „Wir haben zwei Spiele gegen Ägypten gewonnen, mit einer durchwachsenen Leistung, mit der wir nicht ganz zufrieden sind. Das zeigt, dass wir mittlerweile ein anderes Bild von uns haben. Das zeugt von einer guten Zusammenarbeit.“

    Gislason stand bereits im Januar kurz vor dem Aus

    Es ist bekannt, dass nicht jeder Spieler oder Mitglied der Führungsmannschaft möchte, dass diese Zusammenarbeit über den Winter hinaus bestehen bleibt – auch wenn dies niemand öffentlich bestätigt hat. Für Gislason zeichnet sich derzeit kein klarer Assoziationstrend ab. Der Bundestrainer wird wohl noch einige Monate eine Pause über sich ergehen lassen müssen.

    „Wir versuchen, die Zeit mit Alfred bestmöglich zu nutzen. Wir versuchen, den eingeschlagenen Weg, den wir jetzt gemeinsam eingeschlagen haben, so lange wie möglich und so erfolgreich wie möglich fortzusetzen“, erklärte Gola und griff dann den Satz einiger Teamkollegen auf: „Es ist keine Entscheidung eines Spielers.“

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    Ghislason stand bereits im Januar kurz vor dem Ausscheiden bei der Europameisterschaft. Nach der Niederlage gegen Serbien und dem drohenden Ausscheiden in der Vorrunde hatten ihn viele bereits abgeschrieben. Der anschließende Silbermedaillengewinn der deutschen Mannschaft war jedoch ein klares Signal an ihre Kritiker. (dpa/dj)

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