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ID Austria wird EU-App: Reisen ohne Personalausweis bald möglich

    ID Austria wird EU-App: Reisen ohne Personalausweis bald möglich

    Europaweit ohne Ausweis, Führerschein auf dem Handy und digitale Signatur unterwegs: Neue EU-Vorschriften machen eine Aktualisierung des Ausweises Österreich erforderlich. Ende des Jahres wird die sogenannte eIDAS 2.0-Verordnung in Kraft treten – und eine Art digitale Geldbörse für alle Bürger bringen.

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    Dieses „EUDI Wallet“ (European Digital Identity Wallet) soll Ausweise und Signaturen EU-weit nutzbar machen. Was heute – wenn überhaupt – nur auf nationaler Ebene gilt, soll künftig für alle Mitgliedstaaten gelten. Großer Vorteil: Dokumente werden digital gebündelt und gegenseitig anerkannt.

    Das neue „EUDI Wallet“ kommt 450 Millionen Menschen zugute

    Doch die neue Online-Lösung, die fast 450 Millionen Menschen erhebliche Vorteile bringt, ist bisher kaum bekannt. Das zeigt eine Umfrage des deutschen Branchenverbandes Bitcom: Mehr als die Hälfte der Befragten hatte noch nie davon gehört, nur fünf Prozent konnten das „EUDI-Wallet“ mit eigenen Worten erklären.

    Das System gilt als Meilenstein – im Laufe der Jahre gab es politische Debatten und die Behörden hatten Mühe, es zu standardisieren. Die neue ID Austria zielt unter anderem darauf ab, bis Ende 2026 Reisen innerhalb der EU ohne physischen Ausweis möglich zu machen. Der digitale Personalausweis muss über ID Austria zugänglich sein. Über die App kann der Führerschein dann auch EU-weit validiert werden. Wenn Sie dies nicht möchten, können Sie weiterhin auf klassische Dokumente zurückgreifen.

    ID Austria bleibt die App für Österreich, es ist jedoch ein Update erforderlich

    Für Österreich bedeutet das: ID Austria wird nicht ersetzt, sondern weiterentwickelt. „Es wird das zentrale Vehikel sein“, sagte Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Proll Anfang des Jahres. In den kommenden Monaten soll die App im Hintergrund zu einem „EUDI-Wallet“ ausgebaut werden. Dafür reicht offenbar ein Update – das wird aber weitreichende Folgen haben.

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    Technisch ermöglicht das System unter anderem zertifizierte digitale Identitätsnachweise, mehr Privatsphäre und kostenlose elektronische Signaturen. Ein großer Vorteil: Was bisher nur auf nationaler Ebene funktionierte, kann nun europaweit genutzt werden.

    Experte erklärt die Bedeutung des neuen Systems

    Viele Funktionen gibt es in Österreich bereits – etwa digitale Amtswege oder Übermittlungen an Behörden. Besonders neu ist die EU-weite Anwendung. Allerdings müssen alle EU-Staaten ihre bestehenden Apps anpassen oder neue Systeme einführen. Ziel ist die sichere Speicherung von Ausweisen, Zertifikaten, Diplomen oder Gesundheitsdaten – mit hohen Datensicherheitsstandards.

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    Arne Tauber vom Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnik der Technischen Universität Graz beschrieb bereits im vergangenen Jahr die Hintergründe der Änderung: „Mit der Einführung von Personalausweisen werden wie beim mobilen Führerschein ein digitaler Identitätsnachweis, Funktionen für mehr Privatsphäre und kostenlose E-Signaturen für private Zwecke beglaubigt.“ Vorteil: Neben Unterschriften werden auch Personalausweise und andere Optionen EU-weit harmonisiert – und nicht, wie bei bisherigen lokalen Lösungen, oft nur auf nationaler Ebene gültig.

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