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„Alles erledigt“: Fanliebling beendet Karriere – und kauft Verein

    „Alles erledigt“: Fanliebling beendet Karriere – und kauft Verein

    Fußballer Lukas Podolski bei seinem Abschiedsspiel im Oktober 2024. Nun kehrt er dem Fußball komplett den Rücken. Foto: IMAGO/Panama Picture/Christoph Hardt

    „Alles erledigt“: Fanliebling beendet Karriere – und kauft Verein

    Lukas Podolski spielt für den 1. FC Köln und die deutsche Nationalmannschaft. Mit 40 ist Schluss mit Fußball. Was folgen wird, ist bereits klar.

    Der Weltmeister von 2014, der seit 2021 in Polen für Gornik Zabrze spielt, wird diesen Sommer in den Ruhestand gehen. „Ein Kapitel endet, eine neue Ära beginnt“, sagten Podolski und sein Verein auf Instagram.

    Lukas Podolski hat den Fußball aufgegeben

    In einem Videoclip packt der Offensive Lineman seine Sachen und lässt seine Karriere Revue passieren. „Okay, es wird Zeit“, sagt er schließlich. Dann schließt er eine Tür, auf der in sechs Sprachen „Danke, Fußball“ steht. Das letzte Spiel von Gornik Zabrze gegen Radomyak Radom findet am Samstag statt und Podolski dürfte geehrt werden.


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    Der 40-Jährige blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück, zu der auch der Gewinn eines Weltmeistertitels in Brasilien gehörte. Nach seiner Ausbildung in der Jugend des 1. FC Köln gab Podolski 2003 sein Profidebüt. Der in Polen geborene Stürmer entwickelte sich schnell zu einer Kultfigur beim FC.

    Viele Tore halfen Podolski, aber auch sein forsches, souveränes Auftreten und seine offen zum Ausdruck gebrachte Liebe zum Domstadtverein. „Ich wollte immer ehrlich sein, der Junge von der Straße“, sagte er einmal über seine unnachahmliche Persönlichkeit.

    Podolski und Schweinsteiger mischen die Nationalmannschaft auf

    Im Juni 2004 debütierte Podolski für die deutsche A-Nationalmannschaft. Zusammen mit seinem Freund Bastian Schweinsteiger prägte er in den folgenden Jahren das DFB-Team. Das Duo „Poldi“ und „Schweini“ präsentierte einen neuen Stil und frische Auftritte aus der deutschen Auswahl.

    Bei der WM 2006 in Deutschland bildeten Lukas Podolski (links) und Bastian Schweinsteiger in der Nationalmannschaft ein Traumduo.

    „Er ist ein bisschen wie Köln: lustig, nie langweilig, bringt immer eine positive Lebenseinstellung mit. So hat er alle anderen angesteckt und mitgerissen“, sagte Ex-Bundestrainer Joachim Löw im Sender ProSieben über Podolski. „Und er war zugänglich, bodenständig und hatte ein unglaubliches Einfühlungsvermögen für die Menschen, für die Fans.“

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    Auf Vereinsebene wechselte Podolski zum FC Bayern München. Mit dem deutschen Rekordmeister feierte er 2008 einen Doppeltitel und den Sieg im DFB-Pokal. Auf die Rückkehr nach Köln folgten Stationen beim FC Arsenal, Inter Mailand, Galatasaray Istanbul, Vissel Kobe in Japan, Antalyaspor und schließlich Zabrze.

    Karriereende im Heimatland Polen

    Nach seinem Wechsel zu seinem Jugendverein hat der Fußballer seinen Heimatverein auf vielen Ebenen vorangebracht – sportlich, strukturell und durch sein Netzwerk. Im Dezember letzten Jahres erwarb der im nahegelegenen polnischen Gliwice geborene Fußballer Anteile am Verein und wurde damit zum zweitgrößten Aktionär.

    „Auch abseits des Feldes arbeite ich sehr gerne. Da ich jetzt 40 bin, haben sich meine Prioritäten geändert. Der Verein hat mir ermöglicht, in viele Bereiche hineinzuschnuppern“, betonte Podolski letztes Jahr in einem Interview.

    Fußballstar Lukas Podolski gut gelaunt mit einem Schaschlikspieß (Archivfoto)

    Am Donnerstag stimmte der Stadtrat von Zabrze einstimmig dem Vorschlag zu, 86 Prozent der Anteile an Gornik an Podolski zu verkaufen. Demnach beträgt der Verkaufspreis umgerechnet 940.000 Euro. „Jetzt werde ich den Rest kaufen“, sagte Podolski. Der ehemalige deutsche Nationalspieler hat sich verpflichtet, den Verein in den kommenden Jahren zu finanzieren. Der Privatisierungsvertrag sieht vor, dass der Eigentümer in den Folgejahren umgerechnet knapp drei Millionen Euro beisteuert. Durch diese Passage konnte der Verkaufspreis gesenkt werden.

    Spekulationen über seine Rolle beim FC

    Neben dem Fußball hat die DFB-Legende mittlerweile auch andere Förderer. Zusammen mit Mats Hummels gründete er eine Hallenliga. Podolski besitzt außerdem mehrere Döner-Läden und Eisdielen in Nordrhein-Westfalen. Zu seinen Projekten gehören auch eine Fußballhalle und eine eigene Modemarke.

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