Titelverteidiger Paris Saint-Germain und Atletico Madrid stehen im Halbfinale der Champions League. Die 2:0-Führung in Liverpool ließen sich die Franzosen auch nach dem Hinspiel nicht entgehen. Weltfußballer Ousmane Dembele traf in Druckphasen der Reds und auch am Ende zum 2:0. Gegen den FC Barcelona in Madrid lag Atlético nach 25 Minuten und Toren von Lamin Yamal (4.) und Ferran Torres (24.) mit 0:2 zurück, schaffte mit einem 1:2 aber dennoch den Aufstieg.
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Ademola Lookman (31.) brachte die Madrilenen mit seinem Treffer wieder in die Spur. Anschließend vergab Barcelona den Druck, ein drittes Tor zu erzielen. Eric Garcia sah in der 80. Minute von den Katalanen die Rote Karte. Im Halbfinale trifft PSG auf den Sieger der Partie zwischen Bayern München und Real Madrid, während Atlético entweder auf Arsenal oder Sporting Lissabon trifft.
Barcelona feiert früh
Atlético spielte zum sechsten Mal in dieser Saison gegen Barcelona. Die Madrilenen hatten die Blaugrana bereits im Halbfinale der Copa del Rey aus dem Titelrennen geworfen. Allerdings schwand der Vorsprung aus dem Hinspiel schnell. Nur eine halbe Minute später musste Juan Musso nach einem Schuss von Yamal vom Platz getragen werden, und Minuten später war der Torwart von Atlético geschlagen. Der junge spanische Star nutzte einen Fehler des ehemaligen Barca-Verteidigers Clement Lenglet in seinem 150. Pflichtspiel für Barcelona durch Mussos Füße aus.
Barcelonas offensive Spielweise verschaffte Atlético zudem Raum. Langzeittrainer Diego Simeone schonte bei der 1:2-Niederlage am Wochenende in Sevilla praktisch sein gesamtes Stammpersonal. Argentinien sah, dass Dani Olmo zehn Minuten später eine weitere gute Chance für die Gäste hatte. In der 24. Minute machte Hansi Flick mit seiner Aufstellungsvariante alles richtig. Olmos Freilassung von Torres – der Robert Lewandowski vorgezogen wurde – glich das Duell aus und sorgte für Schweigen im Estadio Metropolitano.
Fermin Lopez hätte mit einem Kopfball beinahe das 3:0 erzielt, doch der nächste Treffer würde Atlético zurückbringen. Barcelonas gefährliches Spiel ermöglichte eine Umschaltsituation und Lookman war zur Stelle. Der Schaden für Atlético hielt sich zunächst in Grenzen. Barcelona machte weiter Druck. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff erzielte Torres einen Volleyschuss, das Tor wurde jedoch nicht anerkannt, da der Stürmer von Barcelona im Abseits stand. Torhüter John Garcia hielt die Katalanen mit einer tollen Parade im Spiel, bevor es zu einer Wiederholung der Szenen aus dem Hinspiel kam. Garcia stellte den eingewechselten Alexander Sorloth zu Fall und sah Rot wegen einer Notbremsung, nachdem der VAR eingegriffen hatte. Atlético verteidigte erfolgreich seinen Vorsprung. Das erste Heimspiel unter Simeone seit 14 Jahren, bei dem man in der K.o.-Runde der Champions League verlor, war bedeutungslos.
PSG fummelt, fällt aber nicht
PSG zeigte auch in Liverpool seine spielerische Form, da die Gäste nicht darauf aus waren, perfekt zu verteidigen. Die Mannschaft von Luis Enrique wollte das Spiel kontrollieren und dominieren. Dembele versuchte sich nach einer starken Viertelstunde aus der Distanz und akrobatisch, verfehlte aber das Ziel. Jede erfolgreiche Aktion der Liverpooler Mannschaft wurde von den Heimfans beklatscht. Die Reds kämpften sich ins Spiel.
Mohamed Salah wurde nach einer halben Stunde für den offenbar schwer verletzten Hugo Ektic eingewechselt und sah sofort eine große Chance für die Hausherren. Marquinhos bewahrte sein Team im Duell der Kapitäne vor dem Rückstand und feierte den Treffer mit einem extremen Tackling gegen den aufgerückten Virgil van Dijk. Nach einer spannenden ersten Halbzeit ging das Spiel auch an der Anfield Road torlos in die Umkleidekabine.
Angeführt vom starken Dominik Szoboszlai legte Liverpool im englischen Nieselregen einen schnellen Start in die zweiten 45 Minuten hin. Bei PSG musste nach Nuno Mendes auch Hinspiel-Torschützin Desiree Duy verletzt vom Platz. Nach Salahs Flanke tauchte Milos Kerkes am langen Eck auf, schoss aber drüber (57.). Die Franzosen ertranken. Liverpool-Fans jubeln, als der Elfmeterpfiff ertönt (64. Minute), nachdem PSG-Verteidiger Willian Pacho die Ferse von Alexis McAllister getroffen hat. Der VAR intervenierte und der italienische Schiedsrichter Maurizio Mariani hob seine Entscheidung auf, nachdem er auf dem Fernsehbildschirm zugesehen hatte.
Der Weltfußballer holte den amtierenden Meister endlich aus der Drucksituation. Nach einer Abwehr, einem Haken nach links und einem platzierten Abschluss baute Dembele die Führung auf drei Tore aus. Wie im Vorjahr entschied sich im Achtelfinale ein Duell für PSG. Im Finish punktete Dembele erneut.
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