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St. Paulis Joker stechen nicht – Blessin übernimmt das Kommando

    St. Paulis Joker stechen nicht – Blessin übernimmt das Kommando

    Der Ausgleichstreffer von Martin Kaars (2.v.l.) per Elfmeter gegen Leipzig im Januar war das letzte Wildcard-Tor, das St. Pauli bisher feiern konnte. Foto: WITTERS

    St. Paulis Joker stechen nicht – Blessin übernimmt das Kommando

    Es war Nikolaustag im Jahr 2025. Jemand vom FC St. Pauli hatte den rechten Schuh vor das Tor gestellt, in dem Platz für ein außergewöhnliches Geschenk war: das erste Wildcard-Tor des FC St. Pauli für die laufende Saison. Es war im ersten Spiel in Köln. Vor dem zweiten, äußerst wichtigen Spiel der beiden Vereine änderte sich am Hauptproblem im Nachbarschaftsverein nichts.

    Der Moment im Rheinenergiestadion war episch, eines dieser „ausgerechnet“ Ereignisse, die den Fußball manchmal so besonders machen. Ricky-Jade Jones wurde im Sommer vom FC St. Pauli verpflichtet, verletzte sich im zweiten Vorbereitungsspiel schwer an der Schulter, musste operiert werden, musste lange pausieren und feierte schließlich in Köln sein Bundesliga-Debüt. Der in der 68. Minute eingewechselte Engländer glich in der letzten Nachspielzeit mit einem akrobatischen Kopfball zum 1:1 aus.

    Ricky-Jade Jones ist der ultimative Joker in St. Paulis

    Knapp sechs Wochen später, bei einem bitteren 2:3-Unentschieden in Dortmund, fügte Jones Wildcard-Tor Nummer zwei hinzu. Zehn Tage später glich Martin Kaars per Elfmeter aus, nachdem er gegen RB Leipzig – wie Jones – bis spät in die Nachspielzeit eingewechselt worden war. Es klingt auf den ersten Blick nicht dramatisch, aber das ist das Ende der Geschichte. Fazit: St. Pauli hat nach 29 Spielen insgesamt drei Wildcards. Hinzu kommen vier Assists aus der Reserve, die Bilanz bleibt aber schwer zu verbessern.

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    „Letzte Saison hat es uns vor allem in der zweiten Halbzeit geholfen, dass wir viel Energie von der Bank bringen konnten“, erinnerte sich Alexander Blessin. Der St. Pauli-Trainer ist sich der Problematik natürlich bewusst. „Wir müssen uns auf jeden Fall fragen, was wir besser machen können“, sagte er und übernahm die Verantwortung für sich: „Ich insbesondere.“ Mit sieben Toren und insgesamt 111 Auswechslungen in den bisherigen 29 Spielen ist Blessins persönliche Bilanz alles andere als optimal.

    Die Offensive auf St. Pauli ist insgesamt zu harmlos

    Der kommende Gegner beispielsweise verfügt bereits über elf Wildcard-Hüter mit insgesamt 23 Toreinsätzen. Mit vier Toren und drei Assists hat nur Said El Malla mehr zu bieten als St. Pauli insgesamt. Wahr ist natürlich auch, dass Jones seit Anfang Februar wieder ausfällt (Syndesmoseriss) und auch Andreas Hontonji schon seit längerer Zeit ausfällt. Und dass die Offensive der Braun-Weißen mit 25 erzielten Toren in dieser Saison insgesamt keine Angst und Schrecken hervorruft.

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